Kampf dem Verkehrschaos am Bruchsaler Bahnhof

Kampf dem Verkehrschaos am Bruchsaler Bahnhof
Kampf dem Verkehrschaos am Bruchsaler Bahnhof

Jeder Bruchsaler kann von den unübersichtlichen Verkehrsverhältnissen vor dem Bahnhof ein Lied singen. In der Rush-Hour herrscht hier ein unübersichtliches Gewusel aus Fußgängern, Rad und Autofahrern. Die Stadt will dies nun in geordnete Bahnen lenken und testet ein neues Verkehrsmodell am Bahnhofsvorplatz. Mehr dazu in der folgenden Mitteilung aus dem Rathaus:

Testlauf am Bahnhof startet

Geänderte Verkehrsführung am Bahnhofsvorplatz und Einführung einer Fußgängerampel

Bruchsal (pa) | Der Bereich am Bahnhof mit Busbahnhof, der Zufahrt zum Kurzzeitparkplatz und den angrenzenden Verkehrsstraßen stellt mit seinen komplexen Verkehrsströmen und dem hohen Fußgängeraufkommen einen schwierigen und unübersichtlichen Verkehrsknoten dar. Der Gemeinderat der Stadt Bruchsal hat zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse am Knoten Bahnhof/Hildastraße beschlossen, vor einem endgültigen Umbau in einer ersten Stufe die Wirksamkeit der vorgesehenen Entflechtungsmaßnahmen zu prüfen.

Im Zuge einer Umgestaltung des Bahnhofareals sind hier umfangreiche Verbesserungen für die Verkehrssicherheit und Verkehrsabläufe angedacht. Um die Auswirkungen der vorgesehenen Veränderungen vor dem endgültigen Ausbau zu kennen, soll ein Test-Betrieb durchgeführt werden.

Nun ist es so weit: Die Umbaumaßnahmen für den Testbetrieb sollen Anfang Dezember 2017 beginnen und werden voraussichtlich ca. 3-4 Wochen andauern.

Warum ist ein Testlauf geplant?

Wer im Bereich des Bahnhofes Bruchsal mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs ist, kennt die Situation: Zu den Stoßzeiten herrschen unübersichtliche Verkehrsverhältnisse. Schüler und Pendler strömen morgens aus den ankommenden Bahnen und Bussen. Ein Großteil davon eilt in einer langen Schlange über den Zebrastreifen vom Bahnhof in Richtung Innenstadt. Gleichzeitig fahren Busse und Autos über die zentrale Zufahrt beim Busbahnhof und Radfahrer kommen an und fahren ab. Zu guter Letzt versuchen Autofahrer entlang der Hauptachse eine Lücke im Fußgänger- und Fahrzeugstrom zu nutzen, um in dieser Gemengelage voran zu kommen. Diese unübersichtlichen Verhältnisse führen letztlich dazu, dass der Verkehrsknoten ein Unfallschwerpunkt ist.
Mittelfristig ist eine Neuordnung und Aufwertung des Bahnhofareals vorgesehen:
Der Verkehrsknoten Bahnhofplatz / Hildastraße bedarf einer dauerhaften Neuordnung. Die unterschiedlichen Verkehrswege und Zu- und Abfahrten sollen entflochten und die Verkehrsführung von Bus, Auto, Rad und Fußverkehr klarer geregelt werden.

Bevor jedoch endgültige Fakten geschaffen werden, soll ein Test-Betrieb Klarheit schaffen. So kann ausprobiert werden, wie sich die angedachten Veränderungen in der Praxis bewähren oder wo noch nachzubessern ist, bevor der Verkehrsknoten endgültig umgebaut wird.

Wie gestaltet sich der Testlauf?

Kurzzeitparkplatz vorm Bahnhof:
Die Zu- und Abfahrt des Kurzzeitparkplatzes wird im südlichen Teil des Parkplatzes gebündelt und gleichzeitig die bisherige Zufahrt vom Busbahnhof geschlossen. Damit wird der Knoten „Zufahrt Kurzzeitparkplatz – Ausfahrt Busbahnhof – Laufweg der Fußgänger vom Bahnhof“ um eine Verkehrsbeziehung reduziert.
Der Parkplätze werden ummarkiert (Senkrechtstellplätze statt Diagonalparken) und am nördlichen Ende des Kurzzeitparkplatzes wird eine Wendemöglichkeit eingerichtet. Leitschwellen verhindern als bauliches Provisorium während der Testphase ein Durchfahren vom Busbahnhof her.

Fußgängerüberweg (Zebrastreifen):
Der Zebrastreifen an der Ecke Bahnhofplatz/Hildastraße wird durch eine Bedarfsampel ersetzt. Fußgänger fordern ihre Grünphase durch Anforderungstaster an. Die Ampel ist mit Sensoren ausgestattet, um zu erkennen, wie viele Fußgänger an der Ampel warten. Die Grünphase wird entsprechend verlängert, wenn besonders viele Fußgänger unterwegs sind.

Neue Querungshilfe für Fußgänger:
Fußgänger suchen sich möglichst den kürzesten, nicht unbedingt den sichersten Weg zum Überqueren einer Straße, wie ein Trampelpfad im Grünstreifen zwischen Kurzzeitparkplatz vor dem Bahnhofsgebäude und der öffentlichen Straße belegt. Mit einer Querungsinsel folgt die Planung dieser Tatsache und sichert und erleichtert in diesem Bereich der Straße Bahnhofplatz künftig das Überqueren durch Fußgänger.

Die Testphase dient dazu, Erkenntnisse und Daten über die Auswirkungen des Verkehrskonzeptes zu gewinnen. Dazu ist auch wichtig zu wissen, wie die Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer, ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Fahrzeug, die Veränderungen sehen. Konstruktives Lob und Kritik nimmt das Ordnungsamt entgegen unter ordnungsamt@bruchsal.de

Der Baubeginn ist (witterungsabhängig) in der 49. Kalenderwoche vorgesehen (Anfang Dezember); Dauer des Umbaus: ca. 3-4 Wochen

Bildtext: Plan für die Neuordnung des Bahnhofsareals
Foto: pa

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