Landkreis plant konkrete Maßnahmen gegen Überflutungen und Starkregen
Nach den dramatischen Starkregenfällen des vergangenen Sommers, bei denen unter anderem Bruchsal und Gondelsheim betroffen waren, treibt der Landkreis Karlsruhe den Hochwasserschutz weiter voran. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik stellte die Kreisverwaltung am 5. Juni im Panoramasaal der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft die aktuellen Entwicklungen vor. Über die Ergebnisse informiert das Landratsamt nun in einer aktuellen Pressemitteilung, die mehrere Maßnahmen in groben Zügen vorstellt.
29 Maßnahmen bereits konkret in Planung oder Genehmigung
Aktuell laufen demnach im Landkreis 13 Genehmigungsverfahren, darunter Planfeststellungen und Plangenehmigungen, außerdem befinden sich 16 weitere Projekte in der Planungsphase. Zusätzlich werden zahlreiche ergänzende wasserrechtliche Verfahren bearbeitet. Die Zuständigkeit liegt in der Regel bei den Kommunen oder dem Land – das Landratsamt übernimmt beratende Funktionen und ist oft die Genehmigungsbehörde. Die Verfahren sind durch die Vielzahl beteiligter Akteure, gesetzliche Vorgaben und die Komplexität der Materie oftmals sehr zeitaufwendig.
Konkrete Projekte in der Region
Besonders weit fortgeschritten ist das Hochwasser- und Ökologieprojekt in Ubstadt-Weiher – der Planfeststellungsbeschluss soll noch 2025 erfolgen. In Bruchsal-Helmsheim ist ein Hochwasserrückhaltebecken an der Saalbach geplant, das auch Schutz für Gondelsheim bieten soll. Parallel dazu läuft ein Verfahren zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Bruchsal-Heidelsheim – hier soll ein Schutz gegen ein sogenanntes 100-jährliches Hochwasser geschaffen werden.
Im südlichen Landkreis arbeiten Ettlingen und Karlsruhe am Gemeinschaftsprojekt „Hochwasserschutz Alb“. Weitere Maßnahmen sind in Waldbronn, Karlsbad, Bretten, Malsch und Östringen in der Umsetzung oder Vorbereitung. Noch in der Planungsphase befinden sich Projekte in Bretten, Walzbachtal, Weingarten und Gondelsheim.
Großprojekte am Rhein
Ein besonders umfangreiches Vorhaben ist der geplante Polder Elisabethenwört, der die Gemarkungen Dettenheim, Philippsburg und Germersheim betrifft. Die Planfeststellung wird vom Landratsamt Karlsruhe betreut, das Regierungspräsidium arbeitet derzeit an den erforderlichen Unterlagen.
Ein Sonderfall ist der Polder Bellenkopf/Rappenwört bei Rheinstetten: Hier wurde ein bereits bestehender Planfeststellungsbeschluss vom Verwaltungsgerichtshof beanstandet. Die kritisierten Punkte können jedoch durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden, das derzeit vorbereitet wird.
Fazit
Der Landkreis Karlsruhe ist im Bereich Hochwasser- und Starkregenschutz auf vielen Ebenen aktiv. Während einige Maßnahmen kurz vor dem Abschluss stehen, befinden sich andere noch in der Planungsphase. Klar ist: Der Schutz vor extremen Wetterereignissen bleibt eine Daueraufgabe – für Behörden, Kommunen und private Eigentümer gleichermaßen.
Basierend auf einer Pressemitteilung, mit Unterstützung durch KI redaktionell bearbeitet.
