Zeckeninvasion im Kraichgau

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Es geht wieder los

Man sieht sie kaum und doch sind sie überall. Die Zecken! Durch den insgesamt milden Winter begünstigt, gibt es in diesem Frühjahr wieder eine große Menge der kleinen Blutsauger in unseren Wäldern und Wiesen. Ein Thema, dem wir uns gerade hier im Kraichgau nicht verschließen sollten, leben wir doch in einem Hochrisikogebiet für durch Zecken übertragene Krankheiten. Gerade die FSME,  die Frühsommer-Meningoenzephalitis war in unserer Heimat bislang auf dem Vormarsch. Bis 2018 haben die FSME-Infektionen deutlich zugenommen, berichten Forscher des Robert-Koch-Instituts. Haben sich z.B. 2012 insgesamt 195 Menschen mit dem Erreger infizierten, waren es 2013 bereits 420 und 2017 schon über 500 Fälle. Im vergangenen Jahr registrierten Forscher dann allerdings eine Trendwende, hier wurden deutlich weniger FSME Diagnosen gestellt als noch im Jahreszeitraum zuvor. Sehr viel häufiger als FSME wird durch Zecken aber ohnehin die Borreliose übertragen. Diese Art der Infektion kann vor allem  Organe, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen. Während es im Fall einer Borreliose durchaus Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika gibt, lässt sich gegen FSME nur wenig ausrichten – ist die Krankheit erstmal ausgebrochen. Doch hier lässt sich mit einer FSME Schutzimpfung vorbeugen. Infos hierzu erhalten sie bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Krankenkasse.

Mit ein paar simplen Tricks lässt sich ein Zeckenbefall zwar nicht ausschließen, zumindest aber teilweise vorbeugen:

      • Wenn Sie in der Natur unterwegs sind, bleiben Sie am besten auf den befestigten Wegen und meiden Sie den Streifkontakt mit Pflanzen am Wegrand.
      • Ziehen Sie helle Hosen und Schuhe an – so lassen sich die Zecken besser erkennen und entfernen.
      • Suchen Sie nach dem Spaziergang sich und ihre Kinder gründlich nach Zecken ab. Die Tiere wandern meist noch stundenlang über den Körper um nach einer weichen Stelle zu suchen.
      • Besonders am Haaransatz, unter Achseln, in den Kniekehlen und im Intimbereich lassen sich die kleinen Blutsauger gerne nieder!
      • Hat sich eine Zecke doch festgesaugt – Keine Panik. Am besten lassen Sie Ihren Hausarzt den Parasiten entfernen. Dieser kann das Tier an ein Labor senden, wo die Zecke auf einen möglichen Befall mit Borrelien oder FSME untersucht wird.

Zum Schluss sollte noch ein Mythos aus unseren Köpfen vertrieben werden: Zecken lauern nicht auf Bäumen und lassen sich auf uns herabfallen. Das ist Blödsinn. Die Blutsauger sitzen meist auf niedrigen Gräsern und Sträuchern und klammern sich, während wir vorbeilaufen an uns fest. Zecken klettern bis auf maximal 1 Meter in die Höhe – wahrscheinlicher ist die Nähe zum Boden. Unser Rat: Lassen sie sich den Sommer und die Zeit in der Natur nicht von Zecken verderben. Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, können Sie die Wahrscheinlichkeit eines Stiches stark reduzieren!

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Ein Gedanke zu „Zeckeninvasion im Kraichgau“

  1. man sollte auch seine ausgezogenen hosen socken usw. direkt in die waschmaschine legen, sonst können zecken in nähten und säumen der kleidungsstücke mehrere tage überleben und dann zustechen, wenn man die kleidungsstücke wieder anzieht (weiß ich aus eigener erfahrung)
    täglich ein esslöffel schwarzkümmeloel macht einem auch nicht so lecker für zecken

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