Seid Ihr vorbereitet? Die mystischen Rauhnächte haben begonnen

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So wird das Wetter „zwischen den Jahren“ im Kraichgau

Werwölfe, Tier-Orakel und Liebesschicksale

Sie haben begonnen, die von Legenden umrankten Rauhnächte. Nach Glaube und Aberglaube unserer Vorfahren handelt es sich bei den 12 Nächten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag und der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, um eine besonders magische und mystische Zeit.

Zur Mitte dieser 12 Tage gilt es sich der „wilden Jagd“ zu stellen, denn hier sollen die Pforten zur Anderswelt und zum Reich der Geister weit offen stehen. Dann streifen die Seelen der Verstorbenen, aber auch Geister und Dämonen über das Land und jene Menschen die den Pakt mit dem Teufel besiegelten und des Zauberns mächtig sind, verwandeln sich in blutrünstige Werwölfe. Um all diese Kreaturen der Nacht vom heimischen Herd fernzuhalten, gilt es viel Lärm und Krach zu erzeugen. Aus diesem Grund feuern wir an Silvester Jahr für Jahr Raketen und Böller in den nächtlichen Himmel.

Auch der Blick in die Zukunft ist – alten Überlieferungen nach – in den Rauhnächten möglich. So sollen zuweilen die Tiere im Stall punkt Mitternacht die menschliche Sprache beherrschen und Weissagungen kundtun. Alleinstehende Mädchen und junge Frauen können zudem in Erfahrung bringen, wie ihr künftiger Geliebter aussehen wird. Dazu stelle man sich zur Geisterstunde an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort auf und warte bis seine geisterhafte Erscheinung den Weg passiert. Doch hütet euch diese Vision klaren Blickes anzusprechen, der sofortige Tod wäre die grausige Folge.

Zu guter Letzt beherzigt noch einen uralten Rat aus dem Alpenraum und verzichtet auf das Aufhängen weißer Wäsche und das Spannen von Wäscheleinen in den Rauhnächten, könnten sich doch Geister und Dämonen bei der wilden Jagd darin verheddern und euch Unglück bringen.

Nasse Narren nachts im Regen
Perchten sollen vor den Dämonen der Raunächte Schutz bieten

So viel zu den Legenden und Mythen der Rauhnächte und ihrer einstigen Bedeutung. Zu den harten Fakten und zum Wetter dieser zweifelsohne besonderen Tage, gibt euch nun Hügelhelden Wetterexperte Marco Weiß präzise Auskunft:

Samstag

Nach einer frostigen Nacht, hält sich am Morgen noch recht zäher Nebel im Kraichgau. Im weiteren Tagesverlauf, sollte sich dieser aber dann rasch auflösen und Platz für sehr viel Sonnenschein machen. Die Höchstwerte erreichen bei blauem Himmel und Sonne, bis zu 4°C. Löst sich der Nebel nicht auf und hängt auch noch am Nachmittag über unseren Köpfen, kommen die Temperaturen nicht über -1°C hinaus.

Sonntag

Der Sonntag ist fast eine 1:1-Kopie vom Samstag. Wieder kann sich in der Nacht Nebel bilden, welcher sich im Tagesverlauf auflösen sollte. Dann erwartet uns blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und nur wenige Schönwetterwolken, das Ganze bei Temperaturen von bis zu 4°C. Bleibt es beim Dauergrau und Nebel, bleiben auch die Temperaturen im eisigen Bereich.

Trend

Die Temperaturen nähern sich so langsam dem für die Jahreszeit, entsprechendem Niveau an. Mit frostigen Nächten und sehr sonnigen Tagen, klingt das Jahr 2019, langsam aber sicher aus. Was Silvester angeht, sind sich die Wettermodelle noch etwas uneinig. Allerdings sollte man sich für den Jahreswechsel gut einpacken, da die Temperaturen um 00:00 Uhr zum jetzigen Zeitpunkt, bei etwa 1°C oder im leichten Frost liegen werden. Abschließend gilt es dann noch zu klären, ob wir das Feuerwerk im Schneegestöber bestaunen dürfen oder ob es trocken bleibt. (Falls ein Silvesterspezial gewünscht: Am kommenden Montag, schauen wir uns das dann etwas genauer an.)

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