Ohne Quote: Bruchsaler FDP/Bürgerliste will mehr Frauen in Gemeinderat und Kreistag

Mit zehn Frauen wird die Bruchsaler FDP/Bürgerliste bei den Gemeinderatswahlen am 25. Mai 2014 antreten. Dies wurde bei einer gut besuchten Veranstaltung mit dem überparteilichen Verein „Politik mit Frauen“ Ende Februar 2014 bekannt gegeben. Die komplette Kandidatenliste wird Mitte März nach der Einreichung bei der Stadt vorgestellt. Neu an der Liste ist, dass diese aus Reihen von engagierten Bürgern in einem offenen Verfahren entstanden ist, die nicht Mitglied der Liberalen sein mussten. Auch deshalb haben sich zahlreiche Frauen aus der Bevölkerung bereit erklärt, auf der Liste zu kandidieren, wie FDP-Vorsitzender und Kreisrat Prof. Dr. Jürgen Wacker sagte. Bei der Kandidatensuche und -aufstellung habe die Gewährleistung der Chancengleichheit eine große Rolle gespielt. Dies sei besonders nach Willen der Kandidatinnen ohne jegliche Quote möglich gewesen. „Denn liberale Persönlichkeiten, ob Frau oder Mann brauchen keine Quote. Sie stehen als Person und überzeugen dadurch“, betonte Wacker.

 

Bei einer Veranstaltung der FDP mit vielen engagierten Frauen und Männern konnte der Bruchsaler FDP-Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Wacker unter anderem die Präsidentin des Vereins „Politik mit Frauen“, Gudrun Senta Wilhelm (Kirchberg, .v.l.) und das Präsidiumsmitglied Helga Eberle (Vaihingen, 2.v.l.) begrüßen. Beide sind Mitglied der FDP und seit vielen Jahren erfolgreich in der Kommunalpolitik tätig. Auf der Veranstaltung waren außerdem unter anderem die FDP-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat und FDP-Spitzenkandidatin Lucia Biedermann (r.) sowie die FDP-Gemeinderatskandidatinnen Iqra Butt (4.v.r.) und Silvia Hilsenbeck (5.v.r.)  sowie FDP-Kreisvorsitzender Dr. Otto Hertäg (6.v.r.) anwesend. (Foto: FDP)
Bei einer Veranstaltung der FDP mit vielen engagierten Frauen und Männern konnte der Bruchsaler FDP-Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Wacker unter anderem die Präsidentin des Vereins „Politik mit Frauen“, Gudrun Senta Wilhelm (Kirchberg, .v.l.) und das Präsidiumsmitglied Helga Eberle (Vaihingen, 2.v.l.) begrüßen. Beide sind Mitglied der FDP und seit vielen Jahren erfolgreich in der Kommunalpolitik tätig. Auf der Veranstaltung waren außerdem unter anderem die FDP-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat und FDP-Spitzenkandidatin Lucia Biedermann (r.) sowie die FDP-Gemeinderatskandidatinnen Iqra Butt (4.v.r.) und Silvia Hilsenbeck (5.v.r.) sowie FDP-Kreisvorsitzender Dr. Otto Hertäg (6.v.r.) anwesend. (Foto: FDP)

Angeführt wird die FDP/Bürgerliste von der 33-jährigen Stadträtin und bisherigen Fraktionsvorsitzenden der FDP im Bruchsaler Gemeinderat Lucia Biedermann. Die selbständige Rechtsanwältin ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Untergrombach. Sie ist vielen auch wegen ihrer Kandidatur für den Deutschen Bundestag im Jahr 2013 bekannt. Lucia Biedermann vertritt im Gemeinderat immer wieder Themen aus der „Lebenswirklichkeit der Familien“ und setzt sich für eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Ein besonderes Augenmerk setzt sie auf solide städtische Finanzen und den Abbau der Verschuldung. Dabei hat sie sich in der Vergangenheit auch immer wieder sachlich mit Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick angelegt und den dezenten Hinweis gegeben, „dass man/frau es nicht jedem rechtmachen“ müsse. Mit dieser Einstellung könnten massive Fehlausgaben und -planungen, die die Liberalen in der Vergangenheit kritisierten, vermieden werden.

