Post-/Long-COVID-Sprechstunde am RKH Klinikum Ludwigsburg

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Vorstellung des Konzepts beim RKH Live-Stream am 8. Juli um 18 Uhr

RKH Kliniken bieten in Zusammenarbeit mit TheraVent aktiv, der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl und ORTEMA-Rehabilitation Therapiemöglichkeiten für COVID-19-Langzeitfolgen.

(Pressemitteilung) Bereits 2020 zeigte sich in Wuhan (China), dass Patienten, die sich mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt hatten, einen ungewöhnlichen Verlauf – auch nach durchgestandener Infektion – aufwiesen. Unterschiedliche Symptome, allen voran Atemnot, Muskelschwäche, Müdigkeit beziehungsweise ungewöhnliche Erschöpfung – das sogenannte Fatigue-Syndrom – sowie Konzentrationsstörungen können beispielsweise Folgen einer COVID-19-Infektion sein. Diese Beschwerden werden als „Leitsymptome“, also als besonders auffällige oder prominente Symptome der Erkrankung bezeichnet. Die Leitsymptome können noch während der Infektion, direkt nach der Erkrankung oder auch Monate später fortdauern oder neu auftreten, auch nach einem milden Krankheitsverlauf. Das Krankheitsbild wird umgangssprachlich auch als „Long-COVID-Syndrom“ bezeichnet. Laut RKI-Dashboard sind bisher ca. 3,7 Millionen Deutsche an COVID-19 erkrankt. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) schätzt, dass etwa 10% aller Erkrankten mit Langzeitfolgen dieser Art zu kämpfen haben.

Ab sofort können Patienten mit Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion in der neu geschaffenen Post-COVID-Ambulanz des RKH Klinikums Ludwigsburg nach telefonischer Terminvereinbarung vorstellig werden. Nach eingehender Diagnostik wird ein individueller Therapieplan entwickelt, der dazu beiträgt, körperliche und seelische Funktionen wieder herzustellen, die Teilhabe zu verbessern und längere Arbeitsunfähigkeitszeiten zu vermeiden. Dazu wird ein interdisziplinärer Therapieansatz verfolgt, der mit den Kooperationspartnern ORTEMA-Rehabilitation in Markgröningen (ambulante orthopädische Rehabilitation), TheraVent aktiv in Marbach (ambulante neurologische und neuropsychologische Rehabilitation) sowie der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl (kardiologische, internistische, pneumologische Rehabilitation) umgesetzt wird. Die betroffenen Patienten werden dort von multiprofessionellen Teams betreut und erhalten ein an den Symptomen und Defiziten angepasstes Therapieprogramm.

Dr. Eva-Maria Wacker, Oberärztin am Zentrum für interdisziplinäre Notfallmedizin bei den RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, zeigt sich erfreut über das neue Angebot: „Das Post-/Long-COVID Syndrom reicht von Schwindel bis hin zu schweren Schädigungen der Organe, die Symptome sind dabei sehr unspezifisch.“ Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Kliniken betont: „Das RKH Klinikum Ludwigsburg war eines der Krankenhäuser, das sehr viele COVID-19-Patienten auf Normal- und Intensivstationen in der Region versorgt hat. Die Vernetzung des ambulanten, stationären und nachstationären Sektors stellt für die Patienten in der Behandlung einen großen Vorteil dar“. Anne Matros, Regionaldirektorin, ergänzt: „Die enge Zusammenarbeit mit den vor- und nachsorgenden Einrichtungen ist für die Genesung der Patienten ein entscheidender Faktor, deshalb befinden wir uns sowohl mit den niedergelassenen Ärzten als auch mit den Reha-Kliniken im engen Austausch“. Die Sprechstunde findet im MVZ des RKH Klinikums Ludwigsburg, das räumlich in der Zentralen Notaufnahme integriert ist, nach telefonischer Vereinbarung statt.

Hintergrundinformationen und einen Einblick in das neue Konzept der Post-/Long-COVID-Ambulanz erhalten Interessierte bei einem RKH Livestream am 8. Juli 2021 um 18 Uhr. Die Referenten sind Dr. Eva-Maria Wacker, Dr. Sven Schemel, Chefarzt ORTEMA-Rehabilitation, und Dr. Albrecht Hendrich, Leitender Arzt von TheraVent aktiv Marbach. Während des Livestreams, der über https://www.rkh-kliniken.de/rkh-livestream/ erreichbar ist, haben die Zuschauer die Möglichkeit, mit der Chatfunktion Fragen an die Referenten zu richten. Dabei werden nur allgemeine Fragen beantwortet und nicht eine individuelle medizinische Beratung auf Basis persönlicher Daten angeboten.

Pressemitteilungen der RKH

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