OB-Wahl 2020 – Karlsruhe wählt

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Der Kampf um die Karlsruher Krone geht in die heiße Phase – Mehrere Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in der Fächerstadt sind mit unserer Region eng verbunden

Die Luft in Karlsruhe knistert dieser Tage – am Sonntag wählt die große Stadt ihr neues Oberhaupt. Insgesamt fünf Kandidaten fordern Amtsinhaber Dr. Frank Mentrup heraus. Wir geben einen ersten Überblick:

Da wäre zum einen die in Pforzheim geborene Karlsruher Stadträtin Petra Lorenz, die für die Freien Wähler antritt. Sie steht für “ein Miteinander auf Augenhöhe und pragmatische Lösungen”. Im Kraichgau ist die 53-Jährige übrigens keine völlig Unbekannte, hat sie doch bereits in Bretten ein Bekleidungsgeschäft für Lederwaren unterhalten. Auf ihrer Website gibt es alle Informationen zur Person und selbstredend auch zu ihrem Programm.

Entschlossen seinen Chefsessel im Karlsruher Rathaus zu verteidigen, zeigt sich Amtsinhaber Frank Mentrup. Der in Mannheim gebürtige, studierte Arzt hat Karlsruhe schon früh kennengelernt und 2006 bereits am Städtischen Klinikum in der Kinder und Jugendpsychiatrie gearbeitet. Er tritt als SPD Mitglied gleich mit dem Segen zweier Parteien zur Wahl an, die Grünen haben Anfang des Jahres ebenfalls beschlossen ihn als Kandidaten zu unterstützen. Den Karlsruhern will er mit ihrer Stimme die Chance geben, “…den erfolgreich eingeschlagenen Weg mit mir weiterzugehen und Karlsruhe eine gute Zukunft zu sichern.” Mehr zu Frank Mentrup finden Sie auf seiner Webseite.

Ein Name, der Ihnen als echtem Hügelländer selbstredend sofort vertraut vorkommt, ist jener von Sven Weigt. Der 49-Jährige CDUler ist seit vielen Jahren Bürgermeister von Karlsdorf Neuthard und daher alles andere als ein Newbie auf dem kommunalpolitischen Parkett. Als Wunschkandidat seiner CDU wird er auch von der FDP im Wahlkampf unterstützt. Sven Weigt sieht sich als “neue Kraft für Karlsruhe” und will “die Lebenswirklichkeit der Menschen gestalten, gleichermaßen in allen Lebensbereichen und Lebensphasen.”

Auch der Physiker Paul Schmidt hat seinen Hut in den Ring um das höchste Amt der Stadt geworfen. Er will für die AFD das Rathaus erobern und das “unideologisch und sachorientiert”. Auf seiner Webseite positioniert er sich in drei wesentlichen Bereichen: Familienpolitik, Energiepolitik sowie Einwanderung und Asyl. Der 54-Jährige arbeitet bisher im jüngst abgeschalteten Atomkraftwerk in Philippsburg.

Dann wäre da noch Vanessa Schulz, die für “Die Partei” die Partei ins Rennen geht. Auf ihrer Webseite räumt sie zwar ein, dass selbige oft als Spaßpartei bezeichnet wird, ihre Kandidatur will die 39 jährige Kauffrau aber als absolut ernst verstanden wissen. Nichtsdestotrotz beginnt die Zusammenfassung ihres Wahlprogramms auf der Webseite mit den Worten: “Bereits öffentlich bekannt ist meine Idee, die Stadt umzubenennen in „Karlasruhe“. Damit verbinde ich vor allem die Abschaffung bzw. Reduzierung von Benachteiligung und Diskriminierung, bezogen auf Geschlecht/Gender, Verkehrsgruppen, Sportarten, Kulturangebote, ethnische und soziale Gruppierungen..”

Last but not least wäre dann da noch der Standesbeamte Marc Nehlig aus Karlsruhe. Der 26-Jährige gibt auf der Startseite seiner Kampagnen-Webseite als Grund für die eigene Kandidatur, die Unzufriedenheit mit den Positionen der anderen Bewerbern an. Er sieht sich als “ernsthafte” Alternative und will sich laut dem eigenen Wahlprogramm mitunter für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln und den Bau einer zweiten Rheinbrücke einsetzen.

Nun ist es an den Karlsruhern zu entscheiden, wer im kommenden Jahr ins neuerdings weinrote Rathaus am Karlsruher Marktplatz einziehen, bzw bleiben wird. Insgesamt 233000 Wahlberechtigte sind am 6. Dezember aufgerufen ihre Stimme abzugeben.

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