Philippsburg kämpft weiter gegen Stromkonverter

Philippsburg kämpft weiter gegen Stromkonverter
Symbolbild

Kürzlich erreichte unsere Redaktion ein Schreiben des Philippsburger Bürgermeister Stefan Martus. Es enthielt eine Ergänzung der Resolution aus dem Sommer 2014, gegen den Bau eines Stromkonverters auf der Gemarkung der Stadt.

Darin bekräftigt die Stadt zwar ihre grundlegende Aufgeschlossenheit gegenüber regenerativen Energien, kritisiert aber auch die Art und Weise der Umsetzung.

Unter Verweis auf eine Studie die durch Nutzung intelligenter Netztechnologien eine Reduktion des Netzausbaus um bis zu 60 Prozent machbar erscheinen lässt, stellt der Gemeinderat der Stadt die neue Trasse zwischen Osterath und Philippsburg grundsätzlich infrage. Laut besagter Studie scheint erwiesen, dass ein alleiniger Ausbau der Stromtrassen nicht ausreiche, um die voraussichtlichen Versorgungslücken in Süddeutschland ab 2016 zu kompensieren.

Die Resolution favorisiert stattdessen die dezentrale Energieversorgung anstatt langer Transportrouten quer durch die Bundesrepublik. Dazu heißt es: “Mehrere vorhandene Kraftwerke in Karlsruhe und in Mannheim sind abgeschaltet oder gedrosselt worden. Es ist unserer Auffassung nach zu prüfen, ob durch eine Wiederinbetriebnahme dieser Anlagen die Energieversorgung dezentral vor Ort nicht wesentlich sinnvoller und kostengünstiger gesichert werden könnte.Aufgrund der momentan brach liegenden Produktionsstandorte – mit erheblichen Reserven zur Stromerzeugung – erscheint es uns mehr als fragwürdig, die Stromtrasse zwischen Osterath und Philippsburg mit der jetzige Priorität voranzutreiben“. Die angesprochenen Kraftwerke erzeugen Energie – soweit bekannt -allerdings mit fossilen Brennstoffen und können daher nur schwerlich als Teil einer „sauberen“ Energiewende betrachtet werden. Was den geplanten XXL-Stromkonverter angeht, so verweist die Stadt auf die von ihr vorgeschlagenen alternativen Standorte in Neurott bei Heidelberg oder beim alten Munitionsdepot in Kirrlach. Generell mahnt Philippsburg die Bundesnetzagentur an, den geplanten Bau der Stromtrassen auf Erforderlichkeit und Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

 

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