Positive Energiebilanz der Gondelsheimer Kraichgauschule durch moderne Technik

Rektor Manfred Haag, Bürgermeister Markus Rupp, der Geschäftsführer der Stadtwerke Stefan Kleck und Martin Schneider
Rektor Manfred Haag, Bürgermeister Markus Rupp, der Geschäftsführer der Stadtwerke Stefan Kleck und Martin Schneider

Um sich von der im Herbst des vergangenen Jahres in Betrieb genommenen Heizung ein Bild zu machen, trafen sich Bürgermeister Markus Rupp und Rektor Manfred Haag mit den Verantwortlichen der Brettener Stadtwerke und der ausführenden Firma Schneider Gebäudetechnik (Bruchsal) im Heizraum der Schule.

Dort fielen zunächst die drei großen Teile der Anlage – Blockheizkraftwerk, Gasbrennwertkessel und der riesige, 2 000 Liter fassende Pufferspeicher – ins Auge. Martin Schneider erklärte die Funktionsweise: Während das BHKW fast rund um die Uhr laufe und mit seinem Vier-Zylinder-Motor eine Strom erzeugende Turbine antreibe, springe der Brennwertkessel nur bei Spitzenlasten an; der Pufferspeicher dagegen sorge für einen hydraulischen Abgleich der angeschlossenen Versorger. Herzstück der Anlage aber ist der nach Schneider „im Pionierbetrieb“ laufende internetgestützten Heizungsregler. Der ist so einfach zu bedienen ist, dass Schulhausmeister Ralf Ferentschik spielendleicht sogenannte „Raumblöcke“ programmieren und nach Bedarf mit Wärme versorgen kann.

Energieverschwendung ist auf diese Weise passé, eine optimale Energieausbeute garantiert. Denn nicht nur, dass das BHKW in seinen bislang 6 752 Betriebsstunden bereits 138.219 Kilowattstunden Strom produzierte, es wurden auch – eigentlich als Abfallprodukt der Stromgewinnung – 272.255 Kilowattstunden Wärme erzeugt. Mit einem Wirkungsgrad von 95 Prozent arbeitet das kleine 20-KW-Kraftwerk damit sehr effizient und energiesparend; immerhin 120 Tonnen CO2 können pro Jahr eingespart werden.

Überdies hat die Gemeinde einen für sie günstigen „Contracting-Vertrag“ mit den Brettener Stadtwerken abgeschlossen. Dabei wird die Investitionssumme von 130 000 Euro über einen Zeitraum von 15 Jahren in Raten und einen Wärmeanteil abgestottert. „Außerdem betreuen wir die sensible Anlage und stellen unsere große Erfahrung und unser Know-how zur Verfügung“, erklärten der Geschäftsführer der Stadtwerke Stefan Kleck und Energieberater Günter Eberl einen weiteren Wesenszug des Contractings.

 

Bürgermeister Rupp freute sich jedenfalls, die „älteste Heizung aller kommunalen Liegenschaften“ endlich durch einen modernen und hocheffizienten Nachfolger ersetzt zu haben. Die alte, mehrfach umgerüstete Heizungsanlage hatte zuletzt über zwei quer unter dem Schulhof verlaufende Röhrchen mit Öl versorgt werden müssen. Nun ist ein Ende der „gefährlichen“, störanfälligen und nicht gerade umweltfreundlichen Energieversorgung gekommen. Zudem die neue, computergesteuerte Heizanlage nicht nur eine optimale und gleichmäßige Wärmeversorgung sicherstellt, sondern nebenbei auch Strom ins Netz einspeist. Und überdies noch die Kindertagesstätte und die TV-Halle mitversorgt.

Nach der Holzhackschnitzelanlage des Wärmeverbundes „Rathausplatz“ und der komplett auf LED-Leuchten umgestellten Straßenbeleuchtung engagiert sich Gondelsheim damit weiterhin vorbildlich in Sachen Klimaschutz.

Text und Bild: Gemeinde Gondelsheim

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