Im finsteren Wald

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Ganz unbemerkt versank Forsts Bürgermeister Bernd Killinger in einer schweren Depression, bis eines Tages nichts mehr ging…

von Stephan Gilliar

Warm scheint die Märzensonne auf die blassgelbe Fassade des Forster Rathauses. Auf dem großen Platz sitzen schon die ersten Menschen im Freien, nippen an ihrem Kaffee, genießen diesen unverhofften Frühlingstag in vollen Zügen. Nebenan im Rathaus hört man vom aus dem Winterschlaf erwachenden Leben draußen kaum etwas. Die dicken Mauern des uralten Hauses dämpfen jegliche Geräusche, die breiten Korridore gähnen mir in ihrem Halbdunkel entgegen. Die Schritte der Menschen, die an diesem Vormittag im Haus unterwegs sind, lassen die alten Dielenbretter unter dem Filzteppich knirschen.

Dann kommt er um die Ecke. Groß gewachsen, hager, die ernsten Augen nur von einem vagen Lächeln umspielt. Freundlich und verbindlich ergreift er meine Hand, schenkt mir seine ganze Aufmerksamkeit, ist in diesem Moment ganz und gar hier. Was mir dennoch ebenfalls sofort ins Auge springt: Bernd Killinger ist weniger geworden, hat körperlich abgenommen, wirkt schon fast etwas zerbrechlich in seinem dicken Wollpullover, unter dem man förmlich die Wölbung seines Rippenbogens auszumachen meint. Sein drahtiges und dichtes Haar ist hier und da grau geworden, um die blauen Augen liegt eine leichter Schatten. Er macht das Beste daraus… das Profilbild auf seinem Instagram-Account zeigt ihn in einem sportlichen Hoodie, lächelnd, in den Händen einen Basketball.

Dennoch, vor mir steht ein Mann, dem die Strapazen und, ja, auch die Qualen noch anzusehen sind, denen er im zurückliegenden Jahr ausgesetzt war. Er mag körperlich weniger geworden sein, alles andere an ihm strahlt aber eine Lebendigkeit, eine Art elektrisches Rauschen aus, das ich die letzten Male nicht gespürt habe. Bernd Killinger ist wieder zurück. Zurück hier im Forster Rathaus, in dem er seit seiner Wahl zum Bürgermeister 2017 so viel Zeit verbracht hat und das ihn – so erzählt er als wir durch die Flure gehen, irgendwie auch an sein eigenes Elternhaus erinnert. In Haiterbach bei Calw, einem Dorf mit weniger als 6000 Einwohnern, ist er auf die Welt gekommen, damals vor bald 50 Jahren. Wie das Forster Rathaus war auch sein Heim ein altes Amtsgebäude mit hohen Decken, hölzernen Kassettentüren und breiten Korridoren. “Mein Vater hat immer damit gerungen, die hohen Kosten dieses Hauses begleichen zu können”, erzählt er und fügt hinzu – den Blick in weiter Ferne – “gut, dass es jetzt weg ist”. Es ist nicht das einzige Momentum, in dem sich Bernd Killingers Privat- und Berufsleben untrennbar verflechten – vielmehr scheint es, als hätten sie sich nie wirklich getrennt.

Bernd Killingers Vater starb vor rund zwei Jahren, entkräftet und ausgezehrt, die letzten Wochen nur von Morphium über dem Horizont gehalten. Bernd hat sich gekümmert, hat alles organisiert, war so oft in der Heimat wie es ihm möglich war. Die Versorgung, die Trauerfeier, die Trauerrede, die Abwicklung all dessen was danach kam. Bernd hat sich gekümmert, wie er sich immer gekümmert hat, auch zu einer Zeit, als das niemals hätte seine Aufgabe sein dürfen. “Ich hatte eigentlich keine Pubertät, keine Sturm und Drang Zeit, war immer der Vernünftige, der, der sich um alles gesorgt hat”, erzählt er mir in seinem Büro, von dem aus man auch die Mauern des alten Hauses arbeiten und ächzen hört. „Ich habe den Tod meines Vaters in eine Schublade gepackt – als eine weitere Aufgabe, die erledigt werden muss.“ 

