Nebelland

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Die Welt in Weiß

Die letzten Tage waren regelrecht magisch. Das Hügelland lag inmitten dichter und undurchdringlicher Nebelfelder. Ein Spaziergang durch dieses endlose Weiß ist eine bemerkenswerte Erfahrung. Abgeschnitten von fast allen Sinneseindrücken, ohne Fernsicht oder jegliche Geräusche, lässt plötzlich und unerwartet genügend Platz um ohne jegliche Ablenkungen den eigenen Gedanken nachzugehen.

Die Luft ist so feucht, dass fast der Eindruck entsteht, man atme eine kühle Flüssigkeit ein. Die Füße suchen sich den vertrauten Weg, der kaum mehr als ein paar Meter zu sehen ist. Entlang des Weges tauchen die kahlen Gerippe winterlicher Bäume aus dem Nichts auf und verschwinden nach der Passage ebenso schnell wieder.

Szenen aus der “Unendlichen Geschichte” und dem allesverschlingenden Nichts werden vor dem geistigen Auge wach. Nicht jeder mag einen Spaziergang durch den eng heranrückenden Nebel – manch einer fühlt sich eingeschlossen und verloren in dieser herbstlichen Zwischenwelt.

Eine alte Bauernweisheit sagt “Nebel im Januar macht ein nasses Frühjahr” und wie zur Bestätigung fällt bereits heute Regen im Hügelland. Tatsächlich sollen morgen noch ein paar Tropfen fallen, doch dann kehrt er bereits zurück: Der dichte und geheimnisvolle Nebel. Wirst du eintauchen oder dich zu Hause verstecken?

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