Vom Land vorgesehene stationäre Impfstützpunkte werden im Landkreis Karlsruhe schon umgesetzt

|

Weitere Aufstockung der Mobilen Teams lässt ähnlich hohe Impfrate wie bei den früheren Impfzentren erwarten

Kreis Karlsruhe. Die ersten Erkenntnisse, seitdem der Landkreis Karlsruhe auf Bitte des Landes die Koordination der Impfangebote vor Ort übernommen hat, stimmen positiv. Mit einer interaktiven Karte hilft er den Einwohnerinnen und Einwohnern dabei, den Überblick über Impfangebote in der Nähe zu bekommen. Und das mit Erfolg: „In kürzester Zeit konnten wir so viele zusätzliche Impftermine einstellen, so dass man in der kommenden Woche von fast 4.500 Impfungen ausgehen kann, die wir auf unserer Karte veröffentlicht haben“, teilte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei der Kreistagssitzung am 18. November in Ubstadt-Weiher mit. Dass die Termine umgehend ausgebucht waren, ist ein Beleg, dass ein hoher Bedarf besteht. Deshalb begrüßt der Landrat den aktuellen Beschluss der Landesregierung, die Zahl der Mobilen Teams auf 155 aufzustocken. Damit könnten in den folgenden Wochen rund 6.250 Impfungen wöchentlich bzw. durchschnittlich fast 900 Impfungen pro Tag angeboten werden, rechnete er dem Gremium vor. Das würde bedeuten, dass fast die Leistung der früheren Kreisimpfzentren in Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld erreicht würde. Noch gar nicht berücksichtigt sind dabei die Impfungen der Hausärzte für ihren eigenen Patientenkreis.

Das Landratsamt Karlsruhe hatte bereits vor der Ankündigung des Landes, in jedem Stadt- und Landkreis mindestens einen stationären Impfstützpunkt errichten zu wollen, gemeinsam mit den Mobilen Impfteams und den Bürgermeisterämtern die Initiative ergriffen. Mit den Impfstützpunkt-Standorten in Bruchsal, Graben-Neudorf, Bretten und Ettlingen erreicht der Landkreis das Ziel, allen Einwohnerinnen und Einwohnern ohne lange Anfahrtswege und niederschwellig zu bestimmten Zeiten fest verankerte Impftermine zu ermöglichen. Daneben sollen zeitnah in weiteren Gemeinden regelmäßige Impfangebote der Mobilen Impfteams aus Heidelberg und Karlsruhe eingerichtet werden. Auf der Online-Karte werden aber nicht nur regelmäßige Impfangebote dargestellt, sondern auch lokale Pop-up-Impfaktionen z.B. von Städten und Gemeinden oder dem deutschen Roten Kreuz sowie Impf-Möglichkeiten bei Arztpraxen, die über ihren eigenen Patientenkreis hinaus Impfungen anbieten. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel begrüßt die Ankündigung des Landes, anfallende Kosten für Räumlichkeiten oder ehrenamtlichen Aufwandsersatz zu übernehmen. Den niedergelassenen Ärzten dankt er ausdrücklich dafür, dass sie ihre eigenen Patienten und teilweise auch externe Patienten impfen. Er weist gleichzeitig auf die Möglichkeit hin, die durch die Impfstützpunkte geschaffene Infrastruktur mit zu nutzen, um das feste Angebot weiter auszubauen.

Die Impfangebote im Stadt- und Landkreis Karlsruhe werden im Internet auf einer interaktiven Karte des Landratsamtes unter www.landkreis-karlsuhe.de/coronavirus dargestellt und sind so auf einen Blick wahrnehmbar. Da die Angebote ständig fortgeschrieben werden, lohnt sich ein wiederholtes Aufrufen der Karte.

Nachdem das Land Baden-Württemberg die Impfzentren Ende September geschlossen und die finanzielle Unterstützung beendet hat, ging der Impfauftrag vollständig auf die niedergelassenen Ärzte über. Zu deren Entlastung hat das Land zusätzlich Mobile Impfteams (MIT) etabliert. Diese sind maßgeblich für Pop-up-Aktionen sowie seit Kurzem in den Impfstützpunkten eingesetzt. Der MIT-Standort Heidelberg (Universitätsklinik und Rhein-Neckar-Kreis) ist für den nördlichen Landkreis Karlsruhe zuständig, der MIT-Standort Karlsruhe (Städtisches Klinikum) für den südlichen Landkreis. Die Koordination übernimmt seit Ende der vergangenen Woche das Landratsamt Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den MIT-Standorten und den Kommunen.

Mitteilung des Landkreises Karlsruhe

Vorheriger Beitrag

Rosa und Anna – seit 90 Jahren Zwillingsschwestern

„Lost Places“ gesucht und gefunden

Nächster Beitrag