Tipps zum Umgang mit der Biotonne im Sommer

 

Treten im Sommer verstärkt Maden in der Biotonne auf, liegt dies vor allem daran, dass die Bioabfälle unzureichend bzw. gar nicht eingewickelt wurden. Nasse, organische Abfälle beginnen bei steigenden Temperaturen zu gären. Die entstehenden Gerüche locken Fliegen zur Eiablage an, aus denen sich innerhalb weniger Tage Maden entwickeln. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, die organischen Abfälle schon in der Küche in genügend Zeitungspapier (4-6lagig) einzuwickeln.

  • Bei der Verwendung von Papiertüten zum Sammeln von organischen Küchenabfällen müssen diese unbedingt vor Einwurf in die Biotonne fest verschlossen (zweimal umgeschlagen) werden. So können beim Öffnen der Tonne keine Fliegen an die offenen Bioabfälle gelangen um ihre Eier darauf abzulegen. Auf gar keinen Fall dürfen kompostierbare Bioplastikbeutel oder Plastiktüten verwendet werden.
  • Besonders im Sommer ist es wichtig, die Küchenabfälle nicht offen liegen zulassen. Meistens legen die Frucht- und Stubenfliegen ihre Eier schon in der Küche in die Speisereste.
  • Das Vorsortiergefäß in der Küche immer geschlossen halten, häufiger leeren und zusätzlich mit Papiertüten oder Zeitungspapier auslegen.
  • Bevor die eingewickelten organischen Abfälle in die Biotonne gelangen, sollte eine Schicht zerknülltes Zeitungspapier, Küchenrollenpapier oder Eierkartons den Tonnenboden bedecken, um die Nässe zu binden. Je trockener es in der Biotonne ist, umso weniger treten Geruchsbelästigungen und Probleme mit Maden auf.
  • Für Gartenabfälle und Rasenschnitt sollte nur der noch freie Platz in der Biotonne genutzt werden. Rasenschnitt sollte angetrocknet sein, bevor er in die Biotonne kommt. Damit die Entleerung problemlos funktioniert den Rasenschnitt zuletzt in die Biotonne einwerfen. Ansonsten ist die Anlieferung dieser Grünabfälle in jedem Recycling-Center (bis zu 1 m3/Woche) möglich.
  • Die regelmäßige Reinigung der Biotonne mit klarem Wasser und Bürste sollte selbstverständlich sein. Bei Mehrfamilienhäusern empfiehlt das Landratsamt, dass die regelmäßige Reinigung der Biotonne abwechselnd von jedem Haushalt durchgeführt wird. Den Deckel und den Rand der Biotonne mit einem mit Essig (kein Obstessig!) befeuchteten Lappen abwischen – das schreckt Fliegen ab und verhindert deren Eiablage.

Trotz solcher Vorsorge können an ungünstigen Standorten üble Gerüche und Madenbefall in der Biotonne auftreten. Ein Biotonnendeckel mit einem Biofilter kann hier Abhilfe schaffen. Das »Filtermaterial« enthält Mikroorganismen, wie sie auch in Waldböden zu finden sind. Die in der Tonne entstehenden Gerüche werden durch die Mikroorganismen in geruchsneutrale Substanzen umgewandelt. Der dichtschließende Filterdeckel hält so die Gerüche zurück und verhindert damit, dass Fliegen angelockt werden und in die Tonne eindringen können. Der Filterinhalt ist rund zwei Jahre nutzbar – solange sind die Mikroorganismen aktiv – und muss dann ausgetauscht werden. Das verbrauchte Filtermaterial ist über die Biotonne zu entsorgen.

Bei Fragen gibt die Abfallberatung des Landratsamtes Freudenstadt, Servicetelefon 0800 9638527, gerne Auskunft. (LRA Freudenstadt)

 

 

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