Neues Geld für den Eppinger Bahnhof

Denkmalförderung
Staatssekretär Ingo Rust MdL (2. von rechts), Hermann Vogler von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg (rechts) sowie der Direktor der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg Norbert Müller(links) überreichten die Förderbescheide aus der Denkmalpflege zur Sanierung des Bahnhofes Eppingen an Bürgermeister Peter Thalmann.

Für die Sanierung ihres historischen Bahnhofsgebäudes erhält die Stadt Eppingen 80.000 Euro von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Aus der Denkmalförderung des Landes wird die Maßnahme mit rund 83.000 Euro bezuschusst. Staatssekretär Ingo Rust MdL, Hermann Vogler, Oberbürgermeister a.D. und Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg sowie der Direktor der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, Norbert Müller überreichten die Förderbescheide am Montag, 30. Juni an Bürgermeister Peter Thalmann. Ziel ist es, das schöne und landesgeschichtlich bedeutsame Eppinger Bahnhofsgebäude unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder nach den ursprünglichen Plänen grundlegend zu restaurieren. Bürgermeister Thalmann erläuterte vor Ort den Stand der Bauarbeiten und das Nutzungskonzept und dankte für die finanzielle Unterstützung. „Die Förderbeträge aus der Denkmalpflege sind gut angelegtes Geld, mit dem wir das Projekt mit hoher Qualität durchführen“, betonte Thalmann. Das Eppinger Bahnhofsgebäude wurde 1879 mit der Errichtung der Kraichgaubahn Heilbronn-Eppingen-Bretten erbaut und repräsentiert den charakteristischen Bahnhofstypus der badischen Eisenbahn aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Gesamtkosten der Sanierung liegen bei ca. 2,3 Millionen Euro

Heute gilt der kommunale Bahnhof als Dreh- und Angelscheibe für die Karlsruher Verkehrsbetriebe und die S-Bahn Rhein-Neckar. 2012 hat die Stadt Eppingen das Empfangsgebäude erworben. Die Restaurierung des Kulturdenkmals gilt als konsequenter Baustein in der Stadtentwicklung Eppingens. Damit erhält die beispielhaft sanierte Altstadt wieder ein einladendes Tor. Das Sanierungskonzept sieht vor, den Zwischenbau als „klassischen Bahnhof“ für den Durchgang und den Aufenthalt mit Cafeteria zu nutzen. Die beiden seitlichen Türme sind an die Diakonische Jugendhilfe Heilbronn vermietet. Mitarbeiter haben bereits den weniger sanierungsbedürftigen Westturm bezogen. Die Stadt Eppingen geht von Gesamtsanierungskosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro aus. Aus der Denkmalförderung des Landes wird die Maßnahme mit rund 83.000 bezuschusst, die Denkmalstiftung Baden-Württemberg gibt 80.000 Euro, die aus den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale kommen. Hinzu kommen 760.000 Euro aus der Sanierungsförderung.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg
Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fördert nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ besonders private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land einsetzen. Seit ihrer Gründung 1985 hat die Stiftung bürgerlichen Rechts über 1.300 Maßnahmen gefördert, um Gebäude vor dem Verfall zu retten. Möglich ist dies, weil die Denkmalstiftung Baden-Württemberg neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital und großzügigen Spenden seit 2013 auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. (pep)

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