 

Weitere Kandidatinnen auf der FDP/Bürgerliste Bruchsal werden sein:

·         Dorothee Eckes (47 Jahre, Geschäftsführerin)

·         Silvia Hilsenbeck (55 Jahre, Bankkauffrau)

·         Iqra Zaheer Butt (24 Jahre, Gesundheits- und Krankenpflegerin)

·         Priska Maria Schindler (29 Jahre, Studentin der Medizin)

·         Marion Jung (35 Jahre, Diplom-Biologin)

·         Majda Schrey (43 Jahre, Angestellte)

·         Bärbel Brand (70 Jahre, Rentnerin)

·         Erika Biedermann (63 Jahre, Kaufmännische Angestellte)

·         Uta Reisser (44 Jahre, examinierte Krankenschwester)

 

 

Bei der Veranstaltung stellten sich die anwesenden Gemeinderatskandidatinnen der FDP/Bürgerliste persönlich vor und nannten ihre politischen Schwerpunkte. FDP-Ortsvorsitzender Jürgen Wacker sagte, dass es das Ziel aller Kandidaten der Liste sei, den Anteil von Frauen im Gemeinderat und Kreistag „deutlich zu erhöhen, was auch ein nachhaltiges Ziel“ sei. Denn das gemeinsame kommunalpolitische Engagement solle in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden und insbesondere mehr engagierte Bürgerinnen für die politische Arbeit gewonnen werden. „Mehr Frauen in die Politik heißt dabei auch, dass wir schon jetzt an die Kommunalwahlen 2019 denken. Denn auch eine vorläufige Nichtwahl ist für niemanden eine Niederlage. Ein nachhaltiges Engagement ist immer ein großer Gewinn für die Gesellschaft und nicht unbedingt an Mandate gebunden“, sagte Wacker weiter. Er erinnerte dabei an die Person der großen liberalen Vorbildsfrau Elly Heuss-Knapp (1881-1952), deren soziales Engagement noch heute wegweisend sei. Aus aktuellem Anlass betonte Wacker, dass eine Gesellschaft jegliche Form von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie nicht dulden dürfe.

 

In der Folge ergriff FDP-Gemeinderatskandidatin Silvia Hilsenbeck, die die Veranstaltung organisiert hatte, das Wort. Sie ist im Verein „Politik mit Frauen“ engagiert und dort Ansprechpartnerin für den badischen Landesteil. „Wir müssen Frauen ermuntern, sich zu engagieren. Sich einzumischen in die Gesellschaft und Positionen offensiv-sachlich zu vertreten ist eine Gabe, die besonders Frauen liegt“, äußerte Hilsenbeck, der ein besseres soziales Miteinander in Bruchsal besonders am Herzen liegt. Auf pointierte Weise sprachen dann die Präsidentin des Vereins „Politik mit Frauen“ Gudrun Senta Wilhelm und Präsidiumsmitglied Helga Eberle (Vaihingen) über ihre teilweise mühsamen Wege in die Kommunalpolitik ihrer Heimatorte. Mit Beharrlichkeit, Freundlichkeit und Konsequenz hätten sie beide auch gegen Widerstände so manches kommunalpolitisches Thema erfolgreich lösen können. „In Bruchsal und besonders im Kreistag gibt es noch viel zu wenige Frauen. Das müssen sie gemeinsam ändern“, stellte besonders Helga Eberle nach der Analyse  der Wahlen von 2009 heraus. Für beide Referentinnen ist besonders ermutigend, dass immer mehr Frauen zu Bürgermeisterinnen gewählt werden. „Die Sachorientierung muss noch ein stärkerer Schwerpunkt in der Kommunalpolitik werden“, sagte Helga Eberle abschließend.

Pressemitteilung und Bild: FDP Bruchsal

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