Verkehrsbetriebe Karlsruhe feiern neue Niederflur-Stadtbahn

ARTIS-Uli Deck// 21.08.2014 Verkehrsbetriebe Karlsruhe, VBK, Strassenbahn NET 2012 - Verkehrsbetriebe Karlsruhe feiern neue Niederflur-Stadtbahn
Foto: ARTIS-Uli Deck

Mit inszenierten Werkstattgeräuschen und einem Musik-Feuerwerk haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) heute Abend ihre erste neue Niederflur-Stadtbahn NET2012 symbolisch auf die Strecke geschickt.

Aus dem Nebel der Pyrotechnik erschien das neue Schmuckstück der Verkehrsbetriebe in der Wagenhalle im Betriebshof Ost vor den geladenen Gästen. Das Fahrzeug wurde vom evangelischen Dekan Thomas Schalla und seinem katholischen Kollegen Dekan Hubert Streckert gesegnet. Morgen wird die erste von insgesamt 25 neuen Bahnen ihren Fahrgastbetrieb aufnehmen: Auf einer Ringlinie soll die Bahn durch die Karlsruher Innenstadt fahren. Alle interessierten Kunden sind am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr zu einer kostenlosen Schnupperfahrt eingeladen. Ab Montag verkehrt die Bahn dann zunächst auf der Strecke der Tram 1 zwischen Oberreut und Durlach.

25 Niederflur-Stadtbahnen des Typs „Citylink“ haben die Verkehrsbetriebe nach einer europaweiten Ausschreibung im Oktober 2011 beim Hersteller Vossloh Kiepe bestellt. Die Investitionssumme beträgt 75 Millionen Euro. Gerade einmal drei Jahre später und damit perfekt im Zeitplan haben die ersten zwei Bahnen die Zulassung nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab) durch die Technische Aufsichtsbehörde des Landes Baden-Württemberg erhalten. Ein wichtiges Etappenziel. Alle weiteren Bahnen können jetzt nach dem Konformitätsprinzip sukzessive zugelassen werden.

„Die Modernisierung unseres Fuhrparks ist ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft einen attraktiven, einen modernen und sicheren ÖPNV in Karlsruhe und seinen Stadtteilen anbieten zu können und noch mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen“, sagt Ascan Egerer, der technische Geschäftsführer der VBK in seiner Ansprache. Die neuen Fahrzeuge werden zunächst auf den Tram-Linien im Karlsruher Innenstadtbereich eingesetzt und nach der streckenspezifischen Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt auch auf den Linien S1 und S11 ins Albtal fahren.

Mobilität für alle Fahrgäste haben sich die Verkehrsbetriebe auf die Fahne geschrieben. Die neuen Niederflur-Stadtbahnen tragen dazu einen bedeutenden Teil bei, denn sie können an den entsprechend ausgebauten Haltestellen mit 34 Zentimetern Bahnsteighöhe ohne Stufe bodengleich betreten werden. Das ermöglicht auch Menschen im Rollstuhl, Kunden mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen eine eigenständige Nutzung des ÖPNV.

Die Multifunktionsbereiche mit ihren Klappsitzen und einer Vorrichtung zum sicheren Abstellen von Rollstühlen bieten ausreichend Platz für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Familien. Alle wichtigen Elemente wie Haltegriffe im Türbereich oder Haltewunschsignalgeber sind farblich kontrastreich gestaltet, sodass sich Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen leichter orientieren können. Sprechstellen an den Türen und in den Multifunktionsbereichen ermöglichen bei Bedarf eine direkte Kommunikation mit dem Fahrer – ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt für alle Fahrgäste. Die Bahnen sind mit modernen digitalen LCD-Bildschirmen ausgestattet, welche die nächsten Haltestellen anzeigen. Jeder NET2012 verfügt außerdem über einen mobilen Fahrkartenautomaten, an dem mit Münzgeld und Scheinen sowie Geldkarte bezahlt werden kann.

Die neuen Bahnen sind komplett klimatisiert, was im Sommer wie im Winter für angenehme Raumtemperatur sorgt. Ruhig ist es für die Fahrgäste im „Citylink“ dank der Luftfederung. Sie reduziert insgesamt den Geräuschpegel der Bahn, was sich auch im Außenbereich positiv auswirkt.

Pressemitteilung vom 17. Oktober 2014

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