Zaisenhausen feiert bei strahlendem Sonnenschein einen der schönsten Umzüge seit langem
Es gibt Tage, an denen einfach alles passt – und der Faschingsumzug in Zaisenhausen war genau so ein Tag. Schon Stunden bevor sich der bunte Tross überhaupt in Bewegung setzte, war die Ortsmitte im Ausnahmezustand. Fröhliche Menschen füllten die Straßen, es wurde gelacht, gesungen und getanzt. Kein Wunder, schließlich hatte Petrus offenbar selbst seine Narrenkappe aufgesetzt und dem kleinen Kraichgau-Dorf einen perfekten Frühlingstag im Februar geschenkt. Temperaturen, die fast schon T-Shirt-tauglich waren, und eine Sonne, die vom wolkenlosen Himmel strahlte – Jackpot Zaisenhausen, Volltreffer und versenkt!
Die Hauptstraße der kleinsten Kraichgau-Gemeinde verwandelte sich in ein buntes Menschenmeer, so voll, dass der Berliner Ku’damm sich glatt eine Scheibe abschneiden könnte. Menschentrauben, wohin das Auge blickte – und alle fröhlich, alle guud druff! Spontane Polonaisen wanden sich durch die Menge, und selbst der letzte Tanzmuffel ließ sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken. Im Schatten der imposanten Zwillingskirche wurde geschunkelt und gewippt, und die Musik brachte selbst die steinernen Fassaden zum Vibrieren.




































Dann endlich der erlösende Moment: Das markante Dröhnen des Feuerwehrautos, auf Hochglanz poliert, kündigte den Start des Umzugs an. Wie ein majestätisches Flaggschiff bahnte sich das große Einsatzfahrzeug den Weg durch die Menge, gefolgt von den Floriansjüngern und natürlich der geballten Prominenz der Zaiseheiser Narrenschaft. Claus und Clausine mit höfischem Winken, gefolgt von den supAHelden, die mit ihren bunten Kostümen für staunende Blicke sorgten. Und dann – wie könnte es anders sein – die Esselgugga, die mit ihren treibenden Rhythmen und schmetternden Trompeten die Straßen zum Beben brachten.
Doch das war längst nicht alles. Zaisenhausen hatte keine Mühen gescheut, um auch Gäste aus der Nachbarschaft und darüber hinaus einzuladen. Die Feuerwehrkapelle aus Sulzfeld sorgte für musikalische Glanzpunkte, die Mignons wuselten frech durch die Straßen, und selbst die Teletubbies hatten sich auf den weiten Weg gemacht, um mit den Zaiseheisern zu feiern.
Vom Ortsausgang Richtung Sulzfeld bis hinauf zum Clubhaus des TSV Zaisenhausen, der die Organisation des Umzugs mit Bravour gemeistert hat, verwandelte sich der Ort in eine einzige lange Partymeile. An jeder Ecke gab es etwas zu entdecken: Kleine Bars, die mit frisch gemixten Drinks lockten, Imbissstände mit Bratwurstduft in der Luft und überall strahlende Gesichter. Die Verheißung auf eine After-Ápres-Umzug-Party bis in den jungen Morgen hing förmlich in der Luft, und man konnte schon spüren, dass dieser Tag in die närrische Geschichte des Ortes eingehen würde.
Mit jedem Meter, den der Umzug zurücklegte, wuchs die Begeisterung. Die Zuschauer klatschten im Takt, Kinder sammelten Guzele, und manch einer legte sogar ein Tänzchen auf dem Bürgersteig hin. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als die letzten Sonnenstrahlen des Tages die Straßen in goldenes Licht tauchten – der perfekte Übergang zur großen Party, die hinterher noch lange andauern sollte.
Zaisenhausen hat es mal wieder geschafft: Ein Umzug, der alle Erwartungen übertroffen hat, eine Feier, die keine Wünsche offen ließ. Und während die letzten Töne der Guggenmusik verklangen, blieb eines sicher: Der nächste Umzug kann kommen – und die Zaiseheiser werden ganz sicher wieder ganz aus dem Häuschen sein!
