Linienbus rammt Wohnhaus – DRK probt in Hambrücken den Notfall

Unterkreisübung des Deutschen Roten Kreuzes in Hambrücken
Hambrücken (jk) Einen eindrücklichen Beweis ihrer Leistungsfähigkeit legten die DRK-Bereitschaften des Unterkreises Lußhardt Mitte am vergangenen Samstag in Hambrücken ab. Vor den Augen der Ortsoberhäupter der beteiligten Einsatzkräfte aus Bruchsal inklusive der Stadtteile Helmsheim, Untergrombach und Obergrombach, Forst, Karlsdorf und Neuthard sowie Hambrücken beeindruckten die Einsatzkräfte beim Übungsszenario. So dauerte es keine 20 Minuten von der ersten Alarmierung, bis die entsprechenden Abschnitte zur Sichtung und Versorgung der geretteten Übungspatienten aufgebaut waren, was die Bürgermeister Thomas Ackermann, Reinhold Gsell, Sven Weigt sowie Ulli Hockenberger persönlich in Augenschein nehmen konnten.


Realitätsnah war die Übung gestaltet worden: Angenommen wurde, dass ein Linienbus des KVV durch den Einsatz von Pfefferspray mit entsprechender Beeinträchtigung des Fahrers von der Hauptstraße abgekommen war und dabei auch ein Gebäude gerammt hatte. Hierdurch wurden die im Bus befindlichen 20 Personen zum Teil schwer verletzt. Große Bedeutung kam dabei den drei Einsatzabschnitten, nämlich der Sichtung/Erstversorgung, der Betreuung sowie dem Einsatzabschnitt Transport zu. Wurden die Unfallopfer aus dem Bus gerettet, kam zuerst die Sichtung und Einteilung in verschiedene Schweregrade der Verletzungen zum Tragen. Beeindruckend war dabei zum einen besonders, wie die Rettungskräfte schnell und routiniert die verletzten Personen aus dem Bus retteten, was der räumlichen Enge und des doch nicht geringen Chaos im Linienbus keine einfache Aufgabe gewesen sein dürfte. Auch die Betreuung der geretteten Personen wurde danach ebenso gut organisiert durchgeführt, was den hohen Ausbildungsstand der DRK-Einsatzkräfte bewies. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang war auch der Einsatz der Rettungshundestaffel, die zur Betreuung der insgesamt drei verletzten Hunde und zur Beruhigung der jeweiligen Herrchen eingesetzt wurde.
Im Anschluss an die Sichtung wurden die Patienten dann je nach Schwere ihrer Verletzung in den insgesamt drei Betreuungszelten weiter versorgt, bevor dann der angenommene Weitertransport mit den bereitstehenden Rettungswagen in die umliegenden Kliniken erfolgte. Sowohl der Einsatzleiter Matthias Krause als auch der örtliche Bereitschaftsleiter Werner Geider hatten die Situation jederzeit im Blick und konnten ergänzend eingreifen und koordinieren. Mit zum Übungserfolg haben sicherlich auch die gute Organisation des gesamten DRK Hambrücken sowie die realistische Darstellung der geschminkten Unfallopfer beigetragen. Insgesamt konnte die interessierte Bevölkerung, darunter auch einige Mitglieder des Gemeinderates, sehr gut ausgebildete und ausgerüstete Einsatzkräfte der DRK-Bereitschaften des Unterkreises Lußhardt Mitte bei der Übung beobachten. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereitschaften klappte reibungslos, was auch Bürgermeister Ackermann bei der abschließenden Besprechung der Übung hervorhob. Alle an der Übung Beteiligten haben wieder viel gelernt, was sie für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall gerüstet sein lässt. (Gemeinde Hambrücken)

 

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