Zweieinhalb weitere Wochen „Standby“

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Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkungen bis Anfang Mai

„Shutdown“ dauert an – Ausnahmen für Handel und Kultureinrichtungen

Unterricht startet Stück für Stück ab dem 4. Mai

Den ganzen Mittwoch Nachmittag über haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer miteinander beraten, nun liegen die Karten auf dem Tisch. In einer live über das Internet übertragenen Pressekonferenz stellte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die aktualisierten Regelungen vor. Wichtigster Punkt: Die strengen Kontaktbeschränkungen, die seit Mitte März in der ganzen Bundesrepublik gelten, sollen mindestens bis zum 3. Mai verlängert werden. Darüber hinaus wurden aber eine Reihe von Änderungen beschlossen, die wir hier stichwortartig für Sie zusammenfassen. Es handelt sich hierbei um erste grobe und vorläufige Informationen, die im Laufe des Abends und des morgigen Tages noch weiter präzisiert werden können:

Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 Quadratmeter dürfen ab dem 20. April wieder öffnen. Voraussetzung ist die Einhaltung strenger hygienischer Maßnahmen und einer Zutrittssteuerung um die maximale Anzahl an Kunden in den Räumlichkeiten zu begrenzen. Unabhängig von der Ladenfläche dürfen generell Autohändler, Fahrradhändler und Buchhändler wieder öffnen.
Vorausgesetzt die Einhaltung dieser hygienischen Grundmaßnahmen kann garantiert werden, dürfen nach mehreren Medienberichten ab dem 20. April auch Bibliotheken und Archive öffnen
Friseurbetriebe dürfen voraussichtlich ab dem 4. Mai wieder öffnen, vorausgesetzt entsprechende hygienische Schutzmaßnahmen und Hilfsmittel sind bis dahin verfügbar
Die Notbetreuung in Kindertagesstätten soll verlängert und darüber hinaus für weitere Berufsgruppen geöffnet werden. Abgesehen davon bleiben Kitas weiterhin geschlossen.
Gaststätten, Kneipen, Diskotheken und Bars bleiben weiterhin geschlossen. Hotels dürfen weiterhin nur “notwendige” Übernachtungen anbieten, explizit keine touristischen.
Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte sind weiterhin untersagt, die Landesregierung arbeitet aber an Möglichkeiten diese bald wieder zu ermöglichen.
Laut Innenministerium sollen die Grenzkontrollen zu den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark um weitere 20 Tage verlängert werden
Bund und Länder wollen den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland das Tragen einer Maske empfehlen, eine generelle Pflicht zum Tragen soll allerdings vorerst nicht beschlossen werden
Großveranstaltung sollen nach dem Willen von Bund und Ländern noch mindestens bis zum 31. August verboten bleiben
Was ist mit den Schulen?

Die große Frage, die viele Eltern und Schüler derzeit umtreibt, lautet selbstredend: Kann nach dem Ende der regulären Osterferien der Schulbetrieb in Baden-Württemberg wieder aufgenommen werden?

Hier scheint nach kontroversen Diskussionen die Antwort zunächst ein klares Nein zu sein. Nach ersten Informationen aus dem Umfeld der Beratungen zwischen Bund und Ländern soll der Unterricht frühestens am 4. Mai wieder anlaufen und das zunächst nur für jene Klassen, die sich derzeit in der Vorbereitung auf eine Abschlussprüfungen befinden oder den Wechsel auf eine höhere Schule vorbereiten. Dazu soll auch die vierte Klasse der Grundschule zählen. Prüfungen sollen in Einzelfällen auch bereits vorher möglich sein.

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