Eine geheime Oase – Der Bruchsaler Waldtempel

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Ein mystischer Ort

Ein Kraftort mitten im Kraichgau

Es gibt, tief versteckt im Heidelsheimer Wald, einen Ort der so schön ist, dass man unwillkürlich stehen bleibt und sich in Stille und Demut ehrfürchtig umsieht. Kaum jemand kennt diesen Ort, denn er ist weder über reguläre Pfade zu erreichen noch auf irgendeiner Karte verzeichnet. Dort finden sich unzählige uralte Buchen – manche davon rund 200 Jahre alt, die ungestört und unbehelligt durch Kettensägen oder Äxte wachsen und leben dürfen.

Dieser kleine, inoffizielle Bannwald, geht auf ein Forschungsprojekt der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) zurück. Vor genau 30 Jahren erklärte die Behörde dieses Waldstück zu einer Art Testgelände, auf dem durch regelmäßige Probenentnahmen Umwelteinflüsse auf den Wald dokumentiert werden sollten. Das Bruchsaler Forstamt erhielt damals die stolze Summe von 400 D-Mark dafür, diesen Buchenwald weder zu betreten, noch zu bewirtschaften. Abgesehen von den Bannwäldern bei Untergrombach, findet sich kaum an anderer Stelle ein derart Art natürlich gewachsenes Waldgebiet, wie auf diesem besonderen kleinen Flecken Erde. Die Buchen sind in schwindelerregende Höhen gewachsen und bilden im Sommer wenn ihre Kronen voll belaubt sind, eine geschlossene grüne Decke. Aus diesem Grund nennt man dieses Waldstück auch einen Hallenwald, da es hier bei wenig Sonnenlicht regelrecht dunkel werden kann. Spätestens dann entfaltet dieser Ort eine Atmosphäre und eine Mystik, die jeden dafür empfänglichen Besucher tief im Inneren berühren. Man kann sich auf den bemoosten Waldboden legen, den Blick nach oben in das unendliche Blätterdach richten, den süßen Duft von Maiglöckchen und Buschröschen einatmen und das unablässige Zwitschern der Vögel hören.

Noch ist der Buchenwald in Heidelsheim nackt und kahl, wie unsere Bilderserie deutlich zeigt, doch schon heute spürt man die besondere Aura dieses Ortes, in dem der Frühling bald Einzug hält. Wer diesen Kraftort gerne besuchen möchte, der muss sich einfach nur auf Google Maps das Waldstück zwischen Helmsheim, Heidelsheim und Büchig ganz genau von oben ansehen. Dort wo das Blätterdach besonders dicht und lückenlos ausfällt, kann die Suche beginnen…

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