Ja, das ist der Fluch all jener, die viel zu früh Verantwortung übernehmen mussten, deshalb nie gelernt haben, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, die eigenen Grenzen zu achten und ein angemessenes Maß an Selbstliebe zu praktizieren. Auch Bernd Killinger unterteilt sein gesamtes Leben, ungeachtet dessen ob es die Zeit und die Herausforderungen innerhalb der eigenen Familie, oder die politische Arbeit im Rathaus betrifft, in Projekte ein. In To-do Listen, in kleine und große Probleme, die es einfach nur zu lösen gilt. Das ist fast etwas, dass er mantraartig wiederholt – Probleme, die es einfach zu lösen gilt. Die Art und Weise, wie er dabei vorgeht, ist so beständig, aufopfernd und kompromisslos, dass man schon jetzt unheilvoll am Rande des eigenen Bewusstseins ahnt, auf welchen Abgrund der 48-jährige Kurs nahm. Wenn aus einem Problem viele werden, wenn aus einem Feuer ein Flächenbrand wird, wenn wir nur von einer Krise in die nächste taumeln, dann arbeiten wir längst gegen uns. Wir verbrauchen unser Ressourcen schneller als wir sie gewinnen können, wir brennen, bis wir entweder verbrennen oder ausbrennen.

Bernd Killinger brannte aus, ohne es zu bemerken. Zwar verbrachte er immer noch Zeit mit seiner Familie oder im Grünen auf dem geliebten Fahrrad, doch vieles davon war nur noch mechanischer Natur, die Gedanken währenddessen fragmentiert auf so vielen unterschiedlichen Schlachtfeldern – der eigenen hoffnungslosen Überforderung nicht gewahr. Doch wie heißt es so schön, der Krug geht nur so lange zum Wasser bis er bricht. Bernd Killingers Krug zerbrach am Morgen des 2. Juli 2024. „Ich bin abends ins Bett gegangen, hatte meinen Tag geplant, wusste genau, was am nächsten Morgen anstand – und dann ging es nicht mehr. Der Wecker klingelte, aber ich hatte keine Kraft aufzustehen. Ich lag da, von Tränen überströmt, und war nicht einmal mehr in der Lage, ein vernünftiges Gespräch zu führen.“ erzählt er und das Blau seiner Augen nimmt die Farbe grauer Wolken an. „Meine Frau kam ins Zimmer, sah mich an und wusste sofort: So geht es nicht weiter. Ich wusste es auch, aber ich hätte selbst nichts unternommen. Ich wäre einfach liegen geblieben.“

So war es seine Frau die sich um alles kümmerte, die einen Notfalltermin mit der Hausärztin am selben Tag vereinbarte, die genau jene Diagnose stellte, die wie ein Elefant im Raum nicht mehr zu übersehen war: Eine schwere Depression. Bitte verzeihen Sie, aber lassen Sie mich klarstellen was das konkret bedeutet, denn es ist essentiell für das Verständnis dieses Textes, es ist essentiell für das Verständnis so vieler Menschen um sie herum und auch für das Verständnis dessen, was Bernd Killinger passiert ist, was er durchgemacht hat. Eine schwere Depression ist weit mehr als ein schlechter Tag oder eine Phase der Niedergeschlagenheit. Sie ist eine ernsthafte, oft lebensbedrohliche Erkrankung, die die gesamte Wahrnehmung der Welt und des eigenen Selbst verzerren kann. Während Traurigkeit oder schlechte Laune meist nur auf äußere Umstände reagieren und vorübergehen, ist eine Depression wie ein dichter Nebel, der sich über alles legt – unabhängig davon, ob objektiv Gründe für Hoffnung oder Freude vorhanden sind. Die emotionale Verbindung zur Welt reißt ab. Dinge, die früher leicht fielen, werden zu unüberwindbaren Hürden. Selbst einfache Aufgaben wie Aufstehen, Duschen oder Essen können eine erdrückende Last sein.

Eine Depression ist nicht „Schwäche“ oder „eine Frage der Einstellung“. Sie hat nichts mit mangelndem Willen oder Disziplin zu tun. Sie ist eine ernsthafte Krankheit, ausgelöst durch eine komplexe Mischung aus biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Sie verändert grundlegend die Biochemie des Körpers, kann Schlaf, Appetit. Libido und sogar das Schmerzempfinden beeinflussen.

An diesem Sommermorgen holt all das Bernd Killinger ein, überrollt ihn wie eine Lawine, lässt ihn das erste Mal in seinem Leben handlungsunfähig zurück. Wochen sollten in diesem Zustand vergehen, Wochen, in denen er auf einen Therapieplatz in einer psychosomatischen Klinik warten muss. Es ist eine Zeit, die ihn heute noch mit Grauen erfüllt, seine persönliche Vorhölle, sein höchstpersönlicher Limbus. Bernd Killinger liegt nur zu Hause im Bett, grübelt, verliert sich in endlosen Gedankenspiralen, die kein Ziel kennen, nirgendwo hinführen. Nichts mehr bedeutet ihm etwas, Nichts ist mehr wichtig, ein Treiben in einem endlosen grauen Ozean. Bernd Killinger hat sich im finsteren Wald rettungslos verirrt.

