Ein Glas Bruchsaler Trinkwasser auf den Weltwassertag

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Das diesjährige Motto des 1992 ins Leben gerufenen UN-Aktionstages ist Water for Peace

Wasser ist kostbar und die wichtigste Ressource allen Lebens auf der Erde. Daran erinnert der Weltwassertag der Vereinten Nationen. Jedes Jahr, so auch am 22. März 2024, werden Aktionen und Diskussionen rund um das Thema Wasser angeregt. Der diesjährige Tag steht unter dem Motto „Wasser für den Frieden“. Etwa zwei Drittel der Erde (der „blaue Planet“) sind mit Wasser bedeckt. Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland liegt bei knapp 130 Litern Trinkwasser täglich pro Person. Davon werden lediglich zwei bis drei Liter zum Trinken und Kochen verwendet. Im Vergleich zu anderen Industriestaaten hat Deutschland einen relativ niedrigen Verbrauch. Gleichzeitig gehört es zu den wasserreichen Ländern der Erde.

Aus fünf Brunnen in Bruchsal und drei Brunnen in Heidelsheim, die alle in den Förderprozess mit eingebunden sind, versorgen die Stadtwerke Bruchsal rund 9.000 Haushalte und damit 42.000 Menschen mit weichem Trinkwasser. Das Wasserwerk Bruchsal versorgt die Kernstadt sowie die Stadtteile Unter- und Obergrombach, das Wasserwerk Heidelsheim die Stadtteile Heidelsheim und Helmsheim zuverlässig mit Trinkwasser. Die Förderung liegt bei 2,6 Millionen Kubikmetern Trinkwasser jährlich. Dafür sorgen der Bereichsleiter Wassergewinnung, Wassermeister Ralf Frank, und sein Kollege Christian Bader, die auch außerhalb ihres Dienstes rund um die Uhr in Rufbereitschaft sind, sowie die beiden Monteure Jan-Niklas Rütz und Simon Schlusche. „Die durchschnittlichen jährlichen Fördermengen sind im Rückblick relativ konstant gewesen – unabhängig von besonders heißen Sommern. Unser Ziel ist es, maximale Qualität und nachhaltige Förderung durch optimale, prozessangepasste Verteilung der Fördermengen zu erreichen“, so der Anspruch von Ralf Frank.

Dafür gibt es 30 Vorfeldmessstellen, an denen regelmäßig der Grundwasserstand und der Nitratgehalt gemessen werden. Seit den ersten Aufzeichnungen im Jahr 1967 ist der Grundwasserspiegel um rund 20 cm zurückgegangen. Der Nitratwert im Grundwasser, der in den Achtzigerjahren bei 90 mg/Liter lag, konnte mittlerweile dank konstruktiver Beratungen der Landwirte durch das Landwirtschaftsamt auf 35 mg/Liter verringert werden. Die Stadtwerke fördern Grundwasser, das in Form von zwei Rohwasserströmen aus Feld- und Waldbrunnen gemischt ins Wasserwerk kommt. Dort wird es in drei Schritten zu Trinkwasser aufbereitet – zunächst über eine Enteisenung und Entmanganung, dann über eine Entsalzung (insbesondere Nitrat, Sulfat, Calcium und Magnesium) durch Niederdruck-Umkehrosmose, anschließend wird das teilentsalzte Wasser wieder mit hartem Wasser verschnitten. Über Flachbettbelüfter wird Luft eingeblasen und so die im Wasser befindliche Kohlensäure ausgetrieben.

Am Ende werden die Bruchsaler Haushalte mit weichem Wasser (8°dH) beliefert. Der Nitratwert liegt dann bei 8,5 (Bruchsal, Unter-, Obergrombach) bis 10 mg/l (Heidelsheim, Helmsheim). Bei so viel Aufwand zur Sicherung der Trinkwasserqualität sollte man wesentlich öfter das frische und qualitativ hochwertige Leitungswasser dem Trinkwasser in PET- oder Glasflaschen vorziehen und den Wandel beschleunigen – vom Flaschenwasser zum Leitungswasser. Am Ende ist die Wasserwende ökonomischer wie auch ökologischer, man spart Geld und reduziert seinen CO2-Fußabdruck.

„Quellen“/Links:

Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Bruchsal GmbH, Autor: Thilo Wüstenhagen

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