Östringer Wandertag traf bei den Teilnehmenden voll ins Schwarze

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Neue Wegebeschilderung wurde ihrer Bestimmung übergeben

Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

Auf den vier Gemarkungen der Stadt Östringen sind in den zurückliegenden Monaten insgesamt weit mehr als 90 Kilometer Wanderwege komplett neu ausgeschildert worden. Mit ihrer markanten sonnengelben Farbgebung, der funktionalen Gestaltung mit genauen Entfernungsangaben zu den Ortschaften und Sehenswürdigkeiten im Umfeld sowie den Logos der durch das Stadtgebiet führenden überregional bedeutsamen Wanderrouten entsprechen die Östringer Richtungstafeln nun dem einheitlichen Erscheinungsbild der Wanderwegebeschilderung zahlreicher anderer Städte und Gemeinden in der Tourismusregion Kraichgau/Stromberg.

„Dank der grundlegend überarbeiteten Wanderwegekonzeption und der schon von weitem gut sichtbaren neuen Wandertafeln mit mehr als 200 Hauptwegweisern und weit über 800 Zwischenwegweisern können wir die besonderen landschaftlichen Reize der vielgestaltigen Hügellandschaft rund um Östringen, Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach jetzt noch einmal auf ganz neue Weise in den Blick rücken“, freute sich Bürgermeister Felix Geider am zurückliegenden Wochenende beim großen Aktionstag „Östringer Wanderlust“. Die Veranstaltung mit vielgestaltigen Wanderangeboten in allen Stadtteilen bildete den gelungenen Rahmen, um  die neue Wanderwegebeschilderung ihrer Bestimmung zu übergeben. 

Bei einer kleinen Feierstunde im Weingut Ludwig Honold auf dem Hummelberg hoch über der Kernstadt Östringen äußerte sich Bürgermeister Geider überzeugt, dass die mit dem Projekt verbundene Investition die touristische Infrastruktur der Stadt nachhaltig stärkt. Zur Umsetzung des Vorhabens musste Östringen rund 40.000 Euro aufwenden, erhält aber zugleich aus Mitteln des europäischen LEADER-Programms sowie aus Zuschusstöpfen des Landes Baden-Württemberg eine beträchtliche finanzielle Förderung in Höhe von  insgesamt 60 Prozent der anrechnungsfähigen Kosten.

„Ohne diese erheblichen Zuwendungen des Landes sowie des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) hätten wir das Konzept allein aus eigener Kraft niemals stemmen können“, betonte Geider bei der Einweihung der neuen Wanderwegebeschilderung und formulierte damit verbunden seinen nachdrücklichen Dank an die für die Bewilligung der Fördermittel zuständigen Gremien. 

Gleichermaßen Dank sagte der Rathauschef jetzt allen ehrenamtlichen und professionellen Helferinnen und Helfern bei dem Projekt, dabei insbesondere auch den Mitgliedern der Ortsgruppe Östringen des Odenwaldklubs, die das Vorhaben aktiv begleiteten und nun künftig der Stadtverwaltung bei etwaigen Beschädigungen oder bei Reparaturbedarf entsprechende Nachricht geben, der städtischen Tourismusbeauftragten Viola Spitzer sowie nicht zuletzt auch dem Gemeinderat, der die für die Initiative erforderlichen städtischen Finanzierungsmittel bewilligt hatte. 

Aus den Händen von Geschäftsführerin Vanessa Göl von der lokalen LEADER-Aktionsgruppe „KraICHgau gestalte mit“ nahm Bürgermeister Geider beim Aktionstag unter dem prasselnden Beifall der zahlreichen Gäste die offizielle LEADER-Förderplakette entgegen, die dokumentiert, dass das Projekt in Östringen nach den Vorgaben des Strategieplans für Deutschland zur Umsetzung der EU-Förderung im Bereich der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) unterstützt wird.

Voll des Lobes für das gelungene Projekt in Östringen war nun auch Janine Müller von Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V., die im Einzugsgebiet des Vereins die Etablierung der neuen Wanderwegebeschilderung koordiniert.

Beim Aktionstag „Östringer Wanderlust“ bestanden die neuen Routenzeiger ihre erste große Bewährungsprobe bei den diversen angebotenen Touren mit Bravour. Während am Vormittag nach der offiziellen Einweihung zunächst ein Spaziergang zum neuen Grenzstein-Lapidarium unweit des Roten Kreuzes am Radweg zwischen Östringen und Odenheim angeboten wurde, konnten sich daran anschließend die Gäste je nach Lust und Laune zwischen der Begehung eines Teilabschnitts des „Brunnenwegs“ des Östringer GEO-Pfads unter Führung von Wolfgang Essig und einer von Josef Holzinger geleiteten Wanderung auf markierten Wegen des Odenwaldklubs entscheiden. 

Erfreulich großen Andrang vermeldeten die Wanderführer auch am Nachmittag bei einer Genusswanderung des Natur- und Vogelschutzvereins Odenheim unter Leitung von Ulrike Walther rund um den Nibelungenort sowie bei einer Rundtour im Bereich der beiden kleineren Östringer Stadtteile, bei der Vorstand Matthias Dewald vom Heimatverein Tiefenbach sowie Eichelbergs Ortsvorsteher Joachim Zorn den Teilnehmenden die landschaftlichen Reize zwischen Kreuzberg und Wigoldesberg sowie besondere Zeugnisse der Orts- und Heimatgeschichte näherbrachten. 

Eine ideale Abrundung erfuhr derAktionstag „Östringer Wanderlust“, den die Wettergötter spätestens ab der Mittagszeit mit strahlendem Sonnenschein feierten, dank der aktiven Unterstützung durch das Weingut Ludwig Honold, die Winzerfamilie Zimmer aus Odenheim sowie das Weingut Heitlinger aus Tiefenbach, deren edle Rebensäfte beim Start oder unterwegs zur Verkostung durch die Teilnehmenden bereitstanden.

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