“Wir brauchen Windräder für die Energiewende – auch hier im Kraichgau”

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Jonathan Mader auf dem Landskopf mit (noch) fiktiven Windkraftanlagen im Hintergrund (Bildmontage der Redaktion)

Das Tauziehen um vier geplante Windkraftanlagen auf dem Landskopf hat erst begonnen

Mit Leidenschaft gegen den Klimawandel – Der Karlsruher Student Jonathan Mader aus Kraichtal setzt sich für die Errichtung von Windkraftanlagen ein – auch in unserer Region.

Der Landskopf zwischen den Kraichtaler Stadtteilen Münzesheim und Menzingen. Auf der kleinen Erhebung mitten im ländlichen Kraichgau sollen nach Vorstellung des Windparkbetreibers Prokon in Zukunft vier Windrädern nahe der L553 errichtet werden. Obwohl das Projekt noch in einer frühen Entwicklungsphase steckt, haben sich bereits zahlreiche kritische Stimmen zu Wort gemeldet, die einer solchen Anlage Sinn und Nutzen absprechen und auf erhebliche Risiken für Mensch und Natur verweisen.

Der Karlsruher Student Jonathan Mader aus Münzesheim nimmt diese Sorgen und Bedenken der Menschen sehr ernst, sieht aber den Ausbau der Windenergie auch in unserer Region als unverzichtbare Maßnahme im Kampf gegen den fortschreitenden Klimawandel. Dem oft gehörten Argument, auf dem Landskopf gäbe es zu wenig Wind für den sinnvollen Betrieb solcher Anlagen, will er den sprichwörtlichen Wind aus den Segeln nehmen:

Um seine Positionen zu verdeutlichen und die Dringlichkeit des Anliegens zu untermauern, hat Jonathan ein umfangreiches Positionspapier erarbeitet, indem sämtliche Argumente durch anerkannte und offizielle Quellen untermauert und gestützt werden. Das Dokument können sie über den folgenden Link abrufen.

https://www.dropbox.com/s/1ohzbkwbdpio1ta/WKARueckenwindOne.pdf?dl=0

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24 Gedanken zu „“Wir brauchen Windräder für die Energiewende – auch hier im Kraichgau”“

  1. „Lohnend“ ist der Betrieb für Betreiber u. Profiteure ausschl. aufgr. massiver Subventionierung aus dem Umverteilungssystem „EEG“, das wir alle mit den inzw. weltweit höchsten Strompreisen bezahlen.
    Von den Auswirkungen auf Natur, Mensch & Tier ganz zu schweigen, liefert „Flatterstrom“ nicht die erforderliche Energiegrundlast für unser Industrieland.
    Denkt nach anstatt dieser Utopie zu verfallen.

    • Deutschland subventioniert auch Atom- und Kohlestrom in Milliardenhöhe, ansonsten wären auch diese Energieformen nicht „lohnend“, warum erwähnen Sie das nicht? Aus Unwissenheit, oder weil Sie einer Lobby der konventionellen Energieerzeuger angehören und Unruhe stiften wollen? ;-)

      • Na dann dürfte es Ihnen ja wohl nicht all zu schwer sein, die Summe bisherigen Subventionen durch die Anzahl der erzeugten TWh zu teilen und beide Werte miteinander zu vergleichen und uns zu präsentieren, oder ;-) ?

      • Die Forschung und Entwicklung in der Kernkraft wurde subventioniert, aber weder Kernkraft, noch Braunkohle wurde oder werden subventioniert!
        —-gekürzt – bitte verzichten Sie auf Unterstellungen — Anmerkung der Redaktion —

        • Doch, der atomstrom wenn ehrlich verrechnet würde mit entsorgung die eh noch nicht gelöst ist und wir Steuerzahler sowieso bezahlen müssen entwicklung und Betrieb kostet er 2€|kwh!

    • Der Stromkreis steigt auch so ohne eeg Umlage, das geht nach Lust und Laune der Konzerne, der börsenstrompreis ist letztes Jahr auf Grund erneuerbaren Energie um 30 % gefallen und sie können keine Umlage von 6 Cent die wir seit Jahren haben verantwortlich machen bei einem Stromkreis von 30 Cent… Erst forschen und dann plappern

  2. Schrecklich, diese sich drehenden Ungetüme. War froh, dass mir bisher dieser Anblick erspart blieb, soll jetzt aber auch bei uns kommen. Leider.Komisch, dass da der Naturschutz keine Rolle spielt. Ärgerlich auch die unredliche Argumentation, dass durch die Windräder X Haushalte mit Strom versorgt würden. Bei Windstille sind es 0,0 Haushalte. D. h. bei Windstille sind millionen von Windrädern nutzlos.

    • Geschmackssache – ich erfreue mich jedes Mal bei dem Anblick dieser eindrucksvollen Ingenieurskunst.
      Nun, nach dieser Argumentation ist ein stehendes Auto auch völlig nutzlos, davon haben wir auch zu jeder Zeit einige Millionen in diesem Land – sollten wir nur deswegen alle Autos abschaffen?

  3. Wie bei allem was diese Bundesregierung in Sachen „Energiewende“ und „Erneuerbare Energien“ anfasst, lohnt sich die Windenergie exakt bis zum Tag an dem die Subventionierung über den EEG-Gelderpool endet. Dieser wird vom Steuerzahler gefüllt. Dieses ach so unvorhersehbare Phänomen ließ sich im privaten Bereich schon bei der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW), Thermischer Solaranlagen, Brennwerttechnik und im gewerblichen Bereich im ganz großen Stil bei Photovoltaik-Anlagen beobachten. Hier werden Steuergelder in massivstem Ausmaß verschwendet! Der volkswirtschaftliche Schaden durch Umweltzerstörung (Betonfundamente) Lärmbelästigung, Intraschall und die sonstigen schädlichen Auswirkungen auf Flora und Fauna noch nicht ein mal mit eingerechnet!

