Wasserfreunde Gemmingen beim Bodenseecup in Bregenz

Man muss schon ganz schön Wasserball verrückt sein. Nach der englischen Woche mit drei Punktspielen am Montag, Mittwoch und Freitag machten sich neun wackere Wasserfreunde aus Gemmingen am Samstagmorgen um 5 Uhr auf zum Wasserballturnier nach Bregenz. Dort wurde von der Spielgemeinschaft Bregenz/Dornbirn der 16. Bodenseecup mit 16 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Europa Uzhgorod aus der Ukraine ausgetragen. Die Spielbedingungen waren gerade für Neulinge gewöhnungsbedürftig, finden die Spiele doch direkt im Bodensee statt. Das ursprünglich als Militärbad zur Ausbildung der jungen Rekruten gebaute Bad aus dem Jahre 1825 ist die älteste Badeanstalt am Bodensee. Die „Mili“ ist auf Holzpfählen gebaut und liegt in der Biege der Bregenzer Bucht. „Eine geniale Atmosphäre, in einer ganz außergewöhnlichen Kulisse zu spielen“, waren die ersten Eindrücke der Gemminger Spieler.

Im Auftaktspiel gegen das Gastgeberteam unterlagen die Wasserfreunde mit 3:8. Das Los wollte es, dass die Kraichgauer in einer Vorrundengruppe mit dem SV Heilbronn antraten. Dieses Derby gewannen die Unterländer mit 7:5. Im letzten Gruppenspiel behielten die WfG-ler gegen den VfL Gera aus Thüringen mit 8:7 die Oberhand. Im Platzierungsspiel um die Plätze 9 bis 12 trafen die Gemminger in der vierten Partie dieses Tages auf den 1. USC Klosterneuburg aus der Regionalliga Ost in Österreich. Die Niederlage fiel mit 12:3 sehr deutlich aus. Neben packenden Wasserballspielen stieg am Samstagabend die legendäre Sommernachtsparty mit einem traumhaften Sonnenuntergang am See. Die Begegnung am Sonntagvormittag um den elften Platz gegen die Turniergemeinschaft aus Memmingen und Weingarten verloren die Kraichgauer knapp mit 11:9. Den Turniersieg sicherte sich WBC Tirol durch einen 12:5-Erfolg im Finale gegen Bregenz/Dornbirn. Rang drei ging an die SG Berlin-Neukölln nach einem 11:7-Erfolg gegen den ehemaligen Turniersieger SV Cannstatt. Der SV Heilbronn unterlag im Platzierungsspiel um den fünften Rang gegen den PSV Stuttgart mit 12:6. „Bei Kaiserwetter durften wir uns über eine perfekte Organisation und echte Wasserball-Festspiele im Bodensee freuen“, fasste der Gemminger Spielertrainer Timo Haueisen zusammen. In Bregenz dabei waren Helmut Korkisch, Karsten Schreyer, Jochen Pimpl, Lennart Schönfelder, Patrick Naumann, Lars Friedel, Florian Kistler, Stefan Kölmel und Timo Haueisen.

Sönke Brenner

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