Wieder toter Häftling in Bruchsal

Wieder toter Häftling in Bruchsal

UPDATE 24.10.2014 13:00 Uhr

Offenbar starb der Mann an einem Herzinfarkt. Dazu gibt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe folgendes bekannt:

Justizvollzugsanstalt Bruchsal: Vorläufiges Obduktionsergebnis liegt vor

Im Fall des gestern in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal verstorbenen Gefangenen liegt das vorläufige Obduktionsergebnis des rechtsmedizinischen Instituts der Universität Heidelberg vor. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei davon auszugehen, dass der Gefangene einen Herzinfarkt erlitten habe und in der Folge zu Boden gestürzt sei. Der Gefangene habe sich hierbei einen mehrfachen Schädelbruch zugezogen. Ein histologisches Gutachten steht noch aus.

Nach derzeitiger Erkenntnislage ist ein unmittelbares Fremdverschulden hinsichtlich der durch den Sturz erlittenen Verletzungen unwahrscheinlich. Ob die erforderlichen medizinischen Maßnahmen rechtzeitig getroffen wurden, wird noch geprüft.(pm)

Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger lies dazu verlauten:

„Der Tod eines Gefangenen in Bruchsal, der nach einem ersten Obduktionsergebnis auf einen Herzinfarkt zurückzuführen ist, ist zu bedauern. Mein Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen des Verstorbenen“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger. „Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen. Sie geht nun auch der Frage nach, ob alle notwendigen medizinischen Maßnahmen rechtzeitig getroffen wurden. Im Interesse der Bediensteten im Justizvollzug, die Tag für Tag eine schwierige Arbeit zu leisten haben, hielte ich es für hilfreich, wenn in der Öffentlichkeit keine vorschnellen Vorverurteilungen getroffen würden.“

Ursprüngliche Meldung:

Wie der SWR heute berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft in einem erneuten Todesfall in der JVA Bruchsal. Dem Bericht nach ist am gestrigen Donnerstag ein 52-Jähriger Mann in einem Flur der Krankenabteilung gestorben, nachdem er unmittelbar zuvor mit einer blutenden Kopfwunde am Fuße einer Treppe entdeckt wurde. Bisher lägen noch keine Gründe vor von einem Fremdverschulden auszugehen – eine Obduktion solle nun weiteren Aufschluss über die Todesursache geben – so der Bericht weiter.

Der zweite Todesfall in der JVA Bruchsal innerhalb weniger Wochen

Erst vor wenigen Monaten kam ein Häftling aus Burkina Faso im Bruchsaler Gefängnis ums Leben. Er starb an den Folgen einer Mangelernährung in der Einzelhaft. Der aktuelle Todesfall gibt nun neue Rätsel über die Geschehnisse innerhalb der Mauern der Haftanstalt auf. Der Mann verbüßte in Bruchsal wohl mehrere Ersatzfreiheitsstrafen, schreibt der SWR.  Unter einer Ersatzfreiheitsstrafe versteht man eine Haftstrafe die als Alternative zu einer gerichtlich verhängten Geldstrafe angetreten wird. Zwar habe das Personal der JVA bei dem 52-Jährigen mehrere Wiederbelebungsversuche unternommen, konnte aber damit nichts mehr ausrichten. Wir berichten zeitnah weiter.

Hier die offizielle Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe:

Justizvollzugsanstalt Bruchsal: Staatsanwaltschaft Karlsruhe veranlasst Obduktion eines verstorbenen Gefangenen

Am Vormittag des 23.10.2014 ist im Flurbereich der Krankenabteilung der Justizvollzugsanstalt Bruchsal ein 52 Jahre alter Gefangener verstorben. Der Gefangene, der sich dort zur Untersuchung von Schmerzen im Brustbereich aufhielt, wurde mit stark blutender Wunde am Hinterkopf am Fuß einer Treppe aufgefunden. Er verstarb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen. Es bestehen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Da die genaue Todesursache nicht feststeht, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Obduktion durch das rechtsmedizinische Institut der Universität Heidelberg veranlasst. Der Inhaftierte verbüßte mehrere Ersatzfreiheitsstrafen. Sobald das Obduktionsergebnis vorliegt, wird eine weitere Pressemitteilung erfolgen.

 

 

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