Oldtimer und Schlepperschau in Unteröweisheim

Kartoffelernte forderte Groß und Klein


KraichtalUnteröwisheim(fsch) Angesichts der robusten, oft rostigen und grobschlächtigen Geräte, die am Rande der Ausstellungsfläche für unzählige Schlepper und Traktoren, die von den Oldtimer- und Schlepperfreunden Unteröwisheim zur Schau gestellt wurden, sah man oft in ratlose Kinderaugen, aber auch in sich erinnernde Gesichter der älteren Generation, denn die einstmalige Kartoffelernte war ein Hauptthema der Demonstrationsschauen.

Die knüppelharte Arbeit mit primitiven Geräten und Werkzeugen hatten viele Besucher noch selbst erlebt und erklärten den Enkeln, wie auch der launige Moderator, was passierteWerden so die Pommes gemacht fragte ein Steppke, dessen Papa lachend nickte.

Die urbanste Art die wertvollen Knollen aus der Erde zu holen war das Aushauen mittels des Karstes mit zwei, drei oder gar vier Zinken. Das geschah vor allen bei Nebenerwerbs- Kleinbauern, den sogenannten Geissenbauern.  Hier schaffte die Familie im Kollektiv, klaubte die Grumbiere zusammen und fuhr sie mit dem Handwagen nach Hause.  Die motorisierten Freizeitbauern hatten es leichter. Mit einem leichten Pflug fuhr man durch die Reihen und förderte so das beliebte Grundnahrungsmittel an die Oberfläche. Auch hier war das Familienkollektiv beim Nachbearbeiten mit dem Karst und dem Auflesen gefordert. Die Weiterentwicklung führte bis zum Voll-Ernter und zu den mächtigen Erntemaschinen der Neuzeit.

Die Ausstellung der Schlepperfreunde zeigte einmal mehr Traktoren jeglicher Couleur und Fabrikation. Längst vergangene Herstellernamen wie Algeier, Eicher, Lanz, Deutz, Hanomag, Sulzer oder Kramer brachten die Erinnerung in die Zeit der Transmission, Wellen und Gestänge.

Der Fundus, den der Vorsitzende Robert Mächtel und seine Mitglieder angesammelt haben füllt mehrerer Scheuern.

Gefordert waren die Mitglieder bei der Vorbereitung der Schlepperschau, denn ein Unwetter mit Starkregen überflutete die Ausstellungfläche und das als Cafeteria vorgesehene Clubhaus mit Tonnen von Schlamm.

Die vielen Besucher-Mäuler zu versorgen wäre die Schweizerische Feldküche aus dem Jahr 1912 nicht mehr im Stand gewesen. Diese Kunst beherrscht jedoch, die Helferschar des TV Unteröwisheim.

Redaktion: Frieder Scholtes

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