Der Gemeinderat der Gondelsheim hat in seiner Sitzung am 27. Januar 2026 einstimmig beschlossen, ein Flurneuordnungsverfahren im Außenbereich der Gemeinde einzuleiten. Anlass sind vor allem die Folgen von Starkregen und Hochwasser, die sich beim Unwetter im August 2024 in Gondelsheim und Bruchsal deutlich gezeigt hatten, wie die Gemeinde in einer Mitteilung informiert.
Ziel der Flurneuordnung ist es nicht, landwirtschaftliche Flächen neu zuzuschneiden, sondern wirksame Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Geplant sind unter anderem Maßnahmen zum Hochwasser- und Erosionsschutz, zur Verbesserung der Entwässerung, zur Renaturierung von Gewässern sowie ein zukunftsfähiges Wegenetz. Die Ergebnisse des kommunalen Starkregenrisikomanagements sollen dabei eng eingebunden werden. Bürgermeister Ruppbetonte, dass Starkregen und Hochwasser reale Risiken seien, auf die die Gemeinde reagieren müsse.
Auch wenn das Verfahren mehrere Jahre dauern wird, sollen wo möglich bereits frühzeitig einzelne Maßnahmen umgesetzt werden. Gleichzeitig setzt die Gemeinde auf einen ökologischen Mehrwert: Ein Prozent der Verfahrensfläche ist hierfür vorgesehen, etwa für Gewässerrenaturierungen oder Biotopverbundmaßnahmen. Förderquoten von bis zu 70 Prozent sind möglich.
Mit dem Beschluss des Gemeinderates ist der formale Startschuss gefallen. In den kommenden Monaten will die Gemeinde den Antrag beim Land Baden-Württemberg stellen und das Verfahren weiter voranbringen.
