Wespen, Hummeln und Bienen – wozu brauchen wir die eigentlich?

Wespen, Hummeln und BienenWespen, Hummeln und Bienen sind für viele Menschen ein und das gleiche: gestreifte Insekten die stechen können und deshalb keine besonderen Sympathien genießen. Wozu brauchen wir diese Tiere also?

Um dieser Frage nachzugehen, hatten der Imkerverein Bruchsal e.V. und die Gemeinde Ubstadt-Weiher am vergangenen Sonntag zu einer Öko-Regio-Veranstaltung am Lehr-Bienenstand in Ubstadt eingeladen.

Zahlreiche große und kleine Besucher ließen sich dort vom Nutzen der Insekten überzeugen: Vorstandsvorsitzender Hans Singer erläuterte, dass 80% der Nutz- und Wildpflanzen auf die Bestäubung der Honigbiene angewiesen sind. Ohne Bienenbestäubung würde beispielsweise bei Äpfeln nur ca. 10% der Erntemenge erzielt. Auch größere und gesündere Früchte sind bei guter Bestäubung zu verzeichnen. Ähnlich ist die Leistung von Hummeln, Wildbienen und Wespen aller Arten. Wespen und Hornissen vertilgen außerdem große Mengen kleinerer Insekten und können so Blattlaus- und andere Schädlingspopulationen in Grenzen halten.

Faszinierend sind auch die unterschiedliche Lebensweise der verschiedenen Arten: Die meisten Wildbienen- und Wespenarten bilden keine Völker sondern leben solitär. Ihre Brut entwickelt sich in Pflanzenstängeln, im morschen Holz, im offenen Boden oder in Hohlkörpern, die sich die Insekten aus Lehm töpfern. Hummeln und soziale Faltenwespen, bilden Völker, die im Frühjahr von einer Königin begründet werden, über Sommer anwachsen und im Herbst wieder absterben. Zu diesen staatenbildenden Wespen gehört auch die Hornisse, die besonders geschützt und zu Unrecht oft gefürchtet ist. Weil bei der Honigbiene das Volk den Winter überdauern kann, muss sie als einzige Art für einen reichlichen Vorrat sorgen. Diesem Umstand bedient sich die Imkerei, die einen Teil dieses Honigvorrats entnimmt.

Wie der Honig in den Waben eingelagert ist und wie sich gleichzeitig an anderer Stelle im Volk die Bienenbrut entwickelt, konnten die Besucher schließlich beim Blick ins Honigbienenvolk ganz genau betrachten.

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