Rückhalteraum Elisabethenwört: Grundwassermessnetz wird weiter ausgebaut

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Errichtung von zwei neuen Messstellen sowie Instandsetzung und Wartungsarbeiten an bestehenden Messstellen

Im Rahmen der Planungen für den Rückhalteraum Elisabethenwört wird das bestehende Grundwassermessnetz weiter ausgebaut. Dies erfolgt im Rahmen eines für das Vorhaben entwickelten Messnetzkonzeptes, das in mehreren Stufen während verschiedener Planungsphasen umgesetzt wird.

Ab der fünften Kalenderwoche 2020 werden zwei neue Grundwassermessstellen in der Ortslage von Rußheim eingerichtet. Die Messstellen sind in der Nähe des Spielplatzes zwischen Akazienring und Kirchenstraße sowie im Leimengrubenweg außerhalb der Ortsbebauung auf Höhe der Hofstelle vorgesehen.

Durch die Errichtung der neuen Grundwassermessstellen wird das bestehende Grundwassermessnetz für die Beweissicherung verdichtet, um die Grundwasserverhältnisse, beziehungsweise die grundwasserhydraulischen Auswirkungen im Umfeld der Insel Elisabethenwört auf der Gemarkung Dettenheim-Rußheim, vor allem bei Hochwasserzeiten im Rhein und bei Flutung des Rückhalteraums, zuverlässig beschreiben zu können. Die für die Errichtung erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis des Landratsamts Karlsruhe liegt vor.

Daneben werden vier bestehende Grundwassermessstellen im Bereich des Rheinhochwasserdamms XXXI auf Höhe des Seglerheims der „Rheinbrüder“ instandgesetzt und für die Ausrüstung mit moderner Messtechnik vorbereitet.

Zusätzlich wird die bestehende Grundwassermessstelle 105/258-3 in der Ortslage Rußheim in der Rheinstraße auf Höhe der Hausnummern 43/45 einer Regeneration mittels Reinigung unterzogen.

Bei der Herstellung, Instandhaltung und Reinigung der Messstellen kann es lokal zu Geräuschentwicklung und Lärmbelästigungen kommen. Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe bittet hierfür um Verständnis.

Weiterführende Informationen zum Rückhalteraum Elisabethenwört

Der Rückhalteraum Elisabethenwört ist einer von 13 Rückhalteräumen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) in Baden-Württemberg. Er soll zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Oberrhein geplant und gebaut werden. Das Projekt ist, wie alle IRP-Projekte am Rhein von öffentlichem Interesse und wurde in der Vergangenheit intensiv diskutiert. In einer Abwägungsentscheidung wurden im Frühjahr 2018 eine kleine Dammrückverlegung sowie die Größe und Betriebsweise des Rückhalteraumes vom Land Baden-Württemberg ausgewählt. Die Entscheidung wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Um eine Dammrückverlegung auf Elisabethenwört umzusetzen, sind Baumaßnahmen notwendig. Es werden Dämme neu- und umgebaut sowie Maßnahmen zur Füllung und Entleerung des Rückhalteraums umgesetzt. In der Entwurfsplanung werden seit Frühjahr 2018 die einzelnen Maßnahmen detailliert berechnet und geplant. Nach der Entwurfsplanung wird die Genehmigungsplanung erstellt. Hierbei werden alle Planungsbereiche mit den unterschiedlichen Gutachten und dem Kartenmaterial bewertet und als Antragsunterlagen zusammengestellt. Die Einreichung des Antrags zur Planfeststellung ist in 2020 vorgesehen.

Mitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe / Symbolbild: Redaktion

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