Poller für die Obergrombacher Straße

Verkehrsberuhigung durch Poller in der Obergrombacher Straße. Foto: pa
Verkehrsberuhigung durch Poller in der Obergrombacher Straße.
Foto: pa

Im Februar wurden im Ortschaftsrat von Untergrombach Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Obergrombacher Straße auf Höhe des dortigen Zebrastreifens besprochen. Im Nachgang zu dieser Sitzung hat die Stadtverwaltung folgende Maßnahmen festgelegt und diese zur Umsetzung angeordnet: Der Fußgängerüberweg wird durch einen provisorischen Fahrbahnteiler mit Sperrflächen und Pollern, ähnlich wie in der Joß-Fritz-Straße, nachgerüstet. In unmittelbarer Nähe zum Fußgängerüberweg werden sogenannte Minibaken angebracht, die das Parken und die dadurch entstehende Sichtbehinderung für den fließenden Verkehr verhindern sollen. Die Umsetzung dieser Maßnahme ist nun abgeschlossen.

Immer wieder war in der Bevölkerung auch der Ersatz des jetzigen Fußgängerüberweges bei der Kirche durch eine Fußgängerlichtsignalanlage gewünscht worden. Dies scheiterte jedoch an den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung beziehungsweise der Richtlinie für Lichtsignalanlagen. Das vorhandene Verkehrsaufkommen, die Zahl der tatsächlichen Querungen über den Fußgängerüberweg sowie die sich in unmittelbarer Nähe befindenden signalisierte Fußgängerquerung erlauben nicht die Einrichtung einer weiteren Lichtsignalanlage auf Höhe des Zebrastreifens. Der Wunsch nach einer Lichtsignalanlage in der Obergrombacher Straße wurde auch immer wieder mit dem Hinweis auf die bestehende Lichtsignalanlage in der Weingartner Straße, auf der Höhe der dortigen Bäckerei, begründet. Dieser Vergleich ist jedoch nicht zielführend, weil das Verkehrsaufkommen auf der B3 mit rund 12.000 Fahrzeugen fast doppelt so hoch ist, die zulässigen Geschwindigkeit 50 km/h beträgt und die große Ampelkreuzung Bruchsaler-/Weingartner-/Büchenauer-/Obergrombacherstraße von der Fußgängersignalanlage nicht eingesehen werden kann.
Die Verkehrsverstöße in der Obergrombacher Straße sind häufig darin begründet, dass Verkehrsteilnehmer/-innen die Gelbphase an der Ampelkreuzung auszunutzen versuchen und dadurch unverhältnismäßig beschleunigen versuchen die Kreuzung noch zu queren. Dieses Problem würde in der Obergrombacher Straße durch eine zusätzliche Lichtsignalanlage weiter vergrößert. Der allgemeine Werteverfall im Straßenverkehr führt außerdem zu einer steigenden Zahl von „Rotlichtfahrern“, weshalb eine Lichtsignalanlage leider kein „Allheilmittel“ mehr darstellt. Wünschenswert wäre eine Querungsinsel ohne Fußgängervorrang, für die aber nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht. Ebenfalls geprüft wurde eine Verlegung des Fußgängerüberweges in der Obergrombacher Straße in Richtung Ortsmitte. Dies wurde von der Fachverwaltung und von der Verkehrspolizei abgelehnt, weil sich der Fußgängerüberweg dann in unmittelbarer Nähe zur dortigen Bushaltestelle befinden würde und erhebliche neue Gefahrenstellen entstünden. (pa)

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