Quo vadis Ubstadt-Weiher?

quo vadis UbstadtWie soll Ubstadt-Weiher in 20 oder 30 Jahren aussehen? Insbesondere die Freie Wählervereinigung hatte diese Frage an die Gemeinde gestellt und angeregt, gemeinsame Überlegungen zur Gemeindeentwicklung anzustellen.

Jetzt wurde im Rahmen einer öffentlichen Sitzung, bei der nicht nur die Mitglieder des Gemeinderats, sondern auch die Sachkundigen Einwohner des Verwaltungsausschusses und des Ausschusses für Umwelt und Technik eingeladen waren, das Thema Gemeindeentwicklung behandelt. In einem ersten Schritt, so Bürgermeister Löffler, wolle man jetzt die Situation in der Gemeinde darstellen und künftige Entwicklungspotenziale aufzeigen. Welche Entwicklungspotenziale man dann ausschöpfen wolle, müsse man dann gemeinsam in einer zweiten Sitzung bestimmen. Ein Ziel könne es sein, die Bevölkerungszahlen stabil zu halten und ein attraktiver Wohnort für alle Altersgruppen zu sein. Umfangreiche Informationen hatten der Rathauschef und seine Mitarbeiter zusammengetragen. Ein Themenbereich war die demografische Entwicklung. Ubstadt-Weiher ist in den vergangenen Jahren gewachsen, die Geburtenzahlen sind stabil, die Gemeinde hat einen Geburtenüberschuss. In den kommenden Jahren ist jedoch ein Einwohnerrückgang prognostiziert, auch die Zahl der älteren Mitbürger wird ansteigen.

Im Bereich Verkehr präsentierte der Bürgermeister die bereits vorliegenden Verkehrskonzeptionen und schon umgesetzte Maßnahmen. Außerdem stellte er die Situation des öffentlichen Nahverkehrs und mögliche Handlungsfelder für die Zukunft dar. Unter dem Punkt „Nachhaltige Siedlungsentwicklung / Infrastruktur“ wurden sowohl geltende Planungen für die Gemeinde, wie Regionalplan, Flächennutzungsplan, Bebauungspläne aufgezeigt. Ebenso wurde über Förderprogramme, wie das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und Landessanierungsprogramme informiert.

Ein großes Thema waren hier auch die Hochwassergefahrenkarten, durch die Ubstadt-Weiher stark betroffen ist. In Ubstadt und Weiher gibt es sogenannte Überschwemmungsgebiete, in denen statistisch gesehen einmal in hundert Jahren ein Hochwasser auftritt. Dort dürfen keine Baugebiete ausgewiesen werden, und es herrscht auch ein Bauverbot. Mit Hochdruck wird derzeit daran gearbeitet, eine Hochwasserschutzkonzeption zu erstellen, damit die Überschwemmungsgebiete wegfallen und die Gemeinde geschützt ist. Weitere Themen waren die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung sowie das Thema Energie. Bei diesem Punkt informierte Tony Löffler über die bereits durchgeführten Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energie und gab einen Ausblick auf vorgesehene energetische Sanierungen. Dargestellt wurde auch die Situation des Einzelhandels, wo insbesondere in Zeutern zusätzlicher Bedarf bestehe, die Ehrenamtsförderung der Gemeinde, die Feuerwehrbedarfsplanung sowie die touristischen Aktivitäten der Gemeinde, die Mitglied im Tourismusverband Kraichgau-Stromberg ist. Thema war auch die Wirtschaftsförderung, insbesondere auch die Zusammensetzung und Aufgaben der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal, bei der Ubstadt-Weiher Mitglied ist.

Ähnlicher Artikel

Braunkohleabbau im Kraichgau – Drei Dörfer müssen weichen

Braunkohleabbau im Kraichgau – Drei Dörfer müssen weichen

Der Irrsinn des Braunkohleabbaus in Deutschland wird gerade anhand der Geschehnisse um den Hambacher Forst…
Sensationsfund in Stettfeld – Gigantische Römervilla entdeckt

Sensationsfund in Stettfeld – Gigantische Römervilla entdeckt

Ein vergrabener Schatz so groß wie das Bruchsaler Schloss Eine unscheinbare Wiese oberhalb des Ubstadt-Weiherer…
Umzug XXL – Die Blau-Roten ziehen weiter

Umzug XXL – Die Blau-Roten ziehen weiter

Die Firma Staudt zieht nach Stettfeld Gähnend leere Räume im bisherigen Stammsitz der Firma Staudt…
Resi i hol die mit der Fräsi ab

Resi i hol die mit der Fräsi ab

Schmutzig, wild und einfach gut – So war das 22. Weihermer Hakorennen Der Kraichgau und…