Manfred Grimme radelt durch Patagonien

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Anfang Januar hatten wir über die besondere Spendentour von Manfred Grimme berichtet. Trotz eigener Blutkrebserkrankung wollte der Bruchsaler für den Verein BLuT e.V. Weingarten noch einmal eine große Reise antreten – mit dem Fahrrad durch Patagonien. Inzwischen gibt es ein erstes Update von ganz weit unten auf der Landkarte.

Und das kann sich sehen lassen: In vier Wochen ist Manfred rund 1.350 Kilometer von Puerto Montt bis ans Ende der berühmten Carretera Austral nach Villa O’Higgins geradelt. Eine Strecke, die landschaftlich spektakulär ist – fahrtechnisch aber alles andere als gemütlich. Ein ausführliches Update zum bisherigen Tourverlauf hat Manfred inzwischen ebenfalls zusammengestellt: https://t1p.de/carretera-austral

Als er dort ankam, waren ihm die Strapazen deutlich anzusehen. Kein Wunder: Bis zu 28 Kilogramm Gepäck begleiteten ihn auf der gesamten Tour. Dazu kamen Straßenverhältnisse, die selbst für einen erfahrenen Radreisenden zur Herausforderung wurden. Manfred beschreibt die Fahrt als seine bislang anspruchsvollste Reise. Weder in Peru noch in Bolivien oder Zentralasien sei er über rund 500 Kilometer am Stück auf derart schlechten, staubigen Schotterpisten unterwegs gewesen.

Rund 16.000 Höhenmeter, wechselhaftes Wetter und teilweise ziemlich ruppige Wege verlangten ihm und seinem Begleiter Roland einiges ab. Gerade auf den schlechten Pisten müsse man sein Rad genau kennen und jederzeit unter Kontrolle haben, berichtet er. Umso erstaunlicher: Technisch blieb die Tour weitgehend glimpflich – zwei gebrochene Speichen am Hinterrad und eine angerissene Halterung der Lenkertasche waren die einzigen größeren Schäden.

Ein bisschen Hintergrundwissen gefällig? Die Carretera Austral selbst wurde in den 1970er-Jahren gebaut, um abgelegene Orte Patagoniens miteinander zu verbinden. Heute führt sie durch eine beeindruckend wilde Landschaft mit dichten Urwäldern und viel Einsamkeit.

Übernachtet wurde konsequent im Zelt – mal auf Campingplätzen, mal einfach dort, wo sich entlang der Strecke ein geeigneter Platz fand. In Villa O’Higgins endet die Straße tatsächlich. Weiter kommen hier nur noch Fußgänger und Radfahrer per Fähre über den See. Danach wartet der nächste besondere Abschnitt auf Manfred: rund zwanzig Kilometer Schieben durch unwegsames Niemandsland zwischen Chile und Argentinien, bevor es über El Chaltén weiter nach Calafate geht. Dort stehen unter anderem die Wanderregion am Fitz Roy und der Moreno-Gletscher auf dem Plan.

Ein Inlandsflug bringt Manfred anschließend etwa tausend Kilometer weiter nach Norden ins argentinische Bariloche. Den Abschluss der Reise bildet schließlich eine Drei-Seen-Tour zurück nach Chile und nach Puerto Montt – der letzte Abschnitt einer Tour, die schon jetzt zeigt, wie viel Ausdauer und Wille in diesem Projekt stecken.

Wer die Aktion unterstützen oder mehr über die Arbeit des Vereins erfahren möchte, findet weitere Informationen direkt beim Verein BLuT e.V. unter https://www.blutev.de.

Was Anfang des Jahres noch nach einem großen Plan klang, ist damit längst gelebtes Abenteuer geworden – Kilometer für Kilometer auf einer der rauesten Straßen der Welt.

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