„Quartierskonzept Bruchsal Südstadt“ – Globale Energiewende vor Ort

Globale Energiewende muss vor Ort gelebt werden – „Quartierskonzept Bruchsal Südstadt“ Baustein des Klimaschutzziels „zeozweifreier“ Landkreis Karlsruhe

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Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus der Südstadt bekundeten durch Teilnahme an der gemeinsamen Informationsveranstaltung „zeozweifrei im Quartier“ des Landkreises, der EnergieAgentur, der Stadt und der ewb ihr Interesse am Energiesparen durch Gebäudesanierung.

Die Vertragsunterzeichnung des Projekts „zeozweifrei im Quartier – Energiesparen durch Gebäudesanierung in der Südstadt“ in der Balthasar-Neumann-Schule (BNS) durch den Landkreis Karlsruhe, die Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe (UEA), die Stadt Bruchsal sowie die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) war der Startschuss für die bisher 11. energetischen Sanierung eines zusammenhängenden städtischen Quartiers im Landkreis. „Wichtig für das Gelingen eines solchen Projekts ist die Einbeziehung der Eigentümer und Mieter von privaten, gewerblichen und kommunalen Gebäuden“, waren sich die Beteiligten im Januar einig. – Bei der Infoveranstaltung am vergangenen Mittwoch, 21. Mai, 19-21 Uhr, in der BNS hielt sich die Zahl der interessierten Bürgerinnen und Bürger mit jener der Fachleute von Landkreis, UEA, Stadt, ewb sowie Haus & Grund und Sparkasse Kraichgau noch die Waage. Zum Auftakt nutzten rund 30 interessierte Eigentümer von Immobilien in der Südstadt die Möglichkeit, sich in der BNS zu informieren. Cornelia Petzold-Schick betonte: „Wir in den Kommunen sind aufgefordert, unseren Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.“ Aufgabe der Stadt sei es, Menschen zusammenzubringen, die in die energetische Sanierung ihrer Immobilie investieren. Ähnlich sieht es Ragnar Watteroth, Dezernent des Landkreises Karlsruhe für Finanzen und Beteiligungen, zuständig auch für das Gebäudemanagement: „Die Energiewende passiert nicht, weil wir uns Ziele setzen. Wir müssen auch Akteure finden, die sie umsetzen.“ Das Ziel eines „zeozweifreien“ Landkreises, das von einer Reduktion des Energiebedarfs um 50 Prozent bis 2050 und einer hundertprozentigen Deckung des Restenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien im Bereich Strom und Wärme ausgeht, funktioniere nur „von unten nach oben“. ewb-Geschäftsführer Peter Solberg skizzierte die Rolle des lokalen Energieversorgers, betonte die Bereitschaft der ewb, ihr Know-how in Sachen Energieeffizienz bei der Umsetzung der Konzepte beratend einzubringen. Birgit Schwegle gab als Minimalziel der UEA aus, „über 50 Prozent“ der Eigentümer im ausgewiesenen Quartier zu interviewen, um den Sanierungsbedarf möglichst genau beziffern zu können. Den Stellenwert energetischer Sanierungen zeigt die Tatsache, dass rund 77 Prozent der Energiekosten auf Wärme entfallen. – Die Veranstaltung bot ausreichend Gelegenheit, sich über die zahlreichen Möglichkeiten und finanziellen staatlichen Anreize für energetische Sanierungsmaßnahmen auszutauschen.

Weitere kostenlose Beratungstermine im Mensagebäude der Konrad-Adenauer-Schule, Hardtfeldplatz 8, in der Bruchsaler Südstadt, am 5. und 26. Juni sowie am 10. und 24. Juli, 15-19 Uhr.

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