Wird das Eppinger Kesselhaus zur Flüchtlingsunterkunft?

Wird das Eppinger Kesselhaus zur Flüchtlingsunterkunft?
Wird das Eppinger Kesselhaus zur Flüchtlingsunterkunft?

Gemeinderat vertagt umstrittenen Vorstoß

Die Zahlen schnellen immer weiter nach oben. Gerade hat die Stadt Eppingen alle Vorkehrungen getroffen um für bald eintreffende Flüchtlinge geeignete Wohnplätze in Gemeinschaftsunterkünften zu schaffen, da steh auch bereits die nächste logistische Herausforderung an.

Noch in diesem Jahr muss neuer Wohnraum in der sogenannten Anschlussunterbringung entstehen, der Platz für etwa 120 Menschen bietet. Anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte haben zwar nachdem ihr Asylverfahren beendet ist, die Möglichkeit, sich selbst Wohnraum zu suchen. Gelingt dies aber nicht, ist die Gemeinde für die Unterbringung zuständig. Um den Anforderungen gerecht zu werden, ist die Stadt nun gefordert kurzfristig zu reagieren.

Die Suche nach möglichem Wohnraum läuft

Nun geht es darum den benötigten Raum zeitnah zur Verfügung zu stellen – die Pläne dafür sind schon weit fortgeschrittenen. Die Stadt wird das Obergeschoss des früheren Schwesternwohnheims in der Katharinenstraße in Eppingen für 26.000 Euro und das ehemalige evangelische Gemeindehaus in Richen für 50.000 Euro umbauen und dort Wohnungen für die Anschlussunterbringung von bis zu 21 Flüchtlingen schaffen. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 1. März zudem nachfolgende kurzfristig belegbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen und bis zum Bedarfsfall freizuhalten:

  • Richener Straße 14 in Adelshofen für sechs Personen
  • Uhlandstraße 8 in Kleingartach (Erdgeschoss und Obergeschoss je vier Personen)
  • Kettengasse 9 in Eppingen (Erdgeschoss für zwei Personen)
  • Eichgasse 2 in Eppingen (Sanierungsaufwand 20.000 Euro, sechs Personen
  • Endgasse 22 in Richen (Sanierungsaufwand noch nicht ermittelt, drei Personen)
  • Mönchsberg 10 und 10/1 in Rohrbach (Sanierungsaufwand je 20.000 Euro, je vier Personen)

Offen ist, ob auch das ehemalige Kesselhaus der Palmbräu-Brauerei für Flüchtlinge umgebaut wird. Hier könnten Räume für insgesamt 42 Menschen in der Anschlussunterbringung entstehen. Die Umbaukosten belaufen sich auf 145.000 Euro für das Obergeschoss und auf 127.000 Euro für das Untergeschoss. Für das gesamte Kesselhaus rechnet die Stadt mit etwa 66.000 Euro jährlicher Kaltmiete vom Jobcenter des Landkreises, für das Schwesternwohnheim und Gemeindehaus in Richen mit insgesamt 32.000 Euro pro Jahr. Das Thema wurde auf eine der nächsten Sitzungen vertagt.
Daneben versucht die Verwaltung, gemeinsam mit privaten Investoren Wohnraum zu schaffen und prüft den Bau von Mehrfamilienhäusern in städtischer Regie. Die KfW hat ein Sonderförderprogramm „Flüchtlingsunterkünfte“, das Land Baden-Württemberg ein Förderprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“ aufgelegt. Zur Fristwahrung hat die Verwaltung einen Förderantrag zum Neubau eines Achtfamilienhauses. (pm epp / red )

 

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