Stadt erhält Fördermittel für Entwicklung der Industriebrache
Jahrzehntelang hat der große Schornstein aus rohen Backsteinen leise vor sich hin gedampft, vor einigen Wochen endete diese Ära für immer. Mit der Schließung der Malzfabrik Durst in Heidelsheim geht ein Kapitel zu Ende, das über 200 Jahre fest zum Ortsbild dazugehörte. Das ist für den kleinen Bruchsaler Stadtteil in vielerlei Hinsicht keine gute Nachricht, geht doch neben dem vertrauten Bild und den vertrauten Gerüchen auch ein echter Wirtschaftsfaktor verloren. Die Malzfabrik war immerhin bedeutender Arbeitgeber in Heidelsheim, weitere große Betriebe gibt es im Ort kaum.
Zumindest auf dem großen und weitläufigen Areal der stillgelegte Fabrik wird es aber einen Neuanfang geben, wenngleich nicht im selben wirtschaftlichen Umfang wie bisher. Die Stadt Bruchsal plant eine Neukonzeption für die Industriebrache, möchte hier auf 2,8 ha Fläche aktiv die Innenentwicklung Heidelsheims voranbringen.

Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Schaffung vom Wohnraum um den angespannten Wohnungsmarkt im Bruchsal ein Stück weit zu entlasten. Ein diversifiziertes Angebot soll hier für verschiedene Nutzergruppen entstehen, so eine gestern verschickte Presseerklärung der Stadt Bruchsal Bruchsal, eine Formulierung die vermuten lässt, dass es nicht nur um hochpreisige Eigentumswohnungen gehen soll. Des Weiteren soll es neben Wohnungen aber auch Raum für Gewerbeprojekte sowie die soziale und öffentliche Nutzung geben.
Schon jetzt dürfte sicher sein, dass der Ausbau teuer wird, sind manche der Gebäude doch entsprechend alt, zudem dürfte der Denkmalschutz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. In diesem Zusammenhang freut sich die Stadt, die bekanntlich wirtschaftlich derzeit äußerst fragil aufgestellt ist, über die Zusage von Fördermitteln aus dem Programm „Flächen gewinnen zur Innentwicklung“. Dessen Ziel ist es mitunter die bestehende hohe Flächenversiegelung der gewerblichen Nutzung zu verringern.

Bei der genauen Ausgestaltung sollen die Bürgerinnen und Bürger mit an Bord geholt werden, eine aktive Beteiligung der Öffentlichkeit soll die Einbindung in Planung und Umgestaltung ermöglichen. Auftakt für das Projekt ist nach aktuellem Stand das kommende Frühjahr.
Ich wohne seit einigen Jahren in der Nähe der Mazfabrik, kenne sie seit meiner Jugend.Viele verbinden ihr ganzen Berufs- Leben mit dieser imposanten Industriegeschichte.
Könnten Sie an passender Stelle den Vorschlag machen dass beim Abriss der (nicht denkmalgeschützten ) Gebäude einzelne Steine o. a. Teile verkauft werden? So würde aus Klein- u Kleinstbeträgen eine Summe zusammen kommen, die man der Schule o Kindergärten spenden könnte. Der aktuelle Besitzer dürfte damit dem Ort noch einen Gefalllen tun!
Mit freundlichen Grüßen
Petra Wirth
Wohnen und Arbeiten auf einem Gelände bedeutet sehr kurze Wege, u.a. Entlastung des öffentlichen Verkehrs, ……
Ich konnte mir einen Gewerbehof vorstellen, wo auch mehrere Gewerke besser und schneller zusammenarbeiten könnten.
Im oberen Teil auch die Ansammlung von IT Betrieben und Start-ups.
Dieter Ehrhardt