Die Tub´ bleibt in Hambrücken

|

Verkaufspläne zurückgezogen – Linhardt will Werk in Hambrücken halten – Wechsel an der Spitze

Wer beim Blick auf die neuesten Nachrichten aus dem Hause Linhardt ein leises Déjà-vu verspürt, liegt damit nicht ganz falsch. Bereits im Mai 2023 kündigte der Verpackungsspezialist aus dem bayerischen Viechtach an, sich von dem Standort trennen zu wollen, um im selben Sommer die Rolle rückwärts zu vollziehen und sogar Ausbaupläne zu schmieden. Etwas ähnliches wiederholte sich im April des vergangenen Jahres, als das Unternehmen im Zuge einer strategischen Fokussierung auf den Werkstoff Aluminium erneut den Verkauf anstrebte.

Nun liegt wieder eine neue Mitteilung auf dem Tisch, die abermals eine überraschende Wende einleitet. Die Gesellschafterversammlung entschied sich nach reiflicher Beratung dazu, die Verkaufspläne endgültig ad acta zu legen. Das Werk bleibt damit fester Bestandteil der Linhardt Group.

Ausschlaggebend für diesen Schritt waren im Vorfeld klar definierte Kriterien für den Verkauf. Im Fokus standen hier klar der Erhalt des wertvollen Know-hows im Bereich der Kunststofftuben, die langfristige Zukunftsfähigkeit des Standortes sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit der Belegschaft, den Kunden und den Partnern.

Um Hambrücken innerhalb der Kunststoffsparte noch eigenständiger und krisenfester aufzustellen, laufen bereits die ersten organisatorischen Anpassungen und strategischen Weiterentwicklungen. Auch personell wurden rechtzeitig die Weichen gestellt: Seit dem 24. März dieses Jahres leitet Helmut Kohlmeier die Geschicke der LINHARDT Hambrücken GmbH als Geschäftsführer, um dem Standort in bewegten Zeiten die nötige Stabilität und Verlässlichkeit zu geben.

Strategischer Wechsel auch an der Konzernspitze: Abschied von CEO Johannes Schick

Die Neuaufstellung in Hambrücken ist jedoch nicht die einzige weitreichende Veränderung in der Unternehmensgruppe. Fast zeitgleich kommt es zu einem bedeutenden Wechsel an der obersten Führungsspitze: Johannes Schick hat seine Funktion als Chief Executive Officer und Geschäftsführer der gesamten LINHARDT Group sowie aller Tochtergesellschaften zum 28. Mai niedergelegt und ist im besten gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausgeschieden.

CEO a.D. Johannes Schick

Die Eigentümerfamilie blickt auf sieben erfolgreiche Jahre zurück und dankt Schick für seinen großen persönlichen Einsatz. Unter seiner Leitung hat die Gruppe eine beachtliche Entwicklung durchlaufen und hielt selbst in Zeiten weltweiter Krisen Kurs.

Maßgeblich geprägt wurde seine Amtszeit durch die strategische Ausrichtung auf Aluminiumtuben für die Pharmaindustrie, mit der Linhardt die Weltmarktführerschaft erringen konnte. Auch die Übernahme und Integration der indischen Pioneer Group sowie die umfassende Digitalisierung und Automatisierung aller Standorte fallen in seine Ägide. Neben seinen Aufgaben im Unternehmen vertrat Schick die Linhardt Group zudem in verschiedenen Ehrenämtern, um die öffentliche Wahrnehmung des Verpackungsspezialisten zu stärken. Für die stets sehr gute Zusammenarbeit bedankt sich das Unternehmen herzlich und wünscht ihm für seinen weiteren Lebensweg, sowohl beruflich als auch privat, alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Schreibe einen Kommentar

Liebe Leser/innen, bevor Sie nun Ihren Kommentar absetzen, hier noch ein paar kurze Hinweise: Unsere Kommentarspalte ist nicht die Bruddelecke. Konstruktive und reflektierte Meinungen sind uns willkommen, Gemotze ohne Substanz dagegen nicht. Bleiben Sie fair, bleiben sie freundlich. Beleidigungen, Herabwürdigungen, überzogene Polemik oder unbelegte Behauptungen / Unterstellungen werden von uns weder veröffentlicht noch gibt es eine Diskussion darüber. Danke! Zum Datenschutz: Wir speichern über die von Ihnen übermittelten Angaben weder personenbezogene Daten oder IP-Adressen, noch werden Cookies gesetzt. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklärung