Östringer VERBUND-Projekt kommt gut voran
Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen
In vollem Gang ist mittlerweile in Östringen ein innovatives neues Projekt der kommunalen Bewegungsförderung, bei dem insbesondere Kinder und Jugendliche im Lebensalter von 10 bis 17 Jahren zu mehr gesundheitsförderlicher Betätigung motiviert werden sollen. Dieser durchaus ambitionierten Zielsetzung
wendet sich die Kraichgaustadt seit Ende 2024 im Auftrag und mit Unterstützung des Landkreises Karlsruhe im Rahmen der bundesweit laufenden sogenannten VERBUND-Initiative zu, deren Bezeichnung als Kürzel für den Programmnamen „VERBreitung UND kooperative Umsetzung kommunaler Bewegungsförderung“ steht.
Vor Ort federführend bei der Umsetzung des Konzepts ist die städtische Bewegungslotsin Jennifer Bruckert, die jetzt eine erste positive Zwischenbilanz zu demProjekt ziehen konnte.
Wie Bruckert nun informierte, konnten in den zurückliegenden Monaten bereits sieben sogenannte Bewegungscoaches berufen werden, die am Östringer Bildungszentrum, in Kooperationen mit dem Jugendtreff, in den städtischen Sporthallen und auch sonst im öffentlichen Raum aktiv sind.
In den mittlerweile ausgearbeiteten Bewegungsangeboten wie Zumba, Tanzen, Turnen, Tai-Chi, Basketball, Tischtennis, Schattenboxen oder Ganzkörpertraining für Mädchen wird inzwischen bereits mehr als 90 Kids regelmäßig vor allem Spaß an der gesundheitsförderlichen eigenen körperlichen Betätigung vermittelt.
Bewegungscoach Katja Wagenblaß leitet beispielsweise seit Januar im Rahmen des VERBUND-Konzepts ein neues regelmäßiges Gruppenangebot zum Tanzen für weibliche Kids und Jugendliche in der Halle des Turn- und Sportvereins am Waldbuckel. „Das Schöne an der Stunde ist, dass die Mädels ganz viele eigene Ideen mitbringen. So entsteht immer wieder eine total positive Gruppendynamik und die Mädchen trauen sich auch, Neues auszuprobieren“, kommentierte Wagenblaß jetzt die bislang hervorragende Entwicklung ihres Kurses.
Bewegungslotsin Jennifer Bruckert hat darüber hinaus zuletzt auch maßgeblich zur erfolgreichen Bewerbung von Östringen bei der europäischen Förderkulisse LEADER beigetragen. Für das Projekt der Anlegung eines alle Generationen ansprechenden neuen Sport- und Bewegungsparks am nördlichen Stadtrand am Waldbuckel, der körperliche Aktivität sowie soziales Miteinander und Begegnung gleichermaßen in den Blick nimmt, kann die Kraichgaustadt nun aller Voraussicht nach eine beträchtliche finanzielle Unterstützung aus dem Fördertopf der Europäischen Union erhalten.
Bruckert arbeitet außerdem auch intensiv mit den ortsansässigen Schulen zusammen. So werden beispielsweise am Leibniz-Gymnasium im Schuljahr 2025/2026 sogenannte „Bewegungsmelder/-innen“ ausgebildet und es wird im Rahmen dieses Projekts auch ein Katalog koordinativer Übungen erarbeitet, mit denen auf der Ebene des Klassenverbands das Konzentrationsvermögen im Unterricht gefördert werden soll.
Zuletzt hat die 39-jährige Absolventin des Bachelor-Studiengangs „Sport-Gesundheit-Freizeit“ der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe außerdem an der Thomas-Morus-Realschule die Umfrage „Fit in Östringen“ gestartet, bei der SchülerInnen im Alter von 10 bis 12 Jahren zu ihrem Bewegungsverhalten und zu ihren Wünschen für einen öffentlichen Bewegungsraum befragt wurden. Nach den Sommerferien will Jennifer Bruckert zum selben Thema auch noch ein Jugendforum organisieren und darüber hinaus für die Schülerinnen und Schüler der Realschule einen „Bewegungspass“ entwickeln.
Im kommenden Schuljahr soll im Kontext der VERBUND-Initiative beispielsweise zudem noch ein Bewegungsparcours durch Östringen für Schülerinnen und Schüler ausgearbeitet werden, während Bruckert außerdem für die „Morus“ schon die Etablierung des Bildungsprogramms GORILLA im übernächsten Schuljahr angepeilt hat. Das von der Siemens-Betriebskrankenkasse und weiteren Sponsoren finanzierte GORILLA-Konzept unterstützt Bildungseinrichtungen wirkungsvoll dabei, Themen wie Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nachhaltigkeit und mentale Gesundheit über praxisnahe Workshops sowie spezielle Unterrichtsmaterialien zielführend im Schulalltag zu verankern.
Bereits mit großer Begeisterung wird von den Östringer Schulen, Vereinen und sonstigen Institutionen ein gut gefüllter Spiele-Anhänger genutzt, der neue Möglichkeiten für mehr Bewegung im Unterricht, für gemeinsames Spielen bei der Ferienbetreuung, im Jugendtreff oder bei öffentlichen Veranstaltungen bietet. Eingehend vorgestellt und seiner Bestimmung übergeben wird der vielseitig einsetzbare Spieleanhänger am Dienstag, den 9. Juni, 13 Uhr, bei einer Veranstaltung im städtischenBildungszentrum.