Liegefläche am Baggersee Untergrombach wieder freigegeben

 

Der provisorische Zaun am Baggersee ist zurückgebaut. Die Liegewies steht nun wieder den Badegästen zur Verfügung. Foto: pa
Der provisorische Zaun am Baggersee ist zurückgebaut. Die Liegewies steht nun wieder den Badegästen zur Verfügung. Foto: pa

Update 17.07.2014:  Teilabsperrung der Liegewiese am Baggersee Untergrombach aufgehoben

Bruchsal (pa) | Die alte Größe der Liegewiese am Untergrombacher Baggersee ist wieder hergestellt. Am 8. Juli hat die Stadt Bruchsal die vorübergehende Abzäunung wieder entfernt. Nachdem Mitte Juni festgestellt worden war, dass die Standsicherheit einzelner Eichenbäume nicht gewährleistet ist, wurde zum Schutz der Baggerseebesucher/-innen im Rahmen einer „Sofortmaßnahme“ rund 2000 Quadratmeter Fläche abgezäunt. Innerhalb der eingezäunten Fläche befanden sich teilweise sehr alte Eichenbäume, die dem stark bedrohten und europaweit streng geschützten Eichen-Heldbock als „Habitatbäume“ dienen.

Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins mit Vertretern des Regierungspräsidiums, zuständig für alle artenschutzrelevanten Fragestellungen, der Stadt Bruchsal, die die Verkehrssicherheit zu gewährleisten hat, und Ortsvorsteher Karl Mangei als Vertreter der Ortsgemeinschaft, wurde schließlich eine gute Lösung gefunden. Diese sieht wie folgt aus: Mit einem Teilrückschnitt der Eichen wird die Standfestigkeit der kapitalen Bäume soweit erhöht, dass ein Rückbau des Zaunes erfolgen kann. Diese Maßnahme nutzt auch dem geschützten Eichen-Heldbock, der ältere Bäume als Lebensraum bevorzugt. Der Baumrückschnitt wurde am 4. Juli vorgenommen. Die Liegewiese steht den Badegästen somit wieder in vollem Umfang zur Verfügung. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass zum Schutz der Badegäste und zum Erhalt des Lebensraums des Eichen-Heldbocks eine erneute Abzäunung des Bereichs erforderlich werden könnte.

Ursprüngliche Meldung vom 11.06.2014

Vegetationsschutzzone am Baggersee Untergrombach wird vergrößert
Stadt Bruchsal zäunt vorübergehend weitere Bäume ein

Bruchsal (pa) | Gerade in der heißen Jahreszeit ist der Baggersee in Untergrombach ein beliebtes Ausflugsziel. Das angrenzende Naherholungsgebiet ist außerdem Heimat für einen der seltensten und größten Käfer in Baden-Württemberg, den Eichen-Heldbock. Im Rahmen des Managementplanes für FFH-Gebiete werden gegenwärtig auch in Untergrombach von der Landesanstalt für Umwelt-, Messungen und Naturschutz (LUBW) seltene europaweit geschützte Arten erfasst.
Der stark bedrohte und europaweit streng geschützte Eichen-Heldbock lebt in alten Eichenbäumen, die am nordöstlichen Ende des Baggersees vorkommen. Zum Schutz von Käfern und Bäumen wurde bereits in der Vergangenheit ein Teil der Baum- und Wiesenfläche durch einen Zaun abgesperrt. Ein Teil der Eichen außerhalb der Umzäunung, die ebenfalls vom Eichen-Heldbock bewohnt werden, ist nach Begutachtung des Baumsachverständigen Uwe Wetzel jetzt in einem Zustand, der die Verkehrssicherheit gefährdet. Zum Schutz der Badegäste und um den Bedürfnissen von geschützten Tierarten gerecht zu werden, wird deshalb morgen die bestehende Einzäunung vorübergehend um 2000 Quadratmeter erweitert. Die Stadtverwaltung bittet alle Gäste des Baggersees um Verständnis.

 

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