SPD diskutiert Hochwasserschutz am Saalbach

SPD diskutiert Hochwasserschutz am Saalbach
Inge Schmidt (r.u.), Markus Rupp (3. v.r.)

SPD-Landtagskandidat Markus Rupp in Heidelsheim

Der Dauerregen über den Saalbachgemeinden und das daraus am 1. Juni 2013 resultierende Hochwasser war ein dramatischer Weckruf. Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp rief danach umgehend zur interkommunalen Zusammenarbeit in Sachen Hochwasserschutz auf der Saalbachschiene auf.

Am letzten Freitag hatte die Heidelsheimer SPD nun ihren Landtagskandidaten und Nachbarbürgermeister Markus Rupp zu einer Ortsbegehung in Heidelsheim mit anschließendem Gedankenaustausch zum Thema Hochwasserschutz eingeladen. Am Treffpunkt bei der Saalbachbrücke an der Judengasse fanden sich etwa vierzig zum Teil direkt betroffene Heidelsheimer Bürger sowie einige Ortschaftsräte und Bürger aus dem Umland ein. Rupp – assistiert von Heidelsheims Ortsvorsteherin Inge Schmidt – kam schnell zum Punkt: „Die aktuelle Klassifizierung der Hochwasser z.B. als ‚Hundertjährlich‘ führt in die Irre. Klimawandel, Bodenversiegelung und Bausünden der Vergangenheit werden kritische Hochwasserereignisse künftig häufiger auftreten lassen“. Dabei sei klar, dass es für den Saalbach aufgrund der topographischen Verhältnisse keine einfache Lösung geben werde.

Für Rupp geht die Verbandsgründung, mit der zum einen eine Verbesserungen bei der Hochwasseralarmierung erreicht und zum anderen die Schutzmaßnahmen der Ober- und Unterlieger aufeinander abgestimmt und besser finanziell vom Land gefördert werden sollen, aber zu langsam. Gerade Heidelsheim habe einen sehr niedrigen natürlichen Hochwasserschutz. Schon bei einem 20jährlichen Hochwasser borde hier der Saalbach an vielen Stellen aus. Rückhaltevolumen direkt vor Heidelsheim zu schaffen sei äußerst schwierig. Seine Wirkung stehe nach Aussage der Ingenieure leider in keinem Verhältnis zu den immensen Kosten. Der Kandidat der SPD für die Landtagswahlen zeigte auf, dass für Heidelsheim eine Kombination aus fest installiertem Hochwasserschutz vor Ort kombiniert mit einer mobilen Aufrüstung der Idealfall sei. Voraussetzung für die mobile Nachrüstung sei aber ein zuverlässiges Pegel- und Alarmsystem von Maulbronn bis Bruchsal. So können anders als beim Hochwasser 2013 rechtzeitig bessere Vorkehrungen getroffen werden.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die bisherige Umsetzung lokaler Maßnahmen von den anwesenden Heidelsheimer Bürgern als unzureichend angesehen wird: So seien etwa die Brücken über den Saalbach in Heidelsheim noch immer nicht hochwasserfest, was eine vermeidbare Gefährdung darstelle. Markus Rupp nahm beim Rundgang am Saalbach die Anregungen der Bevölkerung auf. Beim abschließenden Treffen in der AWO-Begegnungsstätte stand er den interessierten Bürgern noch einmal Rede und Antwort. Rupp’s Resümee: „Integrierter Hochwasserschutzschutz im gesamten Saalbachtal macht Sinn, ja ist dringlichst notwendig, besonders auch im Interesse des gefährdeten Heidelsheim.“

Meldung und Bild: Bernd Timmermann, Schriftführer SPD Stadtverband Bruchsal

Ähnlicher Artikel

Muss der Irish Pub der Bruchsaler Bahnstadt-Unterführung weichen?

Muss der Irish Pub der Bruchsaler Bahnstadt-Unterführung weichen?

Update: Der Irish Pub muss wohl weichen Die bittersten Befürchtungen der Egans scheinen sich bewahrheitet…
Abi 2018 hat begonnen

Abi 2018 hat begonnen

Abiturprüfung 2018 – Daumen drücken für die Prüflinge im Kraichgau Die schriftliche Abiturprüfung hat an…
Bruchsal shoppt sich in den Frühling

Bruchsal shoppt sich in den Frühling

Kaiserwetter zum verkaufsoffenen Sonntag in Bruchsal Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen lud der Branchenbund…
Bruchsaler Feuerwehr rettet Mann aus brennendem Haus

Bruchsaler Feuerwehr rettet Mann aus brennendem Haus

Küchenbrand in der Orbinstraße führt zu Großeinsatz Aus ungeklärter Ursache kam es in einer Gemeinschaftsküche…