    • Die Umlagen zahlt der Stromkunde, der auch oft zum sparen animiert wird. Die 43 Mrd für den Austieg aus der Braukohle und den Betrag xx Mrd für den Austieg aus der Steinkohle zahlt der Steuerzahler.Die Betreiber der Kohlekraftwerke nehmen dieses Geld um den Strom an der Börse künstlich zu verbilligen. Die Folge ist das die EEG umlage für Erneurbare steigt.So diskreditiert die Politik die Erneubaren! Wem das noch nicht reicht, dem legt die Politik mit dem Ernergiesammelgesetz für den Eigenverbrauch vor Sonnen und Windstrom weitere Hürden in den Weg. BETREIBER MÜSSEN Umlage und Stromsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen. !! Wir werden schlecht regiert! Man darf den Strom nicht mal verschenken!

  4. Null Wind-null Strom.
    Statt dessen kaufen wir dann Atomstrom aus Frankreich.
    Viel Geld für NICHTS. Ohne Subventionen läuft hier gar nichts.
    Der Landskopf ist ja auch nicht gerade eine Windstarke Region.
    Immer weiter so! Wir haben ja bereits die höchsten Strompreise in Europa.
    Wir retten das Klima.

  5. Auf die – tatsächlich existierende – Problematik der Stabilität der Netze wird doch in seinem Positionspapier eingegangen.

    Und auch auf die des Naturschutzes: Schrecklich, dieser sich immer weiter drehende Klimawandel. Bin traurig, dass mir dieser Anblick nicht erspart bleiben wird.

    Nachdenken umfasst für mich nicht nur das Denken in der Dogmatik der eigenen Idiologie, sondern das seriöse, wissenschaftliche Betrachten der Lage.

    Keiner bestreitet, dass es eine Mammutaufgabe für unsere Gesellschaft ist, klimaneutral zu werden. 10 Jahre haben wir noch!

  6. Windräder dienen nur der finanziellen Umverteilung vom Wertschöpfenden zum Investor. Die höchsten Strompreise weltweit, die enorme Menge an Gleichstrom gefährdet auch unsere Netzstabilität. Über die Sinnhaftigkeit von Offshore Windkraft kann man streiten, hier bei uns gibt es keinen einzigen Grund. Durch den seltenen und wenigen Wind wird die Energie zusätzlich erzeugt, nicht statt herkömmlicher Energie. Angrenzende Länder planen neue herkömmliche Kraftwerke um uns Strom teuer zu verkaufen. An windreichen Tagen zahlen wir dem Ausland Geld, dass unser Strom abgenommen wird. Sonst würde das Netz überlasten.

  7. Man könnte(müsste) zähneknirschend alle Nachteile der Windenergie in Kauf nehmen, wäre sie in der Lage zu einer verlässlichen und stabilen Stromversorgung beizutragen. Doch solange es nicht möglich ist die gewonnene Energie in der entsprechenden Menge zu speichern, kann sie das nicht. Egal ob sechs oder sechshundert Windräder gebaut werden, weht kein Wind, produzieren sie keinen Strom. So bleiben sie weiterhin ein typisch Projekt aus der grünen „ich mal mir die Welt wie sie mir gefällt Kiste“: nicht durchdacht und teuer zu Lasten des Bürgers.

  8. „Länder die mit Windstille und Dunkelheit Strom machen wollen sind nicht zu beneiden“
    Mit freundlichen Grüssen
    Günter Bartsch

  9. Wo ich vorher gewohnt habe, haben sie auch 6 windräder hingesetzt, jeden 2. Tag sind sie mal bissl gelaufen, waren aber extrem laut durch die windgeräusche. Aber das ist ja projektanten egal, sie wohnen ja nicht in der Nähe (Nähe sind 4 km)

  10. Man könnte also meinen, den Kommentatoren „vom Land“ würde die Umwelt am Herzen liegen. Der Klimawandel ist real. Wenn die Gletscher in den Alpen weg sind werdet ihr Euch noch wundern, was mit Eurem Wasser aus der Bodenseewasserleitung wird. Da ist dann nicht mehr viel los mit, wenn eine Mindestmenge Wasser über den Rheinfall laufen soll. Und das Rheintal hat jetzt schon sinkendes Grundwasser. Also machen wir doch unseren Strom weiterhin aus Kohle, das hat sich bewährt.

  11. Ich verstehe das NICHT, aber ich MUSS auch nicht ALLES verstehen. Man verschandelt die Landschaft anstatt auf jedes Haus eine Solaranlage zu installieren. Die ist genau so förderungswürdig wie die Windenergie. —gekürzt / bitte bleiben Sie beim Thema / Anm. d. Redaktion —

  12. Streng geschützte Groß- und Greifvögel sterben eher selten durch Glasscheiben.

    Infraschall kann u.a. die Herzleistung einschränken (Uni Mainz)

    Wie wäre es denn mal mit Bäume pflanzen als CO² Speicher, Konsumreduktion (Standby-Regulierung) usw.

  13. Warum baut man nicht auf jeden bereits vorhandenen Strommasten ein kleines Windrad? Die Masten sind stehen bereits überall, auch die Infrastruktur ist schon ausgebaut. Und niemand muss sich an den Anblick der Windrädern stören.

  14. Deutschland braucht moderne Atomkraftwerke der Generation 4. Damit werden Strom und Wasserstoff erzeugt, so dass u.a. synthetische Kraftstoffe hergestellt werden können und die Energie bezahlbar bleibt. Für alle!

    Dann benötigt man auch keine Endlager.

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