Wenn Schulen fusionieren – Das Modell Ubstadt

Wenn Schulen fusionieren - Das Modell Ubstadt
Gemeinsamer Campus

Clevere Ideen und neue Wege im Kampf gegen den demografischen Wandel an unseren Schulen

Der demografische Wandel ist in vollem Gange. In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren, was dazu führt dass quer durch die ganze Republik Klassenzimmer und sogar ganze Schulen leer stehen. Ganz so gravierend ist bei uns im Kraichgau noch nicht, aber der Bevölkerungsrückgang ist dennoch spürbar. Schon heute muss die Bildungspolitik vielerorts reagieren, um ein adäquates Angebot sicherzustellen. Jede Gemeinde hat hier eigene Vorstellungen und Ziele. Vielerorts schießen derzeit die sogenannten Gemeinschaftsschulen wie Pilze aus dem Boden – eine Schulart in der mehrere Schulformen zusammengefasst und in der Kinder und Jugendliche vom 1. bis zum 10. Schuljahr gemeinsam unterrichtet werden.

Ein Zusammenschluss nach dem Vorbild der Wirtschaft – Wenn Schulen fusionieren – Das Modell Ubstadt 

Die Gemeine Ubstadt-Weiher hat sich für einen anderen Weg entschieden. Hier wurden zum Beginn des aktuellen Schuljahres, die Alfred-Delp-Realschule und die Hermann-Gmeiner Grund- und Werkrealschule in einem sogenannten Schulverbund zusammengeführt.  Das bedeutet, dass künftig der Verwaltungsapparat, die Lehrerschaft und das Platz und Raumangebot synergetisch genutzt werden. Die bestehenden Schulformen bleiben aber weiter erhalten. Diese Form des Verbundes ermöglicht ein kosten-effizienteres Wirtschaften und eine optimale Erschließung der gemeinsamen Ressourcen. Begriffe die wir eher aus der Fusion zweier Wirtschaftsunternehmen kennen und nicht aus dem Bildungsbereich. Doch tatsächlich sind die Motive, die dem Verbund zu Grunde liegen – rein ökonomischer Natur. Eine Veränderung des Bildungsangebotes und der pädagogischen Struktur sind weder geplant noch gewünscht. Im Gegenteil: Die Alfred-Delp-Realschule genießt einen hervorragenden Ruf im gesamten Kreis – hier muss und darf nichts verändert werden. Schüler, Lehrer und Eltern berichten von einem vorbildlichen Lernumfeld, die Quote der Schüler die nach dem Abschluss auf höhere Schulen wechseln ist überdurchschnittlich hoch.

Seit knapp 2 Monaten besteht nun bereits der Verbund der zwei Schulen – Zeit für eine erste Bestandsaufnahme. Wir haben mit Schulleiter Jörg Weber über die ersten Wochen des neuen Zeitalters am Campus Ubstadt gesprochen:

 

 

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