Brettener Feuerwehr befreit Baby-Igel aus lebensbedrohlicher Lage

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Am Sonntagnachmittag eilte die Feuerwehr Bretten zu einem berührenden Rettungseinsatz in der Bertholdstraße.

Dank der aufmerksamen Beobachtung einer besorgten Familie wurde ein hilfloses Igelbaby in einem Mauerspalt zwischen einer Garage und einer Begrenzungsmauer entdeckt. Die Igel-Mutter und ein weiteres Jungtier waren in höchster Aufregung und liefen neben der unglücklichen Stelle auf und ab. Der kleine Igel befand sich in einer ausweglosen Lage und konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien.

Laut Feuerwehrpressesprecher Achim Pleyer gestaltete sich die Rettung für die herbeigerufene Feuerwehr ebenfalls äußerst anspruchsvoll. „Die Igelstacheln, funktionieren wie Widerhaken, das macht es unmöglich, dass wenige Wochen alte Tier einfach aus dem Spalt herauszuziehen“ sagt Pleyer. In einer aufwendigen Rettungsaktion griffen die Feuerwehrleute zu Schaufel und Spaten, um das Erdreich hinter der Mauer vorsichtig abzutragen. Dadurch wurde der Spalt erweitert, sodass sie schließlich mit Spezialwerkzeug den Igel erreichen konnten.

Nach etwa einer Stunde war es den Helfern gelungen, das Tier erschöpft, aber unverletzt zu befreien. Nachdem der gerettete Igel mit Wasser versorgt wurde und sich etwas ausgeruht hatte, wurde er von der Feuerwehr nach Rücksprache mit dem medizinischen Tierrettungsdienst, zurück in die Freiheit und zu seiner Igelfamilie entlassen.

Text und Bild: Achim Pleyer

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