Am Wochenende musste die Bruchsaler Feuerwehr gleich mehrfach zu Bränden rund um den Stadtteil Heidelsheim ausrücken. Die Häufung gibt derzeit Rätsel auf.
Dieses Wochenende dürfte die Bruchsaler Feuerwehr, insbesondere die Abteilung Heidelsheim, so schnell nicht vergessen. Gleich vier Mal mussten die Einsatzkräfte ausrücken, um gegen mehrere Brände rund um den Stadtteil zu kämpfen. In Flammen gingen u.a. Holzstapel, Gartenhütten und gleich mehrere Fahrzeuge auf.
Ob zwischen den vier Bränden ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch nicht erwiesen, entsprechende Ermittlungen laufen aber natürlich bereits auf Hochtouren. Von einem Zufall dürfte im ersten Moment jedoch vermutlich niemand ausgehen, dafür liegen die Brandstellen einfach räumlich viel zu nah beieinander, ebenso im zeitlichen Auftreten. Nun gilt es natürlich aber die Ermittlungsergebnisse abzuwarten.
Chronologie der Ereignisse:
Sonntag, 07:12 Uhr – Brand auf dem Altenberg
Am Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr Bruchsal mit den Abteilungen Heidelsheim, Helmsheim und Bruchsal zu einem Brand auf dem Altenberg alarmiert. Eine Gartenhütte stand dort beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand, eine zweite Hütte wies einen Schmorbrand auf. Beide Feuer konnten rasch gelöscht werden, eine der Hütten brannte jedoch vollständig nieder. Die Polizei setzte zur Lageerkundung auch einen Hubschrauber ein, um das weitläufige Gelände aus der Luft zu kontrollieren.

Sonntag, 22:29 Uhr – Großbrand beim Schützenhaus Heidelsheim
Am späten Sonntagabend folgte der nächste Einsatz. In der Straße „Lindenbaum“ in Heidelsheim brannten fünf Pkw in unmittelbarer Nähe des Schützenhauses. Die Flammen griffen auf das Dach des Gebäudes über, konnten aber unter Einsatz mehrerer Strahlrohre und einer Drehleiter eingedämmt werden. Parallel dazu wurde ein weiterer Brand im Bereich der Bergstraße gemeldet. Der Brand beim Schützenhaus konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden – ein Übergreifen auf das Gebäudeinnere wurde verhindert. Bürgermeister Andreas Glaser und Ordnungsamtsleiter Oliver Bienek verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage.

Sonntag, 22:54 Uhr – Holzstapel in der Bergstraße brennen
Nur wenige Minuten nach dem Brand beim Schützenhaus wurde die Feuerwehr erneut alarmiert – diesmal zu mehreren brennenden Holzstapeln in der Verlängerung der Bergstraße in Richtung Heidelsheim. Zu diesem Zeitpunkt war der Einsatz in der Lindenbaumstraße noch im Gange, weshalb zusätzlich die Abteilung Obergrombach ausrückte. Beim Eintreffen der Kräfte standen die Holzstapel bereits in Vollbrand. Unter Atemschutz wurde mit zwei C-Rohren gelöscht, die Einsatzstelle ausgeleuchtet und das Brandgut von Hand auseinandergezogen, um Glutnester gezielt abzulöschen. Auch hier kam ein Polizeihubschrauber zur Kontrolle des Geländes aus der Luft zum Einsatz. Gegen 00:43 Uhr war der Einsatz beendet.

Montag, 03:17 Uhr – erneuter Brand an der Bergstraße
Nur wenige Stunden später, in der Nacht auf Montag, rückte die Feuerwehr erneut zur Bergstraße aus – diesmal auf dasselbe Grundstück, auf dem bereits am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen war. Ein rund zehn Quadratmeter großer Holzunterstand stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand, auch umliegendes Nadelholz brannte. Der Brand konnte schnell gelöscht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin.
Bei meinem täglichen Lauf konnte ich die Überreste des Wengerthäusle am Altenberg sehen. Man stellt sich die Frage: Wer zündelt da?