In der Klinik musste er lernen die grundlegenden Strategien, die ihn bislang durchs Leben getragen haben zu hinterfragen, sie teilweise abzulegen, sich im Grunde aus der Asche heraus neu zu erfinden. Noch in seinen ersten Tagen versuchte er das Angebot der Klinik fast vollkommen auszureizen, nicht, weil das Sinn ergeben hätte, sondern weil er es als seine Aufgabe ansah. Vergessen Sie nicht – es sind alles nur Probleme, die gelöst werden müssen, die gelöst werden können, wenn man sich doch nur stark genug anstrengt. Besserung trat erst ein, als einer seiner Therapeuten ihn damit konfrontierte, ihm Fragen stellte, denen er in den letzten Jahrzehnten erfolgreich ausgewichen war, auch wenn sie unausgesprochen in riesigen Lettern vor ihm in der Luft hingen. „Die größte Lüge, die ich mir selbst erzählt habe, war: ‚Wenn ich mich noch ein bisschen mehr anstrenge, kriege ich das schon hin.‘ Nein, es gibt einen Punkt, an dem nichts mehr geht – und den habe ich ignoriert.“ 

In der Klinik im Schwarzwald musste Bernd Killinger im Grunde bei Null beginnen – allein die Akzeptanz und die Erkenntnis über seine Erkrankung, brauchte einen Monat um in ihm zu reifen: „Ich habe vier Wochen gebraucht, um mir einzugestehen, dass ich eine Depression habe. Burnout – das klang für mich akzeptabler, nach einer Erschöpfung, die irgendwann vorbei ist. Aber Depression? Das hat mich erschreckt.“ Ja, es war ein langes Erwachen und ein schmerzhaftes obendrein, das Registrieren, wie viel im Laufe der Jahre auf der Strecke geblieben ist und was dem eigenen Perfektionismus und dem unerfüllbaren Anspruch an sich selbst zum Opfer gefallen war. Doch diese schonungslose Aufarbeitung brachte letztlich denn allmählichen Beginn der Wende. „Mein Therapeut gab mir eine Hausaufgabe: ‚Sprechen Sie mit Ihrem Sohn. Fragen Sie ihn, ob er sich mehr Zeit mit Ihnen wünscht.‘ Ich dachte erst, was soll das? Aber dann habe ich es getan.“ erzählt Bernd Killinger.  „Mein Sohn hat drei Dinge gesagt. Erstens: ‚Papa, mehr geht immer.‘ Nicht als Vorwurf, sondern als leises Signal, dass er sich über jede zusätzliche Minute mit mir freuen würde.Der zweite Punkt hat mich besonders getroffen: ‚Ich würde mir wünschen, dass dein Diensthandy nicht immer in der Nähe liegt, wenn du zu Hause bist.‘ Ich dachte, ich hätte Familie und Beruf ganz gut getrennt – aber mein Sohn hat es anders erlebt. Der dritte Punkt war glasklar: ‚Von den zwei Tagen am Wochenende wäre es schön, wenn du wenigstens an einem ganz für uns da bist.‘ Und in diesem Moment wurde mir klar, dass ich noch nicht mal das geschafft hatte.“

Wie hätte er das auch schaffen können?! Schließlich hat sich Bernd Killinger nicht nur die eigenen Probleme und die Probleme seiner Familie auf die Schultern geladen, sondern auch die einer ganzen Gemeinde. Erlebte er die erste Zeit, frisch gewählt im Amt, noch in Aufbruchstimmung und Euphorie, war schnell klar, dass er nicht all die Flächenbrände würde löschen können, die in Forst aufloderten. Haushaltsstrukturkommission, Krematorium, Hotelerweiterung, Ärztehaus, Flüchtlingsunterbringung, Heidesee, der Missbrauchsskandal im Kindergarten … Bernd Killinger versuchte all das in den Griff zu bekommen, die berühmte Lösung zu finden, die im Grunde die Quadratur des Kreises beinhaltete.

Seine Herangehensweise war dabei immer gleich: Alles korrekt, alles im Rahmen sämtlicher Regelwerke, alles akribisch und bis ins letzte Detail durchdacht. Daran ist nichts auszusetzen, aber es funktioniert in der Realität schlicht und einfach nicht. Gerade in der Politik können derlei viel Aufgaben nach diesem Modus Operandi unmöglich von einer Stelle aus in Angriff genommen werden, wer es versucht, scheitert unweigerlich an sich selbst. „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“hat Antoine de Saint-Exupéry einmal gesagt und das gilt damals wie heute. Bernd Killinger hat mit seiner Strategie nie das Dorf in seiner Gesamtheit erreicht, sich zwar mit seiner Akribie Freunde geschaffen, aber auch viele Feinde. Er hat sich nie damit abfinden können, dass auf dem Dorf manche Dinge einer gewissen Dynamik unterworfen sind, die in keinem Verwaltungsstudium der Welt unterrichtet werden. Hier zählen oft andere Mechanismen: ein Schulterklopfen hier, ein kurzes Gespräch hinter verschlossenen Türen dort, ein bisschen geben und nehmen – nicht selten mit einer guten Portion Vitamin B. Ob man das nun gutheißt oder nicht, es ist eine Realität, die sich nicht einfach mit Aktenvermerken und Paragraphen aushebeln lässt. 

