Attraktiver Freiraum in Östringen für Bewegung und Begegnung

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Pläne für neue Sportanlage am Waldbuckel vom Gemeinderat gebilligt

Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

Einstimmig gutgeheißen wurden jetzt unlängst vom Östringer Gemeinderat die Planentwürfe zur Herstellung einer vielseitig nutzbaren Sport- und Bewegungsfläche für alle Altersgruppen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Hallen des Turn- und Sportvereins sowie des Kraftsportvereins am nördlichen Siedlungsrand der Kernstadt. 

Der neue „Bewegungspark Waldbuckel“ ist Teil eines städtebaulichen Rahmenplans, mit dem das westlich der in Richtung Mühlhausen-Rettigheim führenden Kreisstraße 3521 an der Waldstraße gelegene Terrain neu ausgerichtet werden soll.

Während für die Fläche des dort inzwischen schon stark in die Jahre gekommenen Tennenplatzes derzeit die Optionen für die Realisierung einer Wohnbebauung untersucht werden, soll rückwärtig von den Vereinshallen von TSV und KSV, wo zurzeit lediglich einige Elemente einer Skateranlage herumstehen, ein moderner und multifunktional nutzbarer „Bewegungspark“ mit Anziehungskraft auf alle Generationen geschaffen werden.

Bei der Gemeinderatssitzung rückte die verantwortliche Planerin Sabine Dreschmann vom Leonberger Büro SETUP Landschaftsarchitektur in den Fokus, dass der künftige Bewegungspark am Waldbuckel den Einwohnerinnen und Einwohnern einen niederschwelligen Zugang zu vielgestaltigen Angeboten für eine sportliche Betätigung bieten und dabei körperliche Aktivität, soziales Miteinander und Begegnung gleichermaßen fördern soll. 

Bei der Entwicklung des Projekts, für dessen Realisierung die Stadt Zuschussmittel aus dem europäischen LEADER-Förderprogramm beantragen will, haben Stadtverwaltung und Planer besonders die Kids und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren im Blick, denen man in Östringen erklärtermaßen attraktive neue Anreize zu regelmäßigeren gesundheitsförderlichen Aktivitäten geben möchte. 

Genau mit dieser Zielsetzung beteiligt sich die Kraichgaustadt schon seit dem vorigen Jahr in einer Kooperation mit dem Landkreis Karlsruhe an der bundesweiten VERBUND-Initiative, bei der es darum geht, praxisbezogene und dabei zugleich wissenschaftlich fundierte und bedarfsorientierte Ansätze zur Verbreitung und kooperativen Umsetzung strukturbildender kommunaler Gesundheits- und Bewegungsförderung zu entwickeln. 

Bei der Ausarbeitung des Konzepts für den Östringer Bewegungspark hatte daher unter der Regie der städtischen Bewegungslotsin Jenny Bruckert auch eine umfassende Kinder- und Jugendbeteiligung ihren festen Platz, bei der die Wünsche und Vorstellungen der Heranwachsenden zur Gestaltung eines solchen neuen Freizeitangebots erkundet wurden.

Bei dem Vorhaben ist nun unter anderem eine Zone für Calisthenics-Training vorgesehen, bei dem hauptsächlich das eigene Körpergewicht genutzt wird, um Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Muskeln aufzubauen, außerdem ein Ballspielfeld, eine Gymnastikwiese sowie darüber hinaus ein Areal für einen Kletterparcours sowie zudem verschiedene einladend gestaltete Aufenthaltsbereiche, darunter eine berankte Pergola mit Picknickbänken, die sich auch für größere Gruppen oder Schulklassen eignet.

Der neue „Bewegungspark Waldbuckel“, auch das wurde bei der Vorstellung des Projekts im Gemeinderat hervorgehoben, soll unter Berücksichtigung von Aspekten des Klimaschutzes naturnah gestaltet werden und vor der Kulisse des unmittelbar benachbarten Stadtwalds ein insgesamt sehr ansprechendes Erscheinungsbild erhalten.

Verbunden mit der Billigung der Planentwürfe beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung nun zugleich, im nächsten Schritt frist- und formgerecht den Antrag auf finanzielle Förderung des Projekts aus Mitteln des LEADER-Förderprogramms „KraICHgau gestalte mit“ auszuarbeiten und einzureichen.

Die Gesamtkosten für den geplanten Sport- und Bewegungspark auf dem Waldbuckel mit einer Fläche von rund 1.755 Quadratmetern belaufen sich nach aktueller Kostenschätzung einschließlich der Nebenkosten auf rund  675.000  Euro brutto. 

Im Falle einer Zusage des Ausschusses zur Bewilligung von Zuschussmitteln aus dem LEADER-Programm rechnet die Stadt mit einer Förderung im Umfang von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Den verbleibenden Eigenanteil der Kommune an den Kosten des Bewegungsparks Waldbuckel will man in Östringen aus den Erlösen finanzieren, die im Zuge der Veräußerung von Baugrundstücken auf der Fläche des benachbarten Tennenplatzes erwartet werden können.

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