Hundehalter in Angst – Erneuter Giftköder-Fund in Ubstadt-Weiher

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Hund beim Tierarzt / Symbolbild

Hundehasser treiben in der Region ihr Unwesen

Hundebesitzer im ganzen Landkreis Karlsruhe gehen derzeit mit einem flauen Gefühl im Magen mit ihrem Vierbeiner Gassi. Überall in der Region häufen sich in den vergangenen Tagen und Wochen die Meldungen über Funde von präparierten Fressködern. Manche davon sind mit Gift versehen worden, wiederum andere mit scharfen Fremdkörpern wie beispielsweise Rasierklingen. Die Art und Weise wie ein Hund nach dem Verzehr dieser tödlichen Fallen stirbt, mag man sich gar nicht vorstellen. Einen grausameren Tod dürfte es vermutlich kaum geben.

Nachdem es in Ubstadt-Weiher bereits Anfang des Monats zwei Verdachtsfälle auf solche Giftköder gegeben hatte, wurde nun ganz aktuell ein neuer Fall bekannt. So soll ein Hund auf dem Feldweg zwischen den Ortsteilen Stettfeld und Zeutern einen präparierten Köder zu sich genommen und danach Vergiftungssymptome aufgewiesen haben. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, attestiert die behandelnde Tierklinik aller Wahrscheinlichkeit nach eine Vergiftung mit einer entsprechenden Substanz.

Vor einigen Tagen kam es zu einem ähnlichen Vorfall im Bruchsaler Stadtteil Helmsheim. Hier wurden präparierte Fressköder aufgefunden, die ein Unbekannter mit Teppichmessern geschickt hatte.

Bestätigte Fälle weiterer Fressköder gab es in den letzten Tagen auch im südlichen Landkreis Karlsruhe, vornehmlich in der Region um Rastatt. Derzeit sorgt ein Beitrag des Tierheims Rastatt in den sozialen Medien für große Unruhe. Die veröffentlichte Liste betroffener Städte und Gemeinden umfasst dabei Dutzende von vermeintlichen Fundorten, darunter beispielsweise auch Karlsdorf und Östringen. Die Polizei konnte auf Nachfrage einen großen Teil dieser Fundorte nicht bestätigen, im nördlichen Landkreis Karlsruhe gelten bislang nur die oben aufgeführten Funde in Bruchsal und Ubstadt-Weiher als sicher.

Nichtsdestotrotz sollten Hundehalter überall in der Region derzeit besondere Sorgsamkeit walten lassen. Hunde sind am besten an der Leine zu führen und wer auf Nummer sicher gehen möchte, für den empfiehlt sich das Anlegen eines Maulkorbs um das unbeabsichtigte Verschlucken von präparierten Fressködern zu verbinden.

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