Normal ist anders – So geht es an den Schulen nach den Sommerferien weiter

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Ein Klassenzimmer / Symbolbild / Archiv

Mehr nah, weniger fern und oft maskiert – so läuft das Lernen ab September

Bereits vergangene Woche hat die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann das Konzept für das kommende Schuljahr vorgestellt, konkretisiert wurden diese Pläne nun durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag. Immer konkreter zeichnet sich der Alltag ab, welcher ab September zum Ende der Sommerferien in Baden Württemberg Einzug halten soll.

Mehr Präsenzunterricht

Während Kita-Kids und Grundschüler bereits seit einigen Wochen wieder in den Genuss eines halbwegs stabilen Präsenzunterrichts kommen, dürfen ab September auch alle Kinder ab Klasse 5 und aufwärts wieder mit einer konstanten Beschulung vor Ort rechnen. Da es mehr als unrealistisch gewesen wäre, die allgemeingültigen Abstandsregeln in den Schulen durchzusetzen, sollen diese hier komplett entfallen. Im Gegenzug werden die Schüler aber in feste Klassen- oder Lerngruppen eingeteilt, welche während des Schulbetriebes möglich unter sich bleiben sollen.

Immer dabei – die Maske

Für die älteren Schüler – dabei bezieht das Kultusministerium auch bereits Zehnjährige ab Klasse 5 ein, gilt zum nächsten Schuljahr die Maskenpflicht, so berichten es mehrere Medien, wie die Schwäbische Zeitung oder der SWR. Die in Supermärkten und Bussen schon längst etablierten Gesichtsbedeckungen, müssen demnach auf dem Pausenhof, auf den Fluren und in den Toiletten getragen werden, kurzum überall, nur nicht während des eigentlichen Unterrichts in den Klassenräumen. Sitzen die Kids zum Unterrichtsbeginn am Platz, können Sie die Mund-Nasen Bedeckungen abnehmen und dem Unterricht unverhüllt folgen. Die Masken werden übrigens vom Land Baden-Württemberg bereitgestellt, eigene Exemplare müssen also nicht zwingend angeschafft werden.

Tests for free

Das gesamte Personal an Kindertagesstätten und Schulen kann sich laut Medienberichten auf Kosten des Landes von Mitte August bis Ende September auf das Coronavirus testen lassen. Zweimal soll es innerhalb dieses Zeitraums besagte Möglichkeit geben, egal ob für Lehrer, Erzieher, Hausmeister oder die Putzfrau.

Fernunterricht mit Prüfsiegel

In einer Presseerklärung des Kultusministeriums betont Susanne Eisenmann „Unser Ziel ist so viel Präsenzunterricht wie möglich. Dennoch müssen wir aber weiterhin mit Fernunterricht rechnen und entsprechend planen“. Damit dieser Fernunterricht nicht wie bisher von Schule zu Schule variiert und in seiner Qualität große Unterschiede aufweist, sollen gewisse Standards dafür gelten. So sollen alle Schüler die gleichen Materialien zur Verfügung gestellt bekommen, sowie regelmäßige Rückmeldungen als auch eine verlässliche Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern gewährleistet werden. Der gesamte Fernunterricht muss zudem dokumentiert werden und Schüler denen die notwendige Hardware nicht zur Verfügung steht, sollen diese von der Schule erhalten, so das Kultusministerium.

Prüfungen werden verschoben

Um zusätzliche Zeit für den Unterricht zu erhalten, Versäumtes nachzuholen und einen Puffer für diese Vorgänge einzubauen, will Kultusministerin Susanne Eisenmann die zentralen Abschlussprüfungen im kommenden Jahr nach hinten verlegen, je nach Schulart zwischen drei und vier Wochen.

Disclaimer

Da die Pandemie im Land zwar als zurückgedrängt, keineswegs aber als überstanden gilt, sind die nun kommunizierten Regelungen aber selbstredend weiterhin vom Infektionsgeschehen im Land abhängig. Um einen besseren Überblick darüber zu behalten und neue Infektionsherde frühzeitig auszumachen, sollen an 16 ausgewählten Einrichtungen im Land, regelmäßig Tests durchgeführt werden. Laut Robert-Koch-Institut dienen diese Sentinelerhebungen dazu, “….epidemische Entwicklungen spezifischer Krankheitsfelder in einer Teil-Bevölkerung bzw. der Bevölkerung insgesamt zu ermitteln….”

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