Mit dem Trecker über die Äcker

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Was dem Friesen sein Kutter, ist dem Kraichgauer sein Trecker.

Der Aufstieg unseres Hügellandes zu einem der bedeutendsten Agrarzentren der Republik, wäre ohne die sich immer weiter entwickelnde Mechanisierung nicht denkbar gewesen. Als das gute alte Pferdefuhrwerk von den ersten automatischen Landmaschinen abgelöst wurde, haben sich diese immer weiterentwickelt und sind mittlerweile computergesteuerte Hightech-Systeme auf vier schweren Rädern.

Um die Geschichte dieser Entwicklung zu bewahren und ebenso das uralte Wissen aus der Landwirtschaft vieler Jahrzehnte und gar Jahrhunderte, haben sich in Kraichtal die Oldtimer und Schlepperfreunde gegründet. Es ist ein bunter Haufen aus Tüftlern, Sammlern und Enthusiasten die sich unsterblich in die landwirtschaftliche Ingenieurskunst längst vergangener Zeiten verliebt haben. Ein jeder von ihnen hat mindestens einen liebevoll gepflegten Kraftprotz aus der guten alten Zeit in seinem Schuppen stehen, manche von ihnen sogar gleich mehrere. Wann immer es geht lassen Sie die schweren Oldtimer zum Leben erwachen und auf einer Ausfahrt jene Straßen, die sie schon vor Jahrzehnten bevölkerten, wieder zurückerobern.

In den letzten Monaten hat Captain Covid sämtlichen Ausflügen einen Riegel vorgeschoben, am Wochenende war es nun aber endlich wieder einmal soweit. Die auf Hochglanz polierten Veteranen der Feldarbeit reihten sich am Friedhof in Ubstadt in eine lange knatternde und tuckernde Reihe ein um angeführt vom roten Güldner von OSFK-Vorstand Robert Mächtel eine kleine Landpartie anzutreten. Vorbei an der Pauluskapelle, dem Weinort Zeutern, durch Östringen und Bad Schönborn ging die Reise hinauf auf den Letzenberg zur dortigen Kapelle und anschließend zünftigen Einkehr in eine Besenwirtschaft in Malsch.

Wo die bunte Kolonne auch vorbei kam, überall blieben die Menschen stehen und staunten ob der Vielfalt der hier zur Schau gestellten Schmuckstücke aus Feld und Scheune. Wir haben die Abfahrt der Schlepper in einem kurzen Videoclip festgehalten. Viel Spaß damit.

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3 Gedanken zu „Mit dem Trecker über die Äcker“

  1. Schön wenn die Leute Spaß an den alten Maschinen haben. Aber ein grünes Kennzeichen hat bei Spazierfahrten nichts verloren. Wofür gibt es H-Kennzeichen?

    • Hat schon Recht der Mann, kein Grund gleich mit solchen Worten zu werfen :)
      Man hätte wenigstens die Kennzeichen unkenntlich machen können, aktuell ist es eben deutlich zu erkennen, dass die Fahrzeuge NICHT zweckgebunden verwendet werden.
      Ein Schelm wer böses dabei denkt.

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