Lieblingsmensch gesucht – Freiwilliges Soziales Jahr bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten

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Foto: Claudia Schuler / Lebenshilfe Bruchal-Bretten e.V.

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5 Fragen-Interview an … Jan Schanzenbach

Jan Schanzenbach macht seit September 2020 sein FSJ bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. und ist dort im Bereich der Förder- und Betreuungsgruppen im Einsatz. Der 18-Jährige aus Forst spricht über seine Erfahrungen, die er dort sammeln konnte.

Warum hast Du Dich für ein FSJ bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. entschieden?

Ich habe mich für den Umgang mit Menschen mit Behinderungen interessiert und daher machte ich schon während meiner Schulzeit zwei Ferienjobs bei der Lebenshilfe. Zufällig kam ich in die Förder- und Betreuungsgruppe. In dieser Zeit beschloss ich, nach der Schule erstmal ein FSJ bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten zu machen. Ich mache mein FSJ nur ein halbes Jahr, so passt es genau zwischen den Abschluss der Schule und den Beginn meiner Ausbildung.

Wie sieht Deine Tätigkeit dort aus?

Ich bin in der Förder- und Betreuungsgruppe. Hier werden Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf betreut. Ich helfe ihnen z. B. beim Essen. Aber vor allem bereite ich ihnen einen schönen Tag, wie zum Beispiel mit Spaziergängen, Gesellschaftsspielen oder anderen gemeinsamen Aktivitäten.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Den größten Gefallen daran habe ich, wenn wir zusammen spielen bzw. oder etwas gemeinsam unternehmen. Mit der Zeit kommen die Menschen mit Behinderungen aus sich heraus, gewinnen Vertrauen und blühen voll auf.

Foto: Claudia Schuler / Lebenshilfe Bruchal-Bretten e.V.

Es macht mir Freude, einfach über das Gelände der Lebenshilfe zu spazieren und auch andere Menschen mit Behinderung zu treffen. Ich habe viele kennengelernt in diesem halben Jahr. Alle sind so offen und herzlich.

Gibt es ein besonderes Erlebnis, dass Dir besonders in Erinnerung bleiben wird?

Ganz persönlich finde ich, dass jeder Tag ein Besonderer ist. Denn ich habe jedes Mal etwas Neues gelernt und neue Überraschungen erfahren.

Aber es gibt ein Erlebnis, ganz zu Beginn meines FSJ. Es war ein Ausflug in den Tierpark nach Bretten. Da habe ich gesehen, wie sich manche Menschen mit Behinderungen Verhalten, wenn sie etwas nicht kennen. Nur mit der Hilfe einer Vertrauensperson wagten einige die ersten Schritte, aber dann verflog diese Angst gegenüber den Tieren ganz schnell und es entwickelte sich daraus Freude. Sogar so sehr, dass sie später noch oft von diesem Erlebnis erzählen. Wir hatten so viel Spaß beim Ziegen-Füttern.

Was denkst Du über Menschen mit Behinderungen?

Nach meinen Erfahrungen sind viele Menschen mit Behinderungen sehr ehrlich. Oft sagen sie dir die Wahrheit ins Gesicht, egal ob gut oder schlecht. Außerdem wissen bzw. merken viele, wie es einem geht, ohne dass wir darüber reden oder es zeigen. Häufig sind es sehr gefühlvolle Menschen, die teilweise Nähe und Zuneigung brauchen. Einige bauen schwer Vertrauen auf, aber wenn das Vertrauen mal da ist, ist es so gut wie unlösbar und du hast einen Freund fürs Leben gewonnen. Oft sind sie auf der Suche nach neuen Erfahrungen und versuchen auch mal einen von uns auszutricksen, um dann über uns lachen zu können.

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