Bernd Killinger wollte das nie akzeptieren, was ihn gleichzeitig ehrt und schwächt. “Ich bin wahnsinnig gerne Bürgermeister” sagt er und meint das auch so. Doch die Frage, auch wenn sie hart klingen mag, muss auch lauten: „Ist er ein guter Bürgermeister?“. Wenn Sie meine Einschätzung hören wollen, dann antworte ich Ihnen unumwunden: Er ist in jedem Fall ein Mensch, der sich intensiv um die ihm anvertrauten Aufgaben sorgt, sie versucht so gewissenhaft zu erfüllen, wie es ihm möglich ist. So sehr, dass er dabei letztendlich selbst auf der Strecke blieb. Was sagt das über diesen Menschen aus? Wohl doch nur Gutes! 

Letztlich ist es eine Frage, die er für sich beantworten muss und je nachdem, wie diese Antwort ausfällt, als nächstes die Menschen in Forst. Den Bernd Killinger ist wieder da, ist zurück im Rathaus, hat seinen Weg heraus aus dem tiefen dunklen Wald gefunden, zurück ans Licht. Während der Zeit in der Klinik hat er viel über sich selbst gelernt, hat andere Menschen getroffen die am Leben oder – wie er an sich selbst – den eigenen Ansprüchen gescheitert sind. Wie heißt das doch…was dich nicht umbringt, macht dich stärker und Bernd Killinger ist stärker aus dieser Krise heraus getreten, als er in sie hinein geraten ist. Wie stark er nun ist, das muss er jetzt selbst herausfinden, will es auch regelrecht. Denn er weiß genau, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass ihn die Dunkelheit noch einmal packen könnte. Doch diesmal ist er nicht unvorbereitet, steht dem Schatten nicht hilflos gegenüber, hat seine Werkzeuge, um ihm zu begegnen. “Ich wünschte fast ich hätte noch einmal einen Rückfall, damit ich weiß, ob ich ihm begegnen kann”, erzählt er und das gehört zum Mutigsten, das jemals ein Mensch zu mir gesagt hat. 

Bernd Killinger hat seine Angelegenheiten zwar ins Reine gebracht, nicht aber säuberlich vermessen und geordnet, denn genau das hat ihn doch letztlich stürzen lassen. Und dennoch.. vor ihm liegt immer noch viel Weg, die Entdeckung der eigenen Bedürfnisse, die Aufgabe sich selbst lieben zu lernen. Also mir erzählt wie glücklich er einmal war als er ein paar Wochen ganz alleine mit dem Fahrrad durch Australien gefahren ist, will ich von ihm wissen, wieso er das nicht noch mal macht. Darüber muss er nachdenken und es wirkt fast so, als wäre ihm dieser Gedanke nie zuvorgekommen. Doch eines nach dem anderen – Geduld ist bitter, aber sie trägt süße Früchte, hat Rousseau gesagt. So gibt sich Bernd Killinger heute damit zufrieden, seine Prioritäten klar benennen zu können: „Heute weiß ich: Ich bin zuerst Vater, dann Ehemann, dann Bürgermeister.“ Ob er Letzteres auch über seine erste Amtszeit hinaus sein möchte, darüber möchte er während der Ostertage mit seiner Familie beraten. Wie die Antwort darauf ausfallen wird, das weiß er jetzt noch nicht und allein dass er das zulassen kann, zeigt, dass er endlich seinen Weg gefunden hat.

Danksagung

Mein aufrichtiger Dank gilt Bernd Killinger, der mir mit großem Vertrauen seine Geschichte anvertraut hat – eine Geschichte, die auch die Schattenseiten des Lebens nicht ausspart. Gerade in seiner Position erfordert es besonderen Mut, über Depression zu sprechen, ein Thema, das noch immer mit Vorurteilen behaftet ist, obwohl es so viele betrifft. Doch genau diese Offenheit hilft, ein Bewusstsein zu schaffen und anderen Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Ich hoffe, diesem Vertrauen mit größter Sorgfalt gerecht geworden zu sein.

Stephan Gilliar

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