Brillen für die Welt

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In über 40 Jahren mehr als 49.000 Altbrillen für die Dritte Welt gesammelt

Initiative von Heinrich Zibuschka fand Unterstützung in der ganzen Region

Der frühere Tiefenbacher Schulrektor Heinrich Zibuschka konnte jetzt ein weiteres Mal eine „Wertstoffsammlung“ der besonderen Art erfolgreich abschließen und 2.724 von ihm zusammengetragene gebrauchsfähige Altbrillen an die Aktion BrillenWeltweit des Deutschen Katholischen

Blindenwerks e.V. übergeben. Im Rahmen des von ihm Ende der 1970-er Jahre begonnenen Ehrenamtsprojekts brachte der pensionierte Odenheimer Pädagoge damit in den zurückliegenden mehr als vier Jahrzehnten insgesamt weit über 49.000 ausgediente Augengläser auf den Weg zu bedürftigen Menschen in entfernten Erdregionen.

Eine Zwischenstation machen die Altbrillen aus dem Kraichgau jeweils in der Zentrale von BrillenWeltweit in Koblenz. Dort werden die aus ganz Deutschland eintreffenden gebrauchten Sehhilfen von mehr als 80 Langzeitarbeitslosen gereinigt, auf Materialfehler überprüft, aufgearbeitet, vermessen, registriert und versandfertig verpackt, bevor sie zum Transport in Entwicklungsländer rund um den Globus freigegeben werden. Beim Versand der Altbrillen kann sich die Initiative BrillenWeltweit auf detaillierte Anforderungen ihrer Partnerorganisationen vor Ort stützen, so dass die einzelnen Lieferungen dann jeweils tatsächlich auch die konkret benötigte Anzahl von Damen-, Herren- oder Kinderbrillen mit der erforderlichen Sehstärke beziehungsweise Dioptrienzahl umfassen.

„Nach wie vor können sich viele Menschen in der Dritten Welt, deren Augenlicht schwindet, eine passende Sehhilfe einfach nicht leisten“, weiß Heinrich Zibuschka und ihn erfüllt große Dankbarkeit, dass seine Brillensammlung in Östringen und im weiten Umkreis zu einem solchen Erfolg und „Dauerbrenner“ wurde. „Über all die Jahre hinweg konnte ich immer wieder so viele Menschen finden, denen es ein großes Bedürfnis ist, auf diese Weise zu helfen und ein gutes Werk zu tun“, blickt der mittlerweile 80-Jährige auf seine ganz besondere Sammelaktion zurück, die er erstmals anlässlich der Premiere der Östringer Kulturtage 1978 organisiert hatte.

Bei der jüngsten Übergabe zahlreicher prall mit Altbrillen gefüllter Kartons musste Zibuschka seinem langjährigen Ansprechpartner bei BrillenWeltweit, Johannes Klein, nun jedoch auch eröffnen, dass er seine karitative Tätigkeit alters- und gesundheitsbedingt nicht mehr weiter fortführen kann. In seiner Eigenschaft als Koordinator von BrillenWeltweit dankte Klein bei seiner Visite in Odenheim Heinrich Zibuschka nachdrücklich für die langjährige und so wirkungsvolle Unterstützung der auf allen Kontinenten tätigen Hilfsinitiative.

Redaktion: Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

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