Nach Brand in Bruchsaler Mehrfamilienhaus suchen die Ermittlungsbehörden weitere Zeugen

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Nach dem Brand am späten Samstagabend in Bruchsal, bei dem sich mutmaßlich der bisher noch nicht eindeutig identifizierte 53 Jahre alte Wohnungsinhaber nach der vorsätzlichen Brandlegung selbst das Leben genommen hat, suchen die Ermittlungsbehörden noch weitere Zeugen. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Kriminalkommissariats Bruchsal hätten mehrere Personen das Brandgeschehen von der Gebäuderückseite her beobachtet, und seien nach lauten Knallgeräuschen geflüchtet. Insbesondere diese Personen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0721/666-5555 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

Die Obduktion des Verstorbenen und damit auch die Identifizierung stehen noch aus. Auf den Bewohner sind laut Waffenbesitzkarte mehrere Kurz- und Langwaffen eingetragen. Diverse Schusswaffen wie auch Munition wurden in der Wohnung sichergestellt. Ob es sich dabei durchweg um legale Waffen handelt, bedarf noch weiterer Abklärungen.

Die in Medien berichteten angeblichen Schussfallen, die außer den Waffen gefunden worden sein sollen, haben sich nach der Begehung des Brandortes durch hinzugezogene Spezialisten des Landeskriminalamtes bislang nicht bestätigen lassen. Allerdings dauern auch hierzu noch weiteren Untersuchen an.

Nach Angaben von Zeugen ist während der Löscharbeiten eine Fahne der DDR aus einem Fenster der Brandwohnung heruntergehängt worden. Die Motivation einer solchen Handlung lässt sich aktuell nicht schlüssig erklären. Hinweise auf eine politisch motivierte Gesinnung oder auf eine Mitgliedschaft in einer entsprechenden Gruppierung des 53-jährigen Bewohners gibt es bislang nicht. Vielmehr könnte ein mögliches Motiv darin zu suchen sein, dass ihm die Wohnung vor geraumer Zeit gekündigt worden ist.

Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe / Bild: Feuerwehr Bruchsal (bearbeitet durch Redaktion)

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