Ubstadt-Weiher saniert Kläranlage und investiert in Bauhof

Einen neuen LKW soll der Bauhof noch in diesem Jahr erhalten. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Der jetzt vorhandene LKW mit Kran und Dreiseitenkipper stammt aus dem Jahr 1990 und soll durch ein Neufahrzeug ersetzt werden. In Ubstadt-Weiher rechnet man hier mit Kosten von 165.000 Euro. Den endgültigen Preis wird das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung ergeben, die jetzt beschlossen wurde.

Sanierungsbedürftig ist das Zwischenhebewerk der Kläranlage in Ubstadt-Weiher.
Sanierungsbedürftig ist das Zwischenhebewerk der Kläranlage in Ubstadt-Weiher.

In gleicher Sitzung ging es auch um das Thema Kanal. Zum einen stimmte das Ratsgremium der Sanierung von rund 660 m Kanalnetz in Stettfeld und Zeutern zu, die mit 80.000 Euro zu Buche schlagen. 2004 wurde ein Sanierungskonzept entwickelt und seitdem mit einem Aufwand von 1,07 Mio. Euro das Kanalnetz Zug um Zug saniert. Mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen sind dann alle bekannten größeren Schäden behoben. Allerdings werden in diesem und im nächsten Jahr die Kanäle neu befahren, bewertet und bei Bedarf saniert.

Die Kanäle in Ubstadt-Weiher werden nicht nur befahren und saniert, sondern auch sukzessive vermessen. Hintergrund ist der Aufbau eines Kanalkatasters innerhalb des digitalen Geo-Informationssystems (GIS). Ubstadt und Weiher sind bereits vermessen. Im Jahr 2014 sind Stettfeld und ein Teilbereich von Zeutern dran. Der Gemeinderat genehmigte die entsprechenden Ingenieurtätigkeiten sowie die Vermessungsarbeiten sowohl für das Kanalkataster wie auch die Aufnahme von Straßenbäumen in das GIS.

In die Jahre gekommen ist das Zwischenhebewerk der Kläranlage, das zur Aufrechterhaltung der biologischen Reinigung des Wassers erforderlich ist. Nach 40 Jahren ist Verschleiß in Form von Korrosionsschäden an den Betonflächen deutlich erkennbar, und eine Betonsanierung steht an. Für diese Maßnahme, die der Gemeinderat einstimmig genehmigte, fallen einschließlich Ingenieurleistungen Kosten in Höhe von rund 110.000 Euro an.

Über das sogenannte gemeindliche Einvernehmen zu beantragten Baumaßnahmen hatte der Gemeinderat zu entscheiden, wobei dies in einem Fall nicht erteilt wurde. Einstimmig versagte der Gemeinderat seine Zustimmung zur Aufstellung einer Plakatanschlagtafel in der Schönbornstraße in Stettfeld. Die Werbetafel sollte in unmittelbarer Nähe des denkmalgeschützten Gebäudes Schönbornstraße 49 errichtet werden. Hier sah der Gemeinderat eine Beeinträchtigung des Ortsbildes. Positiv bewertete das Gremium jedoch einen Befreiungsantrag von den Festsetzungen des Bebauungsplanes. In Abstimmung mit seinen Nachbarn will ein Bauherr im Baugebiet Furtwiese seine Garage direkt an die bestehende Nachbargarage anbauen.

 

Bürgermeister Löffler informierte sein Ratsgremium auch über die Regulierung eines Wasserschadens im Keller des Josefshauses in Ubstadt. Im Sommer letzten Jahres kam es durch eine defekte Wasserleitung zu einem erheblichen Wasserschaden. Der Raum diente früher als Jugendkeller, wird jedoch aufgrund einer unzureichenden Belüftungssituation derzeit nur als Lagerraum genutzt. Der Gemeinderat war deshalb damit einverstanden, den Jugendraum deshalb nicht wieder als solchen herzurichten, sondern die Zeitwertentschädigung der Versicherung entgegenzunehmen.

 

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