Wie jedes Jahr, appellieren Politik, Polizei und Gesundheitswesen für ein gemäßigtes Silvester und das Verbot privaten Feuerwerks. Wie jedes Jahr, werden ihre Forderungen wahrscheinlich einfach verhallen, obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung sich genau das wünscht.
Eine Meinung von Philipp Martin
Silvester, eigentlich ein schöner Abend, um das alte Jahr gemütlich ausklingen zu lassen, das neue Jahr zu begrüßen und vielleicht ein paar tiefere Gedanken in Angriff zu nehmen.. Eine Art Bestandsaufnahme – wo stehe ich im Leben, was ist wichtig, was ist weniger wichtig und wohin könnte die Reise gehen? Das ist zumindest eine Option, diesen letzten Tag des Jahres zu verbringen, andere setzen stattdessen auf Party und losgelöst das Feiern. Nichts dagegen einzuwenden, doch die persönliche Freiheit des einen endet bekanntlich dort, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.
Eingeschränkt fühlen sich an Silvester tatsächlich viele Menschen. Eingeschränkt, belästigt, verängstigt und teilweise auch bedroht. Denn privates Feuerwerk, nicht selten gezündet von alkoholisierten Nutzern, kann enormen Schaden anrichten. Schon Tage vor Silvester berichtet die Polizei von ersten Vorkommnissen, darunter schwere Verletzungen, Brände und Sachschäden. So häufen sich wie in den Jahren davor, vermutlich wie immer ungehört und ohne Folgen, die Appelle der Politik, aber auch der Polizei und medizinischer Institutionen.
Mit Blick auf den Jahreswechsel wirbt so auch die Landesregierung in Baden-Württemberg erneut für ein möglichst entspanntes und sicheres Silvester. Wie das Innenministerium gemeinsam mit dem Umwelt- und dem Gesundheitsministerium in einer aktuellen Mitteilung erläutert, muss Feiern nicht zwangsläufig laut und riskant sein. Empfohlen wird stattdessen das sogenannte kleine Feuerwerk der Kategorie 1, etwa Wunderkerzen, Tischfeuerwerk oder leise Fontänen. Sie sorgen für Stimmung, verursachen aber deutlich weniger Lärm, Müll und Verletzungen.
Parallel dazu hat sich die öffentliche Debatte um privates Böllern in diesem Jahr dennoch spürbar weiter zugespitzt. Kurz vor Silvester ist das Stimmungsbild in Deutschland klar: Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung spricht sich mittlerweile für ein Verbot privaten Feuerwerks aus. Die jährlichen Erfahrungen mit Verletzten, Sachschäden und massiven Belastungen für Rettungsdienste haben die Akzeptanz deutlich sinken lassen.
Diese Einschätzung teilen wie gesagt auch reichlich Fachleute. Vertreter der Polizei sowie Ärztepräsident Klaus Reinhardt haben sich zuletzt klar für ein Verbot ausgesprochen. Sie verweisen auf überlastete Notaufnahmen, millionenschwere Folgekosten für Einsätze und Reinigung, schwere Verletzungen und dauerhafte Hörschäden. Hinzu kommen psychische Belastungen und Angstreaktionen bei Menschen und Tieren, erhebliche Umweltverschmutzung durch Feinstaub sowie große Mengen Müll, die vielerorts noch Tage nach Silvester beseitigt werden müssen.
Tatsächlich sind die Tage vor und teilweise auch nach Silvester ein einziger Spießrutenlauf. Zu früh gezündetes Feuerwerk, Betrunkene, die mit Sprengstoff völlig unbedarft hantieren, zugemüllte Straßen und in den Stunden vor und nach dem Jahreswechsel werden Innenstädte und Wohngebiete quasi unpassierbar – oder zumindest nicht gefahrlos. Diese Bedenken alle beiseite zu fegen, eine vermeintliche Verbotskultur zur Verteidigung heranzuziehen, ist eingedenk der deutlichen Mehrheit der Menschen in diesem Land, die sich ein Ende dieser Zustände wünschen, einfach nicht mehr haltbar. Feuerwerk? Aber gerne, dann aber professionell organisiert und zentral. Alles andere ist schlicht nicht mehr vermittelbar.

Danke! Und Euch einen guten und hoffentlich gesunden Start ins neue Jahr!
Ja, es geht nur ums Geld.
Und dem Wohl einer Firma…weco, 260 Arbeitnehmer, drei (!!!) Geschäftsführer.
Versorgen halb Europa mit den ach so verantwortlichen Feuerwerk…nachhaltig.
Fehlt nur noch der Aufdruck „vegan“!
Und die Politik untätig bis zum Erbrechen!
Und die Last und Kosten trägt die Allgemeinheit und die Umwelt…
Ich lese nur Verbot, Verbot, Verbot.
Eine andere Möglichkeit fällt keinem ein?
Doch, eine steht auch im Text, kontrolliert es, öffentliches Feuerwerk. Sicher und für alle
Zink – Feuerwerk in Cleebronn – wie viele Beschäftigte? Da kommt es doch ein paar Arbeitslose mehr oder weniger NICHT an ! Das ist der doch neue Trend in Deutschland. Bei Wacker – Chemie in Burghausen dürfen 1500 Mitarbeiter gehen, weil die Energie NICHT mehr zu bezahlen ist. Aber macht doch NIX Hauptsache ALLES wird / ist klimaneutral. Wer braucht schon Wohlstand? KEIN Mensch. Und wenn aus diesem Land ein 3. Welt- Land wird ? Was macht das .? Hauptsache alles ist klimaneutral.
Durch das Böllerverbot direkt zum Dritte-Welt Land, möglicherweise ein bisschen zu viel